Der spanische Entdecker Don Tristan de Luna errichtete den Ort im Jahr 1559, was Pensacola zu einer der ältesten Siedlungen Nordamerikas macht. In diesem Jahr feiert die Stadt ihr 450-jähriges Gründungsjubiläum. Besucher erleben die entspannte Urlaubsatmosphäre einer gemütlichen Hafenstadt, die sich von den touristenreichen Großstädten des übrigen Bundeslandes sowie von der restlichen Küste des Panhandles, die von Hotelriesen dominiert wird, absetzt.
Nicht weit entfernt von der 55.000-Einwohner-Stadt liegen die berühmten schneeweißen Strände der Region. In den Wintermonaten können Wasserliebhaber hier kilometerweite Spaziergänge unternehmen und dabei kaum einer Menschenseele begegnen. Besonders bei Anglern sind die ruhigen Gewässer daher enorm beliebt.
Im regelrechten Aufschwung steht derzeit die historische Altstadt, deren pastellfarbene Häuschen aus dem 19. Jahrhundert zahlreiche Boutiquen, Kunstgalerien und Lokale beherbergen. Dazwischen gibt es immer wieder baumbesäumte Parks, die Pensacola zu einer grünen Oase machen.
Bekannt ist die Stadt vor allem für den landesweit ersten Luftstützpunkt der US-Marine. Die Piloten der "Blue Angel Jets" fliegen in den Sommermonaten (jeden Dienstag- und Mittwochmorgen) öffentliche Trainingsstunden. Vom Strand aus hat man einen besonders guten Blick auf die atemberaubende Flugschau. Um mehr über die Geschichte der Flieger zu erfahren, lohnt sich ein Besuch im National Naval Aviation Museum. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.
Dass Pensacola seinen Nachbarstaaten Alabama und Georgia nicht nur von der geografischen Distanz, sondern auch in kulturellen Aspekten viel näher liegt als dem Rest Floridas, erkennt man bei einer kulinarischen Reise durch die Stadt. Viele kostengünstige Restaurants und Cafés bilden ein wahres Highlight in dieser touristenarmen und naturreichen Region des Sonnenstaates. Auf der Menü-Karte der Köche: Soul Food vom Feinsten! Southern Style Barbecue, frittierte Tomaten und Cheese Grits stillen hier die lukullischen Bedürfnisse jeder hungrigen Urlauberseele.
Ein beliebtes und zudem günstiges Lunch-Gericht sind die "Po' boy Sandwiches" (poor boy = armer Junge) – ein wahrer Klassiker der Südstaatenküche. Zum knusprigen Baguette, belegt mit frittiertem Fleisch oder Meeresfrüchten, wird hier traditionell gesüßter Eistee gereicht, der den Durst in der brütenden Mittagshitze stillt.
Pensacola, dessen Hafen in den Golf von Mexiko mündet, ist zudem für die exquisite Qualität des heimischen Fischs bekannt. Die Spezialitäten der lokalen Restaurants sind "Red Snapper", der Gelbschwanz und natürlich Shrimps. Frische Meeresfrüchte kann man hier zu Preisen ergattern, die es sonst kaum noch in Florida zu finden gibt. Pensacolas Einwohner nennen ihre Stadt daher auch liebevoll "the Poor Man’s Paradise" – das Paradies des armen Mannes.
Neben Restaurants und Cafés bieten auch Hotels und Unterkünfte der gemütlichen Kleinstadt eine kostengünstige Alternative zu anderen Städten Floridas. Mit der warmherzigen Gastfreundlichkeit waschechter Südstaatler und der viktorianischen Architektur vieler Hotelgebäude werden die Besucher hier regelrecht in eine andere Zeit zurückversetzt. Ein Trip in den äußersten Nordwesten des Bundesstaates lohnt sich in diesen Tagen also mehr denn je, denn in Pensacola gibt es noch immer ein ganz anderes Florida zu erleben …
Restaurant-Tipps
Oar House Restaurant
Nach der Wiedereröffnung im Jahr 2008 lockt das "Oar House" seine Gäste wieder in die "Tiki Bar" zu leckerem Essen und coolen Drinks – serviert mit einem traumhaften Meeresblick. Das Oar House hat die traditionellen Po’ boy Sandwiches sowie den erfrischenden Eistee auf der Karte.
1901 Cypress Street
Pensacola, FL 32501
Telefon (850) 549-4444
Peg Leg Pete’s
Eines der beliebtesten Fischrestaurants der Gegend, direkt am Strand gelegen. Für nur 7,95 Dollar wird hier ein riesiger Austernteller serviert, den man auf der großen Dachterrasse zusammen mit einem unvergleichlichen Ausblick genießen kann.










