29. 09. 2015
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Florida News

Florida-Tourismus: Starker Dollar schwächt die Branche

Während die US-Wirtschaft weiter wächst, stagniert die Tourismusbranche in Florida derzeit beinahe. Auch, wenn der Sunshine State bei Touristen beliebter denn je zu sein scheint – die schwankenden Wechselkurse beeinflussen stark, wie viel Geld ausländische Feriengäste bei ihrem Besuch ausgeben.

Autor: Josefine Koehn-Haskins

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Im vergangenen Jahr gaben internationale Touristen für ihren Urlaub in Florida gerade einmal um 1,1 Prozent mehr aus als im Jahr zuvor. Von 2012 auf 2013 lag die Wachstumsrate nach Angaben der U.S. Travel Association noch bei 7,1 Prozent.

Experten erwarten, dass die Ausgaben auch im nächsten Jahr nicht signifikant ansteigen werden. "Dieser geringere Anstieg ist allerdings nicht nur auf den steigenden Wert des Dollars zurückzuführen", erklärt David Huether, Vizepräsident der U.S. Travel Association, gegenüber dem Orlando Sentinel, "sondern auch auf die wirtschaftliche Situation in Übersee."

Zahlenmäßig musste beispielsweise Orlando bislang zwar keine Besucher einbüßen, allerdings, so George Aguel, CEO von Visit Orlando, mussten viele Geschäfte einen Rückgang der Einnahmen hinnehmen. "Statt mit vier Tüten voller Souvenirs, verlassen die Gäste das Geschäft eben nur noch mit drei. Vielleicht waren wir bisher ein wenig verwöhnt", meint Aguel.

Irgendwo muss eben gespart werden, und das, obwohl der Dollar eigentlich weniger als zwei Prozent über seinem historischen Durchschnittswert liegt. "1980 waren es 31 Prozent und 2001-2002 immerhin noch 18 Prozent", sagt Huether.

Der Wechselkurs für den Euro liegt derzeit bei 1,15 Dollar pro Euro, 2014 bekamen Deutsche Urlauber für den Euro noch 1,35 Dollar, vor vier Jahren sogar über 1,40 Dollar. Hart getroffen hat es auch die Brasilianer, die insgesamt 18 Prozent der internationalen Touristen Orlandos ausmachen. Während sie im vergangenen Jahr noch 1.900 Dollar für 5.000 Real bekamen, waren es dieses Jahr nur 1.250 Dollar.

"Wer weniger Geld hat, kann eben auch weniger ausgeben", so David Huether. Markengüter wie etwa Apple oder Levis seien davon jedoch ausgenommen. Denn diese seien in den USA trotz des starken Dollars noch weitaus erschwinglicher als anderswo. Aber die flachere Wachstumskurve der Tourismusbranche macht Huether wenig Sorgen. Momentan floriere eben einfach der heimische Tourismus mehr, befindet auch Paul Phipps, Marketingchef von Visit Florida.


 
  
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