27. 02. 2018
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Florida News

Wirtschafts-Aufschwung in den USA: Die meisten Boomtowns lagen 2017 in Florida

In der jüngst vom Finanzdienstleister SmartAsset veröffentlichten Liste der 10 "Top-Boomtowns der USA 2017" ist der Sunshine State nicht weniger als achtmal vertreten.

Autor: Patrick Pohlmann

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Nach Jahren der durch die Finanzkrise bedingten Rezession erlebt die US-Wirtschaft derzeit einen solchen Aufschwung, dass die US-Notenbank kürzlich erstmals seit Langem wieder die Zinsen erhöhte, um einer möglichen Inflation vorzubeugen. In Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten hat der Boom allerdings nicht alle Landeteile in gleichem Maße erfasst, sondern kommt in bestimmten Regionen und Städten mehr als in anderen zum Tragen. Zur Erstellung der Liste der 10 Top-Boomtowns der USA 2017 verglich SmartAsset 581 US-Städte im Hinblick auf fünf Parameter: die Arbeitslosenrate im August 2017 und ihre Änderung gegenüber dem Vorjahr, die Entwicklung der Bevölkerungszahl und die prozentuale Veränderung der Zahl der Wohneinheiten zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 1. Juli 2016 sowie das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2011 bis 2016. Während sich unter den Top 10 der Boomtowns 2016 noch Städte aus den gesamten USA fanden, erweist sich in diesem Jahr der Bundesstaat Florida als dominierend: Lediglich auf den Rängen 4 und 9 stehen mit Franklin in Tennessee und Round Rock in Texas zwei Städte, die nicht im Sunshine State, aber immerhin ebenfalls in Südstaaten liegen.

Aufgrund der von SmartAsset ausgewerteten Daten war Cape Coral 2017 die am stärksten boomende Stadt der USA. Ihr Bruttoinlandprodukt wuchs zwischen 2012 und 2016 um beachtliche 5,2 Prozent, die Arbeitslosenrate sank zwischen 2016 und 2017 um 1,4 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Das relative Bevölkerungswachstum erreichte mit 2,9 Prozent den zweithöchsten Wert nach Bend in Oregon (das im Gesamtranking auf dem 12. Platz landete). Auf den Rängen 2 und 3 folgen die Städte Largo im Pinellas County und Palm Coast im Flagler County. Bei einem Bevölkerungswachstum von 1,9 Prozent beeindruckt Largo besonders im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosenrate, die gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent fiel. In Palm Coast wuchs die Bevölkerung sogar um 2,4 Prozent, während die Arbeitslosenrate um 1,7 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zurückging. Alle drei Städte verzeichneten eine Zunahme der Zahl der Wohneinheiten zwischen 7,0 und 7,1 Prozent.

Die Plätze 5 bis 8 des Rankings belegen Saint Petersburg, Spring Hill im Hernando County sowie Riverview und Town ’n‘ Country im Hillsborough County, Rang 10 wird von Tampa eingenommen. In all diesen Orten lag der Bevölkerungszuwachs im Untersuchungszeitraum bei 1,9 Prozent und die Zunahme des Bruttoinlandprodukts bei bemerkenswerten 4,2 Prozent. In Saint Petersburg sank die Arbeitslosenrate um 1,4 Prozentpunkte auf 3,1, Prozent, in Spring Hill lag sie nach einem Rückgang um 2,0 Prozentpunkte bei 4,3 Prozent, während sie in den übrigen drei Orten um 1,5 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent fiel. Trotz des relativ hohen Bevölkerungswachstums nahm die Zahl der Wohneinheiten in Tampa allerdings nur um 3,4 Prozent, in Town ’n‘ Country um 3,5 Prozent, in Riverview um 4,0 Prozent, in Saint Petersburg um 4,3 Prozent und in Spring Hill um 4, 5 Prozent zu. Auf der Grundlage der erhobenen Daten lassen sich jedoch kaum Prognosen darüber anstellen, wie lange der starke Boom in all diesen Städten noch anhalten wird. Von den stärksten Boomtowns des Vorjahres findet sich in den diesjährigen Top 10 keine einzige mehr, was aber nicht unbedingt als schlechtes Zeichen für ihre Entwicklung anzusehen ist, sondern lediglich zeigt, wie schwierig es ist, langfristig ein konstant hohes Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten.

 
  
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