12. 04. 2017
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Leben & Gesellschaft

Flori-bec: Kanadier aus Quebec zieht es im Winter nach Südflorida

Seit Jahrzehnten gehören Hallandale und Hollywood Beach zu den beliebtesten Winterdomizilen französischsprachiger Kanadier. Doch inzwischen beschränken sich die Saisongäste aus Quebec nicht mehr nur auf das Broward County.

Autor: Patrick Pohlmann

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Wie die Immobilienmaklerin Stephanie Hirschenson von Macken Realty im Miami Herald darlegt, werden in diesem Jahr wieder gut vier Millionen kanadische Besucher im Sunshine State erwartet, von denen etwa 30 Prozent aus Quebec stammen. Die Zahl der Kanadier über 55, die als "snowbirds" mehrere Monate im Jahr vor allem im südöstlichen Florida verbringen, liegt bei über einer Million. Dementsprechend liegen die Kanadier unter den ausländischen Immobilienkäufern in Südflorida an vierter Stelle. 6 Prozent aller dort im vergangenen Jahr verkauften Immobilien, die an Käufer von außerhalb der USA gingen, wurden von Kanadiern erworben. In mehr als drei Vierteln der Fälle wurden die Immobilien bar bezahlt. Damit waren die Kanadier die Käufergruppe, die bei der Bezahlung ihrer Häuser und Wohnungen am seltensten auf Kredite durch US-Banken zurückgriff.

Seit langem erfreut sich unter Kanadiern aus Quebec vor allem das Broward County größter Beliebtheit. Doch mittlerweile weichen sie zunehmend auch auf das angrenzende nördliche Miami Beach und andere Orte im Miami-Dade County aus. Dasselbe gilt für Boynton Beach, Lake Worth und Delray Beach im Palm Beach County. Auch Naples und die umliegenden Orte wurden inzwischen von einigen kanadischen "snowbirds" als Winterquartiere auserkoren.

Zwar ist die Zahl der Besucher aus Quebec in Florida angesichts des gegenüber dem kanadischen Dollar im Kurs gestiegenen US-Dollars im letzten Jahr zurückgegangen, und auch die durchschnittliche Verweildauer der kanadischen Touristen war kürzer als in den Vorjahren. Gleichwohl ist nicht damit zu rechnen, dass Florida seine Rolle als "Strand von Quebec", die es seit nunmehr über 50 Jahren innehat, in naher Zukunft einbüßen wird. Angesichts der neuen US-amerikanischen Einreise-, Außen- und Wirtschaftspolitik und sich daraus ergebenden Unsicherheiten bei potenziellen Besuchern und Investoren aus anderen Teilen der Welt könnten die Wintergäste aus dem Nachbarland nach Ansicht von Stephanie Hirschenson für den floridianischen Immobilienmarkt sogar noch an Bedeutung gewinnen.

 
  
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