12. 04. 2017
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Florida News

State of Emergency: Zahlreiche Flächenbrände durch anhaltende Trockenheit in Florida

Angesichts zahlreicher Brände, von denen gegenwärtig mehr als 96 Quadratkilometer Land betroffen sind, hat Gouverneur Rick Scott in Florida den Notstand ausgerufen.

Autor: Patrick Pohlmann

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Wie die Naples Daily News berichten, waren bis Dienstag in ganz Florida bereits 107 Brände ausgebrochen, denen insgesamt 19 Häuser zum Opfer fielen. Laut dem floridianischen Landwirtschaftsminister Adam Putnam erlebt Florida damit die schlimmste Wald- und Buschbrand-Saison seit 2011. Die meisten der Brände brachen bisher in einem Gebiet aus, das im Süden vom Lake Okeechobee und im Norden vom Ocala National Forest begrenzt wird. Nach Aussage von Putnam gingen etwa 90 Prozent der Feuer auf Brandstiftung zurück. In den übrigen Fällen war häufig Blitzschlag die Ursache.

Seit Februar versengten die Feuer bereits eine Fläche von über 275 Quadratkilometern. Dieser Wert liegt über der durchschnittlich von Bränden betroffenen Ackerfläche der zurückliegenden fünf Jahre. Das bisher größte Feuer war das sogenannte Cowbell-Feuer im Big Cypress National Preserve nördlich der Interstate 75 im Süden Floridas, das sich auf eine Fläche von über 32 Quadratkilometern ausdehnte. Bei einem anderen Feuer, das am zurückliegenden Wochenende nahe Oviedo in Zentralflorida ausbrach, mussten 40 Häuser evakuiert werden.

Zwar halfen nach den Worten des Klimatologen David Zierden von der Florida State University starke Regenfälle nördlich von Gainesville in der vergangenen Woche dabei, die Bedrohung durch Feuersbrünste in Nordflorida zurückzudrängen, wie die Tampa Bay Times schreiben. Südlich von Gainesville sei das Land aber weiterhin so trocken, dass der größte Teil der Halbinsel weiterhin als mäßig trocken klassifiziert werde. Einige Countys südlich der Tampa-Bay-Region würden sogar als extrem trocken eingestuft. Laut Zierden geht die gegenwärtige Trockenheit unter anderem auf den Einfluss des Wetterphänomens La Niña zurück, das – als Gegenstück zu El Niño – mit stärkeren Passatwinden einhergeht und zu einem ungewöhnlich trockenen Winter geführt habe.

Da April und Mai für gewöhnlich trockene Monate in Florida sind, ist in den kommenden Wochen mit weiteren Bränden zu rechnen. Laut dem staatlichen Brandindex gilt die Brandgefahr im Brevard County gegenwärtig mit der höchsten Stufe 5 als extrem hoch. Im Indian River und Martin County wird sie mit Stufe 4 als sehr hoch eingeschätzt, für das St. Lucie County gilt mit Stufe 3 immer noch ein hohes Waldbrandrisiko.

 
  
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