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Neues Taucherparadies vor Key West

Das ehemalige US Air Force Transportschiff Gen. Hoyt S. Vandenberg wurde erfolgreich als neues künstliches Riff vor Key West versenkt. Es ist das zweitgrößte künstliche Riff der Welt und begeistert Taucher und Angler.

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Um etwa 10.22 Uhr Ortszeit zündeten die Sprengmeister mehrere, unterhalb der Wasserlinie am Kiel des Schiffes angebrachte Sprengladungen. Innerhalb von zwei Minuten sank die 159 Meter lange Vandenberg auf ihren neuen Standort am Meeresgrund inmitten des "Florida Keys Marine Sanctuary" Nationalparks, etwa 11 Kilometer südlich von Key West. Damit endet die 13-jährige Planungszeit dieses ehrgeizigen Projekts. Die Wassertiefe an dieser Stelle beträgt 42 Meter. Aufgrund der Größe der Vandenberg und ihrer Schräglage liegen ihre oberen Aufbauten nur 12 Meter unter der Wasseroberfläche.

Weltweit ist die Vandenberg, nach der Oriskany vor der Küste von Pensacola, Florida, das zweitgrößte Schiff, das als künstliches Riff versenkt wurde. Sie komplettiert den "Florida Keys Shipwreck Trek". Dieser besteht aus zahlreichen planmäßig platzierten Wracks. Er beginnt mit der Spiegel Grove vor Key Largo im Norden und endet ab sofort mit der Vandenberg vor Key West am südlichsten Zipfel der Inselkette. Bereits in naher Zukunft wird die Vandenberg Meerestieren und -pflanzen einen neue Heimat bieten und als Erholungsgebiet für Taucher und Angler sowie als "Unterwasserhörsaal" für angehende Meeresbiologen dienen.

Das Gesamtbudget des Projekts betrug 8,6 Millionen Dollar. 70 Prozent der Gelder und rund 75.000 Arbeitsstunden waren nötig, um das Schiff von allen Rückständen zu befreien. Erst danach bescheinigte der Staat die ökologische Unbedenklichkeit des Projekts. Die enorme Größe der Vandenberg und ihre abwechslungsreiche Struktur werden sie nach Meinung der Projektverantwortlichen für Taucher aller Erfahrungsstufen, vom Anfänger bis zum Profi, attraktiv machen. "Die Vandenberg ist eine einmalige Gelegenheit für Taucher", so Joe Weatherby, Gründer der "Artificial Reefs of the Keys" und Initiator des Vandenberg-Projekts. "Es gibt ein Dutzend Tauchpunkte nahe der Oberfläche, die für Anfänger geeignet sind, während die tieferen Ebenen eine Herausforderung für den geübten, technisch versierten Taucher darstellen."

Ihren ersten Einsatz hatte die Vandenberg während des zweiten Weltkriegs noch unter dem Namen General Harry Taylor als Truppentransporter der Armee. 1963 wurde sie in Gen. Hoyt S. Vandenberg umbenannt und zur Beobachtung von Mercury-, Gemini- und Apollo-Raketenstarts vor Cape Canaveral eingesetzt. 1983 außer Dienst gestellt, gelangte sie 1999 als Kulisse eines russischen Forschungsschiffs im Science Fiction Thriller "Virus" mit Jamie Lee Curtis und Donald Sutherland zu internationaler Bekanntheit.

Es wird erwartet, dass das Vandenberg Riff in den nächsten 10 Jahren etwa 80 Millionen Dollar an touristischen Einnahmen erwirtschaften und durch seine Attraktivität für Tauchsportler zur Schonung der natürlichen Riffe in der Region beitragen wird.

Weitere Infos zur Vandenberg unter: www.fla-keys.com sowie unter www.bigshipwrecks.com

 
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