Wir befinden uns im Jahre 2010 nach Christus. Ganz Florida ist von der Immobilienkrise betroffen. Ganz Florida? Nein! Ein von unbeugsamen Menschen bevölkertes Fleckchen hört nicht auf, dem allgemeinen Niedergang Widerstand zu leisten …
Klingt bekannt? Frei nach »Asterix und Obelix« scheint sich im von der Real-Estate-Krise gebeutelten Sunshine State tatsächlich eine kleine Enklave von der trüben Wirklichkeit abgekoppelt zu haben. Gemeint ist Port Royal, Wohnort der Reichen und Mächtigen in Naples. Jüngster Beweis für die »splendid isolation« des Viertels: der Verkauf eines Anwesens für 16,7 Millionen Dollar.
Es sei das »teuerste Haus, dass hier seit 2007 den Besitzer gewechselt hat« bestätigte die Maklerfirma Gulf Coast International Properties, die den Käufer vertrat. Man glaubt's ihr gerne. Mit fast 40 Metern direktem Strandzugang und sechs Schlafzimmern gehört die in mediterranem Stil errichtete Villa aber auch tatsächlich zu den auffallenderen Anwesen im noblen Villenviertel.
Immerhin: Ursprünglich wollten die Eigentümer Jon D. and Sallie F. Wright 23 Millionen Dollar für ihr opulentes Heim haben. Dass es am Ende sechs Millionen Dollar weniger wurden – sie werden es verschmerzen. Der neue Besitzer ist übrigens ein Konzern aus dem Mittleren Westen, die die »Mac Mansion« als Ferienhaus für seine Angestellten erworben hat. »Pack' die Badehose ein«, möchte man den glücklichen Mitarbeitern zurufen, die hier demnächst ihre Sommerfrische verbringen. Oder vielleicht doch eher das »kleine Schwarze« …

(Foto: Dirk Rheker)
(Foto: Alexander Rheker)
(Foto: Dirk Rheker)








