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Golf von A biz Z: Das Golflexikon

Es gibt viele Fachbegriffe rund um das Thema Golf. Was genau bedeutet eigentlich Handicap, was ist ein Birdie und wofür steht DGV? In unserem Lexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe des Golfsports mit den passenden Erklärungen.

Autor: Anja Liesner

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Winston Churchill nannte Golf "ein dämliches Spiel, das mit Werkzeugen gespielt wird, die für diesen Zweck gänzlich ungeeignet sind". Er würde heute eher nicht zu den fast 40 Millionen Menschen weltweit gehören, die mehr oder weniger regelmäßig den Golfschläger schwingen ...

A

Abschlag: Jede Golfrunde startet mit dem Abschlag, bei dem jeder Spieler seinen ersten Schlag an einem Loch ausführt. Der Abschlag ist in der Regel durch Begrenzungen markiert, zwischen denen der Spieler seinen Ball zum ersten Schlag auf dem Tee platziert. Im Allgemeinen schlagen Männer von den gelben bzw. weißen (bei Turnieren) Markierungen ab, Damen und Jugendliche von den roten bzw. schwarzen (bei Turnieren) Markierungen, die sich am Abschlag befinden. Nur beim Abschlag darf der Ball auf ein "Tee" aufgelegt werden.

Aerifizieren: Die Belüftung ist im Bereich der Grüns, Vorgrüns und im Bereich der Abschläge eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Mittels eines Aerifiziergerätes (Hohlstachelmaschine) werden Erdkerne 6 bis 8 Zentimeter tief und 6 bis 8 Millimeter im Durchmesser ausgestoßen und die Rasendecke so mit zirka 800 Löchern pro Quadratmeter durchlöchert.

Air Shot: Bei einem Air Shot wurde der Ball nicht getroffen.

Albatros: Wenn ein Golfer auf einem Par-5-Loch mit nur zwei Schlägen einlocht. Einen Weitere Bezeichnung für einen Albatros ist Double Eagle.

All square: Der Spielstand der Gegner ist gleich (beim Lochspiel).

Ansprechen des Balls: "Ansprechen des Balles" heißt nicht, sich mit dem Ball unterhalten es bedeutet vielmehr, das der Spieler seine Position vor dem Schlag einnimmt.

Approach: Annäherungsschlag zum Loch.

As it lies: Der Ball wird so gespielt wie er liegt.

Ass: Der Traum eines jeden Golfers. Ein Ass ist ein Schlag, der den Ball direkt vom Abschlag ins Loch befördert. Ein Ass kann für den glücklichen Spieler aber auch ein teures Vergnügen werden, denn traditionell ist er dazu verpflichtet, jeden Spieler, der sich zum Zeitpunkt des Asses auf dem Platz befindet, im Clubhaus auf einen Drink einzuladen. Eine weitere Bezeichnung für Ass ist Hole-in-One.

Aufteen: Bezeichnet das Legen des Balls auf das Tee beim Abschlag.

Aus: Fläche außerhalb der Spielbahnen, auf der nicht gespielt werden darf. Die Grenze zum Aus wird durch weiße Pflöcke oder Zäune markiert.

Ausrüstung: Alle Gegenstände die vom oder für den Spieler getragen oder mitgeführt werden. Laut Regeln gehört der im Spiel befindliche Ball und ein kleiner Gegenstand zum Markieren der Lage des Balles nicht zur Ausrüstung, sondern zum Spiel.

B

Backspin: Jeder Ball erhält durch den Schlag einen gewissen Rückwärtsdrall – den Backspin, der das Flugverhalten ganz entscheidend beeinflusst. Beim Schlagen des Balls entsteht durch das Auftreffen des schrägen Schlägerblattes der sogenannte Backspin, durch den der Ball in der Luft besonders ruhig fliegt und bei der Landung etwas abbremst. Wird absichtlich mit extremem Backspin geschlagen – vor allem bei Annäherungsschlägen – kann es sogar vorkommen, dass der Ball durch den starken Rückwärtsdrall ein Stück zurückrollt.

Backswing: Als Backswing bezeichnet man den Rückschwung eines Schlages.

Bag: Tasche für die Schläger und Bälle und alles was man sonst noch auf einer Spielrunde brauchen kann.

Bag Tag: Schild des Heimatclubs, das an der Golftasche befestigt wird.

Balata: Ein kautschukähnliches Naturprodukt, das auch synthetisch erzeugt wird und aus dem die Außenhaut hochwertiger Golfbälle besteht.

Ball: Ein Golfball darf im Durchmesser nicht kleiner als 4,27 Zentimeter sein und nicht mehr als 45,924 Gramm wiegen. Es gibt gewickelte Gummibälle mit einem flüssigen Kern und dreiteilige so genannte Multi-Layer-Bälle mit einem großen Kunststoffkern. Alle Bälle haben auf der Oberfläche kleine Dimples.

Besserlegen: Manchmal ist ein Besserlegen des Balles erlaubt (abhängig von Witterungsverhältnissen und Bodenbeschaffenheit), aber nie näher zur Fahne, hier sind die Platzregeln zu beachten.

Bestball: Wettspiel, in dem gegen das beste Score der Mitspieler gespielt wird.

Blaue Pfosten: Zeigt eine Zone an in der Boden ausgebessert wird oder sich zeitweise Wasser befindet. Kann auch mit blauen Linien auf dem Boden gekennzeichnet sein. Ein Ball der hier landet, darf straffrei aus dieser Zone entfernt und gedropt werden.

Birdie: Wird ein Loch "eins unter Par" beendet, so spricht man von einem Birdie. Bei einem Par 4 spielt man also mit drei Schlägen einen Birdie.

Birdie Book: Ein Birdie Book ist eine sinnvolle Ergänzung um seine Trainingsrunden zu dokumentieren. Längen und Distanzen werden deutlich erkennbar, die Wahl des richtigen Schlägers wird erleichtert.

Blind Hole: Ein Loch, bei dem man den Ball vom Abschlag oder Fairway aus schlagen muss, ohne dass man sieht, wo der Ball auftrifft.

Bogey: Einen Bogey spielt man, wenn man einen Schlag mehr als das Par des jeweiligen Loches benötigt.

Break: Abweichung der geraden Puttlinie durch Bodenwellen auf dem Grün zwischen der Lage des Balles und dem Loch.

Brutto: Das Spielergebnis ohne Abzug der Vorgabe.

Buggy: Fahrzeug, um Golfer und ihre Ausrüstung über den Golfplatz zu befördern. Man nennt sie auch Carts bzw. E-Cards.

C

Caddy: Der Caddy ist diejenige Person, die dem Spieler unter anderem die Golftasche trägt. Gute Caddies haben jedoch noch weitaus bedeutendere Aufgaben: Sie helfen zum Beispiel bei der richtigen Wahl der Schläger, geben dem Spieler Tipps bezüglich der Puttlinie und schreiben den Score auf.

Die Caddies der professionellen Tour-Golfer bekommen ein anteiliges Honorar; verdient der Profi gut, verdient auch sein Caddy gut. Als Caddy bezeichnet man auch Wagen, auf denen die Golftasche befestigt wird. Diese Caddies nehmen einem somit ebenfalls das Tragen der Tasche ab.

Carry: Die Entfernung, die der Ball nach dem Schlag in der Luft bis zum Auftreffen am Boden zurücklegt.

Chip: Als Chip bezeichnet man einen Annäherungsschlag zur Fahne. Beim Chip rollt der Ball – im Gegensatz zum Pitch – den größten Teil der zurückgelegten Distanz.

Clubhead: Bezeichnung für den Schlägerkopf.

Clubs: Bezeichnung für Golfschläger.

Course-Rating-Wert (CR): Maß für die Schwierigkeit eines Golfplatzes, aus der Sicht eines gedachten Spielers mit Handicap 0 unter normalen Wetter- und Platzbedingungen.

Cut: Qualifikation für die Schlussrunden eines Zählspiels. Üblicherweise starten bei Profi-Golfturnieren bis zu 160 Spieler. Die ersten beiden Runden werden mit allen Teilnehmern ausgespielt. Um die Anzahl der Spieler für die letzten beiden Runden zu bestimmen, wird entweder vor dem Turnier oder nach den ersten beiden Tagen ein Cut festgelegt. Der Cut beschreibt die maximale Anzahl der Schläge, die ein Turnierteilnehmer nach den ersten beiden Turnierrunden haben darf, um bei den letzten beiden Turnierrunden noch dabei sein zu dürfen. Bei einem Cut, der während eines Turniers festgelegt wird, wird das Ergebnis der ersten 70 und schlaggleichen Spieler als Cut festgelegt. Bei Amateurturnieren, wie den Clubmeisterschaften, setzen die Vereine die Anzahl der Turnierrunden und die Anzahl der Spieler für den Cut selbst fest. Als Cut bezeichnet man im Golfsport ebenfalls einen angeschnittenen Ball, dessen Flugbahn von links nach rechts verläuft.

D

DGV: Der DGV ist der Dachverband von über 560 deutschen Golfclubs. Der 1907 gegründete Verband mit Sitz in Wiesbaden ist für die Vorgaberichtlinien, die Wettspiel-Modi, den Leistungs- als auch Breitensport, Nachwuchsarbeit etc. verantwortlich.

Dimples: Die runden Vertiefungen in der Schale des Balles. Anzahl, Form und Anordnung sind entscheidend für die Flugeigenschaften. Spitzenbälle werden mit über 400 Dimples auf der Oberfläche ausgestattet. Ohne Dimples würde ein Ball nur 50 bis 70 Meter weit fliegen.

Divot: Das beim Schlag herausgeschlagene Rasenstück, das möglichst wieder eingesetzt wird.

Dogleg: Eine Spielbahn, bei der das Fairway nach links oder rechts abbiegt.

Double Bogey: Bezeichnung für ein Ergebnis, bei dem ein Loch mit zwei Schlägen über Par gespielt wurde.

Down: Die Anzahl von Löchern, die ein Spieler beim Lochspiel hinter seinem Gegner ist.

Drive: Der erste Schlag vom Tee

Driven: Schlagen des Balles auf große Entfernungen.

Driver: Bezeichnung für das Holz 1, das vorwiegend beim Abschlag benutzt wird. Der Driver hat den längsten Schaft und den steilsten Neigungswinkel am Schlägerkopf, womit niedrige Flugbahnen und damit die längsten Schlagweiten erreicht werden können.

Driving Range: Übungsbereich am Golfplatz für das Schlagtraining.

E

Eagle: Ein Spieler spielt zwei Schläge unter Par eines Loches.

Ebene: Als Ebene bezeichnet man den Winkel des Schwungbogens im Verhältnis zum Boden.

Ehre: Das Recht, als erster Spieler abzuschlagen. Beim ersten Abschlag steht dies dem Spieler mit dem niedrigsten Handicap zu, in der Folge jenem, der am vorangegangenen Loch die wenigsten Schläge hatte.

Eingelocht: Ein Ball gilt als eingelocht, wenn er vollständig, innerhalb des Loches und komplett unterhalb der Ebene des Lochrandes zum Liegen kommt.

Eisen: Schläger, die früher grundsätzlich einen Schlägerkopf aus Eisen hatten, während heute auch andere Metalle und Legierungen verarbeitet werden.

Etikette: Als Etikette wird das korrekte Verhalten auf dem Golfplatz bezeichnet. Sie dient zum flüssigen und fairen Golfspiel und wird genau wie die Golfregeln von R&A und USGA festgelegt. Das Nichtbeachten zieht keine Strafschläge nach sich.

Extra Holes: Zusätzliche Löcher, die nach Beendigung eines Wettspiels zur Ermittlung des Siegers gespielt werden, wenn zwei oder mehrere Spieler das gleiche Ergebnis erzielt haben.

F

Facing: Das Facing bezeichnet den Stand des Schlägerkopfes. Dabei gilt es, Folgendes zu unterscheiden. Geschlossenes Facing: Schlägerkopf gerade oder nach links zeigend, beim Rechtshänder. Offenes Facing: Schlägerkopf nach rechts zeigend, beim Rechtshänder.

Fade: Als Fade wird ein Ballflug mit einer Kurve von links nach rechts bezeichnet (beim Rechtshänder). Einen Fade nennt man auch die fein dosierte Variante des Slicespins.

Fahne: Kennzeichnung des Lochs auf dem Grün. Die Länge beträgt in der Regel ungefähr zwei Meter, am oberen Ende befindet sich ein Wimpel aus farbigem Stoff. Man nennt sie auch Flaggenstock oder Pin.

Fairway: Die kurz geschnittenen Rasenflächen zwischen Abschlag und Grün heißen Fairway. Wichtig ist, dass sich der Ball am besten immer auf diesem Rasenteppich befindet, dann ist er besser und einfacher zu treffen als im Rough, im tiefen Gras abseits der Spielbahnen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, bauen Golfplatzarchitekten die Spielbahnen bewusst mit Hindernissen. Bäume, Wasser, Erdhügel, Bunker und Sandgräben sollen das Spiel interessanter gestalten.

Finish: Die Endposition nach dem Durchschwung wird Finish genannt. Auch den Endkampf bei einem Wettspiel bezeichnet man als Finish.

Flight: Umgangssprachlich die Bezeichnung für eine Spielergruppe von zwei bis vier Personen.

Fourball: Ein Lochspiel, bei dem normalerweise zwei gegen zwei Spieler antreten.

G

Gelbe Pfosten: Begrenzung eines frontalen Wasserhindernisses wie zum Beispiel Teich, See oder Meer. Innerhalb eines Hindernisses darf man keine Probeschläge durchführen.

Green: Ein Green ist die kurz geschnittene und besonders gepflegte Grasfläche rund um das Loch.

Greenfee: Ist die Benutzungsgebühr wenn man auf einem fremden Platz spielen möchte. Üblicherweise muss kein Greenfee in dem Club gezahlt werden, in dem der Spieler Mitglied ist.

Greenkeeper: Sind die Gärtner die den Platz pflegen und ihm sein Aussehen verleihen. 

Grooves: Sind die Rillen auf der Schlägerfläche des Schlägers.

Ground under repair: "Boden unter Ausbesserung", wird durch blaue Pfähle gekennzeichnet. Man kann den Ball dort herausholen, droppen und straflos weiterspielen.

Grain: Die Richtung der Grashalme auf dem Grün, welche durch den jeweiligen Schnitt verursacht wird. Wird der Ball mit dem Grain geputtet, läuft er meist schneller als gegen den Strich.

Green Jacket: Der alljährliche Höhepunkt bei den US-Masters im Augusta National Golf Club stellt die Überreichung des grünen Sakkos an den Sieger durch den Vorjahressieger dar.

Girlie: Im deutschsprachigen Raum verwendeter, umgangssprachlicher Ausdruck für einen missglückten Abschlag eines männlichen Spielers, wobei der Ball nicht einmal über die Abschlaglinie des kürzesten Damen-Abschlags fliegt. Üblicherweise wird das im Spiel mit einer Getränkerunde "bestraft".

H

Hacker: In den deutschsprachigen Ländern gängige Bezeichnung für einen schlechten Golfspieler (er hackt mehr im Rasen, als das er den Ball trifft).

Handicap: Das Handicap gibt Auskunft über die Spielstärke eines Spielers. Je niedriger es ist, desto besser ist der Spieler. Das Handicap entspricht der Schlagzahl, die ein Spieler mehr benötigt, als auf einem Platz vorgegeben ist. Hat ein Spieler beispielsweise Handicap 20, so benötigt er auf einem Platz mit Vorgabe 72 durchschnittlich 92 Schläge. Das höchste Handicap in Deutschland ist Handicap 54, das niedrigste ist offiziell Handicap 0. Allerdings spielen Profis teilweise auch Handicaps um –8. Bei Amateur-Vereinswettkämpfen liegt das Handicap bei den Spitzenspielen zwischen 1 und 15. Bei Profiturnieren spielt das Handicap keine Rolle. Wer die wenigsten Schläge benötigt, gewinnt.

Heel: Der Teil des Schlägerkopfes, der am nächsten zum Schaft liegt.

Hindernis: Bunker und stehende oder fließende Gewässer werden als Hindernisse bezeichnet. Im Hindernis dürfen keine Probeschläge, wohl aber Probeschwünge durchgeführt werden.

High-Handicapper: Spieler mit hohem Handicap (ab höheren 20er-Handicaps).

Hole-in-One: Englische Bezeichnung für ein Ass.

I

Impact: Ist der Moment, in dem der Schläger den Ball berührt.

In: Die zweiten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes. Die Bezeichnung stammt von den früheren Kursen, wo man zuerst vom Klubhaus weg- und dann wieder zurück spielte.

Iron: Als Iron werden jene Golfschläger bezeichnet, die einen Schlägerkopf aus Metall besitzen. Sind alle Schläger, die kein Holz sind und unterscheiden sich durch die unterschiedlich langen Schäfte und den unterschiedlichen Loft.

 

J

Jerk: Eine im Schwung plötzlich auftretende, ruckartige Bewegung.

Jigger: Als Jigger bezeichnet man einen kurzschaftigen Hickoryschläger, mit dem früher aus der Nähe des Grüns gespielt wurde. Vergleichbar mit dem heutigen Eisen 7 oder 8.

K

Kleidung: Zwar gibt es keine offizielle Kleiderordnung, einige Golfclubs jedoch schreiben eine gewisse Kleidung auf der Runde vor bzw. bitten das Tragen von bestimmter Kleidung auf dem Platz zu unterlassen. Diese Vorschriften gehören im Prinzip zur Etikette und sind somit allgemein gültig. Demnach sollte der Herr auf dem Platz keine ärmellosen Shirts oder zu knappe Hosen tragen. Jeans waren bis vor kurzem nicht so gerne gesehen, können aber mittlerweile problemlos getragen werden. Besonders beliebt sind hingegen klassisch geschnittene Hosen mit Karomuster, Poloshirts, Pullunder und Westen. Mittlerweile verlieren diese Kleidervorschriften jedoch immer mehr an Bedeutung. 

Kompression: Härte des Golfballes. Die Maßzahl für jenen Druck, durch den der Ball im Test mit einem Standardgewicht deformiert wird. Ein Ball mit C (=Compression) 100 ist härter als einer der Kategorie 80 oder 90.

Knickerbocker: Wieder modern gewordene klassische Herrenhose aus den 30er Jahren. Prominentester Vertreter bei den Profis (er machte die Knickerbocker zu seinem Markenzeichen) war William Payne Stewart.

Kurzes Spiel: Als kurzes Spiel werden Schläge mit den Eisen 7, 8, 9 sowie Pitchingwedge, Sandwedge und Putter bezeichnet. Alle Schläge mit diesen Schlägern dienen der Annäherung bzw. dem Einlochen und finden üblicherweise am Abschnitt der jeweiligen Spielbahn statt.

L

Langes Spiel: Das auf möglichst große Weiten ausgerichtete Spiel auf dem Fairway mit Hölzern oder Eisen.

Late Hit: Wenn die Bewegungsabläufe von Rück- und Abschwung falsch getimed sind, kommt es zu einem Late Hit (verspätetem Schlag), bei dem der Ball nicht im richtigen Winkel geschlagen werden kann.

Links: Küstenplätze im Dünengelände. Sie sind Wind und Wetter extrem ausgesetzt und stellen extrem hohe Anforderungen an die Spieler. Die Besonderheit eines klassischen Links-Platzes liegt darin, dass das neunte Loch am weitesten vom Klubhaus entfernt ist. Zu diesem Loch spielt man hinaus und von dort wieder herein.

Loch: Das Loch, welches einen Durchmesser 10,8 Zentimeter und eine Tiefe von mindestens 10,2 Zentimeter hat, ist diejenige zylinderförmige Aushebung auf dem Grün, in welche der Ball gespielt werden muss. In der Mitte des Lochs steckt die Fahne, damit die Spieler bereits aus der Ferne erkennen können, wo sich das Loch befindet. Als Loch bezeichnet man auch jede einzelne Spielbahn an sich. Es gibt in der Regel 18 Löcher pro Golfplatz.

Longest Drive: Bei Clubturnieren auf einem bestimmten Loch ausgeschriebener Sonderpreis für den weitesten, auf dem Fairway platzierten Abschlag.

Longhitter: Spieler besonders langer Schläge.

Luftschlag: Ein Schlag, bei dem der Ball zwar nicht getroffen wurde, der laut Regel jedoch trotzdem zählt, weil es sich um einen konkret vorgenommenen Schlagversuch handelt.

M

Majors: Die vier wichtigsten Golf-Turniere der Welt: Das US Masters, die US Open, die British Open und die US PGA Championship.

Marker: Der Mitspieler, der bei einem Turnier die Schläge eines anderen Spieler zählt. Oder: Die weißen, gelben, schwarzen und roten Markierungen an den Abschlägen eines jeden Loches werden Marker genannt. Dabei sind die weißen und gelben Marker für die Herren, die schwarzen und roten für die Damen sowie für Jugendliche (meist unter zwölf Jahre). Von weiß bzw. schwarz wird bei Turnieren abgeschlagen, gelb und rot ist für Trainings- und Freizeitrunden gedacht.

Marshal: Ordnungshüter, der dafür sorgt, dass die auf dem Platz befindlichen Spieler die Etikette einhalten und der Spielfluss nicht gestört oder verzögert wird.

Matchplay: Englische Bezeichnung für das Lochspiel.

Medal Play: Gängige englische Bezeichnung für Zählwettspiel.

N

Nap: Als Nap bezeichnet man die Art des Graswuchses auf dem Grün.

Nassau: Eine Wettspielart für Privatrunden aus den USA, bei der es für den Gewinn der ersten, dann der zweiten neun Löcher sowie für das beste Gesamtergebnis jeweils einen Punkt gibt. Diese Wettspielart kann sowohl als Loch- oder als Zählspiel durchgeführt werden.

Netto: Die Anzahl der auf der Runde insgesamt benötigten Schläge – abzüglich des Handicaps des Spielers.

Neunzehntes Loch: Das Clubhaus wird als neunzehntes Loch bezeichnet, da es in der Regel der nächste bzw. erste Stopp nach dem 18. Loch ist.

No Return: Der Spieler hat bei einem Turnier seine Scorekarte nach dem Spiel nicht abgegeben. Das Turnier wird für sein Handicap mit negativem Ergebnis berücksichtigt (Heraufsetzung des Handicaps um 0,1 Punkte).

O

Offen: Als offene Fußstellung bzw. Standposition bezeichnet man jene Ausrichtung des Körpers beim Ansprechen des Balles, bei der die zwischen den Schuhspitzen gedachte und in Richtung Ziel verlängerte Linie auf einen Punkt links vom Ziel weist.

Offene Wettspiele: Offene Wettspiele sind Turniere eines Clubs, an denen im Gegensatz zu internen Wettspielen auch Golfer anderer Clubs mitspielen dürfen.

Offset-Schläger: Bei dieser Schlägerart ist die Schlagfläche etwas hinter die Schaftachse versetzt. Die Hersteller geben an, dass dadurch ein Slice leichter verhindert wird.

Open: Offene Meisterschaften, an denen sowohl Amateure als auch Professionals teilnehmen können.

Order of Merit: Die europäische Rangliste für Preisgelder, bei der nur die gewonnenen Preisgelder der offiziellen PGA European Tour zählen.

Out-of-Bounds: Gängige Bezeichnung für das Aus.

Overclub: Bei einer falschen Schlägerwahl, bei der der Schlag den Ball über das Ziel hinausbefördert, spricht man von Overclub.

Oversize: Golfschläger (Hölzer, Eisen und Putter) mit einem extra großen Schlagkopf werden als Oversize-Schläger bezeichnet. Sie sind besonders gut für Anfänger geeignet.

P

Par: Die Schlagvorgabe jeder Spielbahn (jedes Lochs) und der gesamten Platzrunde. Der Begriff ist eine Abkürzung der Bezeichnung "Professional Average Result". Das Par ergibt sich aus der vermessenen Länge der jeweiligen Spielbahn sowie für den gesamten Platz aus der Summe der Spielbahnen.

PGA: Abkürzung für "Professional Golfer's Association". Der Verband, in dem Golf-Berufsspieler (Profis und Golflehrer) zusammengeschlossen sind.

Pin: Englische Bezeichnung für den Flaggenstock (die Fahne), der das Loch auf dem Grün kennzeichnet.

Pitchen: Kurzer, hoher Annäherungsschlag in Richtung Fahne.

Pitchmarke: Vertiefung, die der Ball auf dem Grün hinterlässt, wenn er nach einem hohen Schlag auftrifft. Laut Etikette müssen die Spieler ihre Pitchmarken (mit der dafür vorgesehenen Pitchgabel) ausbessern.

Pitching Range: Übungsbereich, auf dem Pitchen und Bunkerschläge trainiert werden können.

Platzregeln: Sonderregeln, die aufgrund spezieller Umstände von einem Club dauernd oder zeitweilig erlassen werden. Platzregeln müssen mit den grundsätzlichen Golfregeln übereinstimmen und dürfen Strafen, die von den Golfregeln vorgeschrieben werden, nicht außer Kraft setzen.

Platzreife: Die Platzreife erlaubt Golfern, auf dem Platz zu spielen. Um die Platzerlaubnis zu erlangen, muss man dem Golf-Trainer seines Clubs davon überzeugen, dass man die Grundbegriffe des Golfspiels sowohl praktisch als auch theoretisch erlernt hat. Die Platzreife-Prüfungen sind von Club zu Club verschieden. In der Regel geht der Trainer mit dem Anfänger einige Löcher über den Platz und vergewissert sich, dass der Anfänger bereits überwiegend den Ball und nicht den Boden trifft. Zusätzlich gibt es häufig einen schriftlichen Regel- und Etikette-Test.

Play-Off: Stechen bei einem Gleichstand nach einem Wettspiel.

Pro: Kurzbezeichnung für einen Golf-Professional. Berufsspieler bezeichnet man auch als Playing Pro oder Tour Pro, einen Golflehrer als Teaching Pro.

Pro-Am: Form eines Wettspiels, bei dem Amateure mit einem Pro ein Team bilden.

Proette: Bezeichnung für Golflehrerinnen und Berufsspielerinnen.

Public Course: Öffentlicher Golfplatz, auf dem jeder – auch ohne Clubzugehörigkeit – gegen Greenfee spielen kann.

Putt: Schlag, auf dem Grün, der mit einem speziellen Schläger (dem Putter) durchgeführt wird.

Putting Range: Umgangssprachlich auch: Putting Grün. Bezeichnung für das mit mehreren Löchern versehene Übungsgrün, auf dem das Putten geübt wird.

Q

Quit: Das Verlangsamen des Schlägerkopfes vor dem Treffmoment wird als Quit bezeichnet.

R

Rabbit: Rabit ist das englische Wort für Kaninchen. In der Golfsprache wird ein Anfänger Rabbit genannt, der noch kein Handicap erspielt hat.

Rangefee: Gebühr, die man als Gast in einem Golfklub nur für die Benutzung der Driving Range und der anderen Übungsanlagen zu bezahlen hat (sofern man nicht  Greenfee bezahlt, um auch eine Platzrunde zu spielen).

Recovery: Einen Schlag aus einem Hindernis heraus bezeichnet man als Recovery.

Rim Out: Ein Ball, der beim Putten den Rand des Loches berührt, aber nicht hineinfällt, wird als Rim Out bezeichnet.

Rookie: Ein herausragender Neuling der Szene. Der "Rookie of the year" wird jedes Jahr von der Fachpresse für den Newcomer des Jahres vergeben.

Rough: Das Gelände rund um das Fairway. Häufig ist dort hohes und dichtes Gras zu finden, was das Spiel erschwert.

Ryder Cup: Ein vom Briten Samuel Ryder gegründetes Mannschaftsspiel der Professionals, das heute zum Prestigeduell der besten Golfer der USA und Europas geworden ist. Der Ryder Cup findet alle zwei Jahre statt.

S

Schaft: Der Teil des Golfschlägers zwischen Griff und Schlägerkopf.

Scorekarte: Die Zählkarte, auf der die Ergebnisse der einzelnen Löcher notiert werden. Bei Wettspielen wird die Scorekarte von einem Mitspieler geführt.

Single-Handicapper: Spieler mit einem einstelligen Handicap (also bis 9).

Slice: Ein Schlag, bei dem die Flugbahn des Balles bogenförmig nach rechts verläuft (bei Rechtshändern).

Slope Wert (SL): Der Slope Wert ist die Kennzahl, die die Platzschwierigkeit verschiedener Spielergruppen ins Verhältnis setzt (Anpassung des Handicaps an Platzschwierigkeit).

Socket: Ein Fehlschlag, bei dem der Ball mit der Stelle zwischen Ferse und Schlägerhals des Schlägerblattes getroffen wird und dadurch nach rechts fliegt

Spin: Die dem Ball beim Schlag mitgegebene Drehung um seine Achse. Der Spin wird auch als Drall oder Effet bezeichnet.

Square: Die beim Einnehmen der Ansprechposition zwischen den Schuhspitzen gedachte Linie verläuft parallel zur angestrebten Fluglinie des Balles.

Sudden Death: Bei Gleichstand in einem Wettspiel werden zusätzliche Löcher gespielt. Wer bei zwei Spielern als erster das bessere Score auf einem Loch gegenüber seinem Mitbewerber erzielt, hat gewonnen. Sind mehrere Spieler beteiligt, scheidet pro Zusatzloch jeweils der schlechteste aus.

Surlyn: Kunststoff, der häufig für die Herstellung von Ballschalen verwendet wird, weil er strapazierfähiger als Naturkautschuk ist.

Sweet Spot: Der ideale Auftreffpunkt am Schlägerblatt, der die größte Schlagkraft auf den Ball überträgt.

T

Takeaway: Als Takeaway wird der Beginn des Rückschwungs bezeichnet.

Tee: Ein Tee ist ein kleiner Stift aus Holz oder Kunststoff, welcher beim Abschlag in den Boden gesteckt wird und auf welchen dann der Ball aufgelegt werden darf. Der somit einige Millimeter höher liegende Ball ist dadurch einfacher zu spielen. Der Spieler darf den Stift nur beim ersten Schlag nutzen. Der Abschlag an sich, die etwas erhöhte Rasenfläche zu Beginn eines jeden Loches, wird ebenfalls Tee genannt.

Tee-Time: Abschlagzeit. Uhrzeit, zu der die Spieler am 1. Abschlag die Golfrunde beginnen.

Thin: Bezeichnung eines Balles, der mit dem Schlägerkopf zu hoch getroffen wurde und damit keine Höhe bekommt.

Tie: Von tie spricht man, wenn zwei oder mehrere Spieler "gleichauf liegen", das heißt, wenn sie die gleiche Schlaganzahl haben.

Tiger Line: Extrem weiter und riskanter Schlag in direkter Linie – meist bei einem Dogleg – wo andere Spieler den sicheren, aber längeren Weg am Fairway vorziehen. Der Begriff hat nichts – was naheliegend erscheinen könnte – mit Tiger Woods zu tun, sondern ist älteren Ursprungs.

Tot: Ein Ball liegt "tot" an der Fahne, wenn er so nahe zum Loch gespielt wurde, dass er normalerweise mit dem nächsten Schlag auf jeden Fall eingelocht wird.

Triple Bogey: Ein Ergebnis, bei dem ein Loch mit drei Schlägen über Par gespielt wurde.

Trolley: Das mit Rädern versehene Gestell, auf dem die Golftasche über den Platz gezogen wird.

U

Unbewegliches Hemmnis: Alles von Menschenhand Erschaffene auf dem Platz, wie künstliche Oberflächen, Begrenzungen von Wegen sowie Sprinklerdeckel, egal ob beweglich oder unbeweglich. Es darf straflos unter Regelbeachtung weitergespielt werden. Markierungen, die das Aus anzeigen, gelten nicht als Hemmnis.

Underclub: Im Gegensatz zum Overclub beruht ein Underclub auf einer falschen Schlägerwahl, die ein Nichterreichen des Ziels, trotz optimalen Schlags, zur Folge hat.

Up: Im Lochwettspiel die Anzahl der Löcher, die ein Spieler vor seinem Gegner liegt.

V

Vorcaddie: Ein Vorcaddie ist die Person, die eingesetzt wird, um die Landung der Bälle an schlecht einsehbaren Stellen zu überwachen. Dadurch soll ein reibungsloser Spielfluss garantiert werden.

Vorgabe: Vorgabe ist gleich bedeutend mit Handicap.

Vorgabeklassen: Eine Klassifizierung der Spieler unter Berücksichtigung des jeweiligen Handicaps.


W

Waggle: Das Ansetzen und Einpendeln des Schlägers beim Ansprechen zur Lockerung der Muskulatur oder als Ritual, um einen leichteren und besseren Durchschwung zu erreichen.

Wasserhindernis: Jede Form von Wasser, ob stehend oder fließend. Bälle im Wasserhindernis dürfen aus diesem direkt und ohne Strafschlag geschlagen werden. Wasserhindernisse, die vor dem Loch liegen, sind mit gelben Pfählen gekennzeichnet. Wasserhindernisse, die neben dem Loch liegen, sind mit roten Pfählen gekennzeichnet.

Wedge: Das Wedge ist derjenige Schläger, der für Annäherungsschläge (ca. 0 bis 100 Meter Entfernung zum Grün) benutzt wird. Das Wedge hat einen starken Loft und ist verhältnismäßig kurz.

Wintergrün: Im Winter darf das eigentliche Grün nicht bespielt oder betreten werden, da es sich erholen soll und geschont werden muss. Damit im Winter dennoch gespielt werden kann (wenn kein Schnee liegt), werden die Wintergrüns angelegt. Wintergrüns sind kurz gemähte Flächen mit Loch und Fahne, die kurz vor den eigentlichen Grüns auf den eigentlichen Fairways angelegt werden

Winterregeln: Diese gelten vor allem in Mittel- und Nordeuropa zumeist von Oktober bis April, aber auch in anderen Regionen und zu anderen Jahreszeiten, wenn besonders ungünstige Platzverhältnisse kein normales Spiel zulassen.

X

X-Bälle: Bälle, die die jeweiligen Qualitätsansprüche nicht erfüllen, von Firmen aber dennoch billig auf den Markt gebracht werden. Sie sind gekennzeichnet durch Überdrucken des jeweiligen Firmennamens mit "XXXXX". Diese Bälle sind nicht für Turniere zugelassen.

Y

Yard: Maßeinheit im englischsprachigen Raum für Entfernungsangaben; 1 Yard = 0,9144 Meter.

Yardage Book: Das Yardage Book ist das Notizbuch des Spielers bzw. des Caddies, in dem Besonderheiten des Platzes sowie Schlagweiten etc. notiert werden.

Yips: Yips ist die Bezeichnung für eine wohl psychisch bedingte Golfer-Krankheit, die zu extremen Zittern beim Putten führt. Bernhard Langer litt zum Beispiel als einer der bekanntesten Betroffenen einige Zeit unter Yips, konnte diese innere Sperre glücklicherweise jedoch überwinden.

Z

Zähler: Person, die von der Spielleitung zum Aufschreiben der Schlaganzahl eines Mitspielers bestimmt wird. Der Zähler kann dabei auch Mitbewerber sein.

Zählspiel: Spielart, bei der alle erzielten Schläge der Runde zusammengezählt werden.

 
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