Daniela Boettcher
Daniela Boettchers Blog

Daniela Boettcher - Unternehmerin in South Beach

Open Air Movie

30. Januar 2012

In Miami Beach im Soundscape Park gleich hinter der Lincoln Road gibt es ein Open Air Kino, wo jeden Mittwoch Movies gezeigt werden.

Die Wand, an die der Projektor den gigantischen Filmstreifen wirft, ist die Fassade des neuen New World Symphony-Gebäudes, das 2010 eröffnet wurde. Seit einem Jahr findet hier regelmäßig, mit Ausnahme von kurzen Summer- und Winterbreaks, Open Air Kino mit Klassikern der Filmgeschichte statt – E.T., Pirate of the Caribbean, Casablanca, Herr der Ringe, Harry Potter, The Sound of Music, Chicago oder Poltergeist gehörten zu meinen Favoriten. Eigentlich ist jede Woche was dabei, was mir gefällt.

Es geht je nach Jahreszeit und Sonnenuntergang zwischen 7 und 8 Uhr abends los. Am besten ist man jedoch schon eine halbe Stunde mindestens vorher da, um sich einen guten Platz zu sichern. Junge und alte Leute kommen, Familien mit Kindern und Kinderwagen, Picknicktischen und Gartenstühlen (bzw. in Miami sollte man eher sagen “Strandstühlen” lol), sogar Hängematten habe ich schon gespottet bei einigen Events dort.

Außer bei Poltergeist nehme ich eigentlich auch immer mein Kind (3) mit, der fragt mich schon freitags immer “Mama, wann ist Mittwoch??”! :) Diesen Monat stehen “All About Eve” mit Bette Davis und einer meiner All Time Favorite Classics auf dem Programm: “Vom Winde Verweht” mit Clark Gable und Vivien Leigh. Und das Beste: Die Ordnungshüter kümmern sich hier ausnahmsweise mal nicht um “Alcohol in Open Containers”, also: bring on the Pinot Noir and the Chardonnay! :)

(Foto: © Daniela Boettcher)


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Ice-skating

23. Januar 2012

Jetzt ist “Winter” in Miami, und zum richtigen Winter gehört natürlich auch ein Ice-Skating Rink, also eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen. Im Intercontinental Hotel in Miami Downtown an der Biegung, wo Biscayne Blvd in Brickell Ave mündet, befindet sich die Open-Air Eishalle (nur mit einem Pavillon-artigen Dach bedeckt).

Eintritt kostet zwar 20 Dollar pro Stunde, Kinder die Hälfte, was ja eigentlich für deutsche Verhältnisse ein stolzer Preis ist. Aber Schlittschuh laufen ist ja auch nicht so an der Tagesordnung und ist so gefragt wie in Deutschland üblich um diese Jahreszeit.

Jedenfalls muss ich sagen, dass die Veranstalter es echt gut mit ihren Kunden meinen, denn jedesmal wenn ich bisher da war, habe ich “negotiated”, also gehandelt was das Zeug hielt, und sie haben immer mit sich reden lassen. Einmal habe ich es z.B. auf facebook angekuendigt und meine komplette Miami-Liga per Event eingeladen, und nur das bloße Vorzeigen des kreierten Events hat uns 25% Discount pro Person eingebracht – und mich haben sie umsonst reingelassen als Dankeschön für Promoten – und das war für mich natürlich ein super Incentive zum wieder kommen.

Hab ich dann auch gemacht – dismal mit meinem Runclub, der an jenem Dienstag ausfiel und ich schlug vor, uns auf dem Rink zu treffen und zu skaten, anstatt am Beach zu laufen – war ein voller Erfolg und wieder gab es 25% Discount. Diesmal musste ich auch zahlen, aber mein Sohn kam dafür umsonst rein.

Dem hat es übrigens nicht halb so gut gefallen, wie es auf dem Foto scheint lol…da mussten wir leider nach 45 Minuten schon wieder gehen, weil er keine Lust mehr hatte, auf dem Popo zu schlittern. Na ja, dann versuchen wir es halt nächstes Jahr nochmal, wenn er mehr Sicherheit auf dem Eis hat! :)

(Foto: © Daniela Boettcher)


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Happy New Year, Florida Sun Blog!

17. Januar 2012

Ich bin aus der Versenkung zurück!! J Ich wünsche allen Florida Sun Lesern ein glückliches Neues Jahr und hoffe, ihr hattet alle schöne Ferien und habt euch erholt. Ich für meinen Teil kann nicht klagen. Hier kommt ein kleiner Auszug aus meinen vierwöchigen Weihnachtsferien (ja, ja, ich weiß, so lange Ferien sind Luxus, aber dafür arbeitet man sich ja auch den Popo ab…;))

Also zuerst mal bin ich von Miami aus nach Düsseldorf geflogen und habe direkt im Anschluss einen dreitägigen Kurztrip in die Hauptstadt gemacht. Berlin ist immer eine Reise wert und ich habe die Zeit bei einer Freundin dort sehr genossen. Die Feiertage habe ich dann bei meinen Eltern und Großeltern in Essen verbracht. Nach den Feiertagen sind wir dann nach München zu Linus anderen Großeltern geflogen.

                   Silvester haben mein Vater, mein Sohn und ich den Essener Silvesterlauf mitgemacht und auch in unseren Altersklassen jeweils einen Preis gewonnen. :) Abends war ich dann zum Ausklang des Jahres im Bochumer Schauspielhaus unterwegs und habe dort mit all meinen alten Freunden von Schule und Uni gefeiert – das ist jedes Jahr immer wieder ein Genuss und ich würde diese Feier um nichts in der Welt mit Silvester in Miami Beach tauschen…da könnte noch so eine opulente Party locken.

  Dann nach Silvester bin ich für 10 Tage nach Bali geflogen…ich dachte, nur immer Miami und Deutschland ist ja auch nach ner Weile langweilig! J Also hab ich mir mit meinem Freund ein paar schöne Tage in Indonesien gemacht, viel erlebt, Wildwasserrafting, Elefant Trek, Cobrablut getrunken, Hindu-Tempel besichtigt und Monkey Forests besucht, wo die Affen uns aus den Häden gefressen haben. Einfach toll.

      (Fotos: Daniela Boettcher)

Jetzt bin ich wieder in Miami eingetrudelt und der Arbeitsalltag hat mich wieder…Ich kann mich aber nicht beschweren, denn Miami ist auch nach 9 Jahren immer noch ein bisschen wie Urlaub.


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Art Basel 2011

08. Dezember 2011

Halli, Hallo, nach einer längeren reise- und berufsbedingten Pause bin ich jetzt wieder als rasende Reporterin zur Stelle und berichte, so als wenn ich nie weg vom Schreibtisch gewesen wäre, wieder fleißig vom bunten Treiben in Miami Beach. Oder auch Umgebung – falls es mich mal vom Beach weg treibt.

Man glaubt es kaum, ich bin umgezogen (!), wohne also gar nicht mehr am Beach (ich alte Verräterin…). Mein Herzblut hängt aber nach wie vor an meinem guten alten SoBe und an so manchem Abend sitze ich auf meiner neuen Penthouse-Terrasse in Brickell im 41. Stock, mit Blick über Mary Brickell Village, Key Biscayne, South Beach, Downtown, Wynwood, Design District, etc. und blicke sehnsüchtig nach Süden, wo mein alter, winziger, aber charmanter Beachbungalow jetzt ganz verlassen vor sich hin trauert… ;)

Aber wieder zum Thema. Was ist los in SoBe: Ich bin zwar im eigentlichen Sinne umgezogen, verbringe aber trotzdem noch so viel Zeit wie eben geht in South Beach – vor allem natürlich in der letzten Woche, in der hier die Art Basel, die größte kontemporäre Art Show der Welt, stattfand.

Es war der 10. Geburtstag der Fair, und auch mein persönliches Jubiläum: Als ich Ende 2002 ganz frisch nach Miami kam, war gerade die erste Ausgabe von Art Basel eingetroffen und ich bin mal vorbei gegangen am Convention Center, um einen Eindruck zu gewinnen – und war ein für allemal begeistert. “Hooked”, sozusagen.

Das war vor neun Jahren. Jetzt, 2012, fand also die Kunstmesse zum 10. Mal statt und es war nicht minder genial. Im Gegenteil: Jedes Jahr gewinnt sie an Nuancen, Groteskem, Auffallendem, Einzigartigem hinzu. Schon vor drei Jahren hab ich meinen Sohn, der da gerade vier Monate alt war, mitgenommen, wie auch in den darauf folgenden Jahren.

Es ist jedes Jahr wieder eine Freude, wie sehr Linus sich für die Bilder und Skulpturen interessiert – je mehr plastisch, 3D, spielerisch aufgemacht, desto besser. Manche Künstler und Galeristen gehen richtig auf ihn ein, nehmen ihn an der Hand und lassen ihn einige Objekte anfassen – es sind ja sogar einige interaktive Szenarien dabei. Andere wiederum fordern mich auf, dass ich doch bitte mein Kind zügeln soll, das sind aber Gott sei Dank nicht so viele.

Ich finde es toll, wenn ein Dreijähriger mir schon versucht, seine Interpretation zu erzählen und mich fragt, was ich denn in einem bestimmten Kunstwerk sehe. Manchmal haben wir richtige Streitgespräche: "Mama, da auf dem Bild ist ein nackter Mann." – "Quatsch, Lini, das ist ein Baum." – "Guck doch mal richtig Mama, der hat doch Beine und Arme." – "Das sind doch der Stamm und Zweige." – Und solche Dialoge haben wir den ganzen Tag!

Dieses Jahr hat die Art Basel Miami Beach Rekordbesucherzahlen und Rekordeinnahmen verzeichnet. Und das in Zeiten der Wirtschaftskrise und Rezession. Kann man mal sehen. An Kunstliebhabern, die eine halbe Million für ein schwarzes Stück Leinen ausgeben oder eine überlebensgroße lila Halskette, mangelt es halt nicht …

Und die Daten fürs nächste Jahr sind schon im iCalendar und in Outlook vermerkt!


                       (Fotos: Daniela Boettcher)


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Key West Teil II...besser spät als nie!! :)

02. September 2011

Sooo, hier kommt der längst verprochene zweite Teil meines Key-West-Ausfluges. Also: Nach einem atemberaubend schönen (und zudem noch romantischen) Flug in den Sonnenuntergang landeten wir am Flughafen Key West, von dem aus es ratz fatz mit dem Taxi nach Downtown zu unserem Historic Inn ging.

Ich schlafe in Key West immer am liebsten in den Historic Inns, diesmal im Key Lime Inn, denn es lohnt sich wirklich dort ein paar Dollar extra (im Gegensatz zu den ca. 3-Sterne-Ketten wie Best Western etc) auszugeben und in das authentische Flair der Conch Republic, wie die Insel genannt wird, einzutauchen...Eine Alternative zum Key Lime ist zB das Chelsea Inn, wo ich auch schon oft genächtigt habe, vor allem wenn man mit mehreren reist, denn sie bieten Suites mit zwei Schlafzimmern plus Wohnzimmern mit Ausziehcouch an, was bei einer Belegung von 4 oder 6 Personen deutlich billiger ist, als 2 einzelne Zimmer zu buchen. 

Nach dem Einchecken ging es abends erstmal, wie immer, auf die Duval Street Richtung Mallory Square, um die Sunset Celebration mit Gauklern, Street Performern, Künstlern und Musikern anzuschauen. Essen gab es diesmal bei einem Mexikaner auf Duval, obwohl ich normalerweise eher gerne vorher Geheimtipps recherchiere, also Restaurants, die ein wenig ab vom Schuss sind und die ein wenig mehr classy sind als die Standardrestaurants auf Duval - allerdings muss ich sagen, dass das Flair von Duval einfach zu Key West dazu gehört und man einfach immer Spaß hat, gut bedient wird, Anekdoten von den Kellnern genießt, mitbekommt was auf der Straße so abgeht und einfach mitten im Trubel ist. Will man keinen Trubel, fliegt oder fährt man halt gar nicht erst bis ganz nach Key West runter, sondern bleibt auf halber Strecke in Islamorada in trauter Zweisamkeit.

Hier ein paar Eindrücke von Duval Street - lustige T-Shirts, Straßenkünstler, etc...: 

 

Lol. Besonders gefallen hat mir das "Why should I press one for English", denn wenn man sich es mal genau überlegt, ist es schon witzig, um vorsichtig in der Formulierung zu bleiben, dass man erstmal die eins drücken muss hier in South Florida, wenn man, als englischer Muttersprachler, seine eigene Sprache in einer Hotline hören möchte...andererseits kann ich auch verstehen, dass man sich bei einer so hohen Zahl an hispanischen Zuwanderern einfach anpassen muss. Land of Opportunities. Und Key West ist halt eine Enklave in SoFla, die recht American geblieben ist, hier finden sich ja eher lustige, quirkige "Outlaws" ein, die keine Lust mehr auf ein Leben in der richtigen Zivilisation haben und hier ein Business aufmachen und oft nie wieder zurück "in die Welt" reisen, außer vielleicht mal zu Thanksgiving...

Einige dieser Beispiele ist der Taxifahrer, der uns vom Flughafen zum Hotel brachte: Er war 65, in seinen ersten 30 Lebensjahren 4mal verheiratet und Banker in NYC, hectic life, great money - bis er einmal im Suff während des Scheiterns seiner vierten Ehe spontan nach Key West gereist ist und beschlossen hat, für immer hier zu bleiben. Er fährt jetzt, nach unzähligen anderen Unternehmungen in den letzten 30 Jahren, Taxi und ist happy as a hippo. :) Ein "Conch" wie er im Buche steht: lange weiße Haare und langer weißer Bart, das Taxi hatte, wenn man ganz genau hinroch, ein feines Marihuana-Aroma, und zwischen den Vordersitzen stand die individualistisch mit Stickern beklebte Gitarre, mit der "BJ" sich das Warten zwischen den Taxifahren musikalisch verkürzte.

Weitere Highlights unserer Reise waren das Karaokesingen in Rick's Bar (das ist ein MUSS auf jeder meiner Key-West-Touren, da müssen alle meine mich begleitenden Freunde und Freundinnen stets dran glauben...) und das spektakuläre Frühstück im rustikalen Diner "Blue Heaven" mit seinen lustigen Schildern, siehe Fotos:

 

So, das war's erstmal zum Thema Key West zum vierten Juli Weekend - meine Reisen danach gingen nach Nevada, Kalifornien, Naples, Deutschland und Argentinien - da werde ich nächste Woche eine Auswahl zusammen stellen und wieder einen neuen Blog posten - jetzt bin ich nämlich wieder vernetzt und mit Computer 24/7! :) Hier noch ein letzter Eindruck von Key West und euch allen ein tolles Wochenende!!


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Über mich

Daniela Boettcher

Seit sechs Jahren lebe ich mitten im schönen Art-Déco-District in Miami Beach. Nach meinem Praktikum habe ich mich selbstständig gemacht und hier eine Fremdsprachen-Agentur namens TRILINGUA gegründet, die Sprach-Dienstleistungen unterschiedlichster Art anbietet: von Spanisch-, Englisch- und Deutschunterricht über Übersetzungen bis zu Copywriting und Proofreading. Außerdem unterstütze ich Praktikanten, Studenten und Sprachschüler bei ihrer temporären Relocation nach Miami – helfe z.B. bei Wohnungssuche oder biete Fahrradverleih und Flughafen-Pickup an. In meinem Blog werde ich euch mehrmals wöchentlich davon berichten, was in South Beach los ist und wie ich hier meine Freizeit gestalte: Dazu gehören neben Partytrends auch meine Leidenschaft Sport und mein Baby Linus!

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