15. 09. 2017
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Florida News

Hurrikan Irma hinterlässt Zerstörung, aber auch Erleichterung

Irma, einer der stärksten atlantischen Hurrikane seit Beginn der Aufzeichnungen, hat vor allem in der Karibik und auf den Florida Keys große Zerstörungen angerichtet. Insgesamt waren die Schäden in Florida aber weniger stark als befürchtet.

Autor: Patrick Pohlmann

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Am vergangenen Sonntagnachmittag örtlicher Zeit traf Irma als Hurrikan der Stufe 4 mit einer Windgeschwindigkeit von rund 210 Stundenkilometern auf die Florida Keys, brachte eine Sturmflut mit über 3 Meter hohen Wellen mit sich und richtete extreme Schäden an Häusern und Infrasktruktur an. Da es auf den Keys selbst bedingt durch die exponierte Lage keine Notunterkünfte gibt, war die Inselkette im Vorfeld des Sturms verpflichtend evakuiert worden. Nach Schätzungen von Bryan Koon, dem Direktor des Notfallmanagements von Florida, waren aber etwa 10.000 Menschen trotzdem auf den Inseln geblieben. Die Brücken zwischen den Inseln und dem Festland blieben während des Sturms gesperrt und wurden erst am Dienstagmorgen von den Behörden für Anwohner wieder geöffnet. Nach wie vor ist auf den Florida Keys nicht nur die Strom-, sondern vielerorts auch die Wasserversorgung zusammengebrochen.

Auch die Bewohner anderer küstennaher Orte, die vor dem Eintreffen des Hurrikans evakuiert worden waren, durften spätestens am Dienstagmorgen in ihre Häuser zurückkehren. In Miami Beach, wo noch am selben Tag einige Geschäftsinhaber ihre Läden wieder öffneten, wurde der Ocean Drive durch die Sturmflut mit Sand bedeckt, größere bauliche Schäden scheint die Stadt aber nicht erlitten zu haben. Während Irma Naples am Sonntag mit sintflutartigen Regenfälle und Windböen von bis zu 228 Stundenkilometern heimsuchte, wurden in Miami "nur" Windgeschwindigkeiten von bis zu 159 Stundenkilometern gemessen. Nach dem Auftreffen auf das Festland Floridas im Süden von Naples verlor der Sturm an Kraft und fegte mur mehr als Kategorie-2-Sturm weiter gen Norden. So wurden die beliebten Touristenregionen an der Westküste um Fort Myers, Sarasota und St. Petersburg/Tampa von schlimmeren Verwüstungen verschont. Als der Sturm am Montag mit heftigen Regengüssen durch das nördliche Florida, South Carolina und Georgia zog, kam es zu starken Überschwemmungen. In Jacksonville, das an seinen Küsten und Flussufern eine Rekordsturmflut erlebte, mussten über 350 Menschen vor den Wassermassen gerettet werden.

Infolge der Beschädigung zahlreicher Leitungsmasten waren allein in Florida zeitweilig rund 6,7 Millionen Haushalte ohne Stromversorgung. Am Dienstagabend örtlicher Zeit waren noch immer 4,4 Millionen Verbraucher vom Stromnetz abgetrennt. Nach Aussage der Stromgesellschaft Florida Power & Light (FPL) wird die Stromversorgung der meisten Haushalte an der Ostküste bis kommenden Sonntag wiederhergestellt werden, während an der Westküste bis spätestens zum 22. September wieder alle Haushalte ans Netz angeschlossen sein sollen.

 
  
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