01. 08. 2008
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Steuern & Geschäft

Kredite: Was geht noch?

Selbst langjährige Experten haben momentan viel zu tun, um mit den rasanten Veränderungen am US-Hypothekenmarkt und den damit verbundenen neuen Auflagen Schritt zu halten. Ein Überblick.

Autor: Kirsten Paul

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Die Krise am US-Hypothekenmarkt zeigt ihre Folgen: Jede Woche werden derzeit Kreditprogramme geändert, gestrichen, gekürzt oder neu aufgelegt. Worauf sollte man jetzt unbedingt achten? Anbei ein kurzer Überblick:

Viele Banken haben angesichts der angespannten Lage so genannte Cash-out-Finanzierungen gestrichen. Das heißt, eine nachträgliche Beleihung einer bar bezahlten Immobilie mit anschließender Auszahlung ist nicht mehr so einfach möglich wie in den vergangenen zehn Jahren.
Unser Tipp: Wenn möglich, direkt beim Kauf finanzieren! Später wird es für Besitzer schwieriger, das Geld aus der Immobilie zu ziehen.

Zahlreiche Kreditinstitute haben die Finanzierungen für »Investments« aus den Programmen genommen. Das bedeutet, der Kreditnehmer kann den offiziell deklarierten Zweitwohnsitz immer noch recht einfach finanzieren. Jedes weitere Objekt wird von den Banken als Investment eingestuft.
Unser Tipp:
Wenn möglich, besser den Zweitwohnsitz refinanzieren. Falls dort bereits eine Hypothek eingeräumt wurde, sollte man etwa eine Kreditlinie im zweiten Rang (bis 75 Prozent) eintragen lassen. Diese sind direkt an die »Prime Rate« gekoppelt und deshalb derzeit sehr günstig.

Manche Banken haben diverse Regionen mit noch zu erwartenden Wertverlusten (»Declining Markets«) aus ihren Programmen genommen beziehungsweise die Beleihungswerte gesenkt.
Unser Tipp:
Fragen Sie gleich zu Beginn einer Beratung nach, ob die genannten Konditionen auch für die Region Ihrer Wahl Gültigkeit haben.

Konnte man früher oftmals seinen Makler, Verwalter oder andere Vertrauenspersonen bevollmächtigen, beim Closing die Bankunterlagen vor Ort zu unterschreiben, ist dies kaum noch möglich.
Unser Tipp:
Ihr Banker/Mortgage Broker sollte einen zeitlichen Vorlauf für die Versendung der Unterlagen nach Europa einplanen (etwa drei bis vier Tage zusätzlich). Beim Versand per E-Mail (geht nur in Richtung Europa) können nochmals zwei bis drei Tage eingespart werden.

Viele der aktuell laufenden Transaktionen sind so genannte »Short Sales«. Hier ist ein gänzlich unterschiedliches Procedere zu erwarten. Ein Short Sale bringt für die Banken (nicht für den Käufer!) einen hohen administrativen Aufwand mit sich. So kann es mehrere Wochen dauern, ehe es zum offiziellen Zuschlag seitens der Verkäuferbank kommt.
Unser Tipp: Nutzen Sie den zeitlichen Vorlauf für sich! Einige Punkte der Finanzierung können tatsächlich parallel bearbeitet werden (ohne endgültigen Kaufvertrag), damit es bei erfolgtem Zuschlag schnells­tens zum Closing kommen kann.

Die Banken haben die Anforderungen an die Kreditprüfung deutlich verschärft. Hier können schon Kleinigkeiten unnötigen Gesprächsbedarf auslösen: etwa das Eigenkapital, das in den letzten Wochen nicht auf dem Konto nachzuweisen, sondern anderweitig investiert war, große Gehaltsschwankungen bei Selbstständigkeit etc.
Unser Tipp:
  Mortgage Broker arbeiten unabhängig von Banken und können für jeden Kunden von vornherein das passende Kreditinstitut auswählen, das der jeweiligen Kundensituation am besten entspricht.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Information.

Über die Autorin:
Kirsten Paul ist Bankkauffrau und Mortgage Broker mit Büros in München, Telefon:      (089) 189 50996       und in Florida Telefon (239) 425-1708
E-Mail: info@paul-finance.com

 
  
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