01. 10. 2016
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Restaurants & Shopping

Restaurant The Ambry: Zu Gast bei Freunden

Wenn man durch die massive Holztür schreitet, spürt man gleich diese deutsche Gemütlichkeit. Gedämpftes Licht, heimelige Einrichtung – fast so, wie man es aus Heidelberg oder Rosenheim kennt. Im Restaurant »The Ambry« in Fort Lauderdale herrscht Wohlfühlatmosphäre. Und gekocht wird auch genauso wie »dahoam«.

Autor: Sabrina Schmid

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HABEN SICH DIE AUGEN erst einmal an das gedämpfte Licht gewöhnt, fallen einem schnell die vielen Bilder und Andenken eines ganz be- sonderen Deutschen auf: Gerd Müller, Fußball- legende, »Bomber der Nation«, der letztes Jahr 70 Jahre alt geworden ist. Und als Mitbesitzer einst ganz eng mit dem Restaurant The Ambry verbunden war. Da sind die vielen Wimpel aus Müllers Privatbesitz und sein goldener Fußball- schuh hinter dem Tresen, den er gleich zweimal als Europas erfolgreichster Torjäger gewonnen hat, in den Saisons 1969/70 und 1971/72.

Bereits in den frühen 1960er-Jahren hatte Müller in München das sympathische Ehepaar Hans und Hannelore Huber kennengelernt. Später wurde er sogar ihr Trauzeuge. Im Jahre 1979 wechselte der beste Torjäger der Bundesligageschichte zu den Fort Lauderdale Strikers nach Florida und spielte dort bis zum Ende seiner Fußballerkarriere im Jahr 1981. Gemeinsam setzte man im selben Jahr die Idee um, ein Res- taurant im deutschen Stil zu eröffnen. Die Familien Müller und Huber übernahmen das gut besuchte Steakhaus The Ambry, und aus der Verbindung des Know-hows der Hubers und Müllers Promistatus entstand »Gerd Müller’s Ambry«. 1984 verließen die Müllers Fort Lauderda- le wieder und kehrten zurück nach München. Die Hubers hingegen blieben. Bis heute.

Begrüßt werden wir bei unserem Besuch von der freundlichen Gabi Huber, der Tochter von Hans und Hannelore Huber. Die Eltern haben sich mittlerweile aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und genießen die Zeit in ihrem Ambry als Stammgäste. Davon gibt es im Übrigen viele, sowohl Amerikaner als auch Deutsche besuchen das Restaurant regelmäßig. Deutsche Gruppen nutzen das Ambry gerne als Treffpunkt, aber auch »snowbirds« kommen jedes Jahr in den Wintermonaten vor allem aus Kanada in das beliebte Restaurant in Fort Lauderdale. »Irgendwann«, so erklärt Gabi Huber, »ist der Zusatz ›Gerd Müller‹ aus dem Namen wieder verschwunden.« Seitdem heißt das Restaurant wieder schlicht The Ambry.

Wir treffen Hans Huber junior, Sohn des Ehepaares und verantwortlich für die Küche im Familienrestaurant. Auf der Speisekarte am Abend stehen neben typisch amerikanischen Steak- und Fischgerichten vor allem eine Reihe von Schnitzelvariationen (ab 21,95 Dollar), Sauerbraten (17,95 Dollar), Zürcher Geschnetzeltes (19,95 Dollar) oder das Lieblingsgericht vieler Besucher schlechthin, die Bayrische Schman- kerlplatte (17,95 Dollar).

Das Ambry bietet neben einem Mittagsmenü und der vielseitigen Abendkarte unter der Woche auch ein Early-Bird-Dinner inklusive Suppe und Salat, Dessert und Kaffee oder Tee an (16,95 Dollar). »Mittwochabends gibt es bei uns den beliebten Stammtisch mit Leberkäs, Gulasch- suppe und verschiedenen Platten vom Buffet«, erklärt Gabi weiter. Aber auch die Feiertage wer- den von den Hubers kulinarisch begleitet: Ostermenü mit Lamm und Schinken, zu Thanksgiving natürlich Truthahn mit allem, was dazugehört, und wer am Weihnachtstag nicht auf die traditionelle Gans verzichten möchte, wird im Ambry ebenfalls bestens versorgt. Und zur Oktoberfestzeit? »Da bieten wir ein All-you-can- eat-Special unserer Schmankerlplatte an, zusammen mit einem Glas Bier, da freuen sich die Gäste jedes Jahr drauf«, so Gabi Huber.

Wir entscheiden uns für das Paprikaschnitzel (21,95 Dollar) beziehungsweise die Rouladen mit selbstgemachten Spätzle (19,95). An der Salatbar gibt’s neben verschiedenen Blattsalaten und frischem Brot nach deutschem Rezept auch Rote Bete, Bohnensalat nach Omas Art, Wurstsalat und bayrischen Kartoffelsalat – damals das Lieblingsgericht Gerd Müllers. »Selbstgemacht ist im Ambry alles«, verrät der gelernte Metzger Hans Huber junior nicht ohne Stolz. Zum Nachtisch können wir zwischen verschiedenen Desserts wählen, darunter Apfelstrudel, Vanilleeis mit heißen Himbeeren und natürlich Schwarzwälder Kirschtorte.

Schön war’s, lecker war’s! Nach einem Feierabendbier an der Theke und einem netten Plausch mit den Hubers über die »gute alte Zeit« beschließen wir, dass dies nicht unser letzter Besuch im Ambry gewesen sein soll...

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