Sarah
Sarahs Blog

Sarah - erzählt vom American Way of Life

Occupy Wall Street und 9/11 Memorial

19. Oktober 2011

Am Wochenende haben wir das neue 9/11 Memorial besichtigt, doch vorher statteten wir dem nahegelegenen Zuccotti Park einen Besuch ab. Dort halten sich seit einigen Wochen die Demonstranten der "Occupy Wall Street"-Bewegung auf.

Die Protestaktion "Occupy Wall Street" startete Mitte September ursprünglich direkt auf der Wall Street. Mittlerweile sind die Demonstranten, die die soziale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten anprangern, in den benachbarten Zuccotti Park umgezogen. Den Park haben sie kurzerhand in "Liberty Plaza" umbenannt.

In den vergangenen Wochen fiel mir immer wieder auf, dass die Bewegung in den amerikanischen Medien etwas anders dargestellt wird als in den deutschen. Da wir an diesem Tag ganz in der Nähe der "Action" waren, wollte ich mir einmal mein eigenes Bild zur Protestaktion machen.

Während "Occupy Wall Street" in den deutschen Medien meiner Ansicht nach als eine gut organisierte Bewegung porträtiert wird (die mittlerweile auch nach Deutschland und andere Länder übergeschwappt ist), hört man in den US-Medien öfter die Kritik, die Forderungen der Demonstranten seinen zu wage, die Protestler selbst nur ein paar Hippies, die kostenlos essen und im Park "abhängen" wollen.

Meine Eindrücke vor Ort haben letztendlich beide Seiten beleuchtet. Als wir am Park ankommen, sind neben unzähligen Polizisten auch zahlreiche Fernsehteams vor Ort, die aktive Demonstranten interviewen und filmen. Doch dahinter gibt es aber auch die Fraktion, die Gitarre-spielend und Marihuana-rauchend mehr dem gemütlichen Beisammensein als den eigentlichen Demonstrationen zugewandt ist. Alles in allem ein skurriles Spektakel, das mittlerweile viele Touristen anlockt.

Impressionen aus dem Zuccotti Park

Kein Wunder, liegt der Park doch in Downtown Manhattan und somit in nächster Nähe zu beliebten Touristenattraktionen wie der Statue of Liberty oder Wall Street. Auch die World Trade Center Site (ehemals "Ground Zero") ist ein großer Anziehungspunkt für Touristen. Jeder möchte den Ort des schrecklichen Geschehens einmal gesehen haben, inne halten und die aus dem Boden sprießenden Neubauten des neuen World Trade Center-Komplexes begutachten.

Seit Mitte September hat nun auch das offizielle 9/11-Memorial eröffnet. Wer sich die zwei symbolischen Wasserfälle, die für die gefallenen Türme stehen, aus nächster Nähe anschauen möchte, muss sich zunächst einen Visitor's Pass über die Webseite des Memorials besorgen. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch schon viele Wochen im Voraus ausgebucht.

Nach ausgiebigen Sicherheitskontrollen sind auch wir am Memorial angekommen und lassen das Denkmal auf uns wirken. Die Geschehnisse der Katastrophe werden einem hier wieder sehr gegenwärtig. Nur eine begrenzte Menge an Menschen darf zur gleichen Zeit auf die Anlage, so dass der Park keineswegs überfüllt ist. Das neue WTC1, das höchste der sieben geplanten Gebäude, kann man von der Parkanlage besonders gut betrachten. So herrscht eine gemischte Stimmung – zum einen aus dem Gedenken an die erschütternde Vergangenheit und zum anderen aus dem Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft.

9/11 Memorial

Das WTC1

(Fotos: © Florida Sun Magazine)


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Endlich Herbst!

11. Oktober 2011

Der Herbst ist definitiv meine Lieblingsjahreszeit in den USA. Nicht nur, weil nach der Sommerpause endlich wieder die neue Saison voller Events und Festivals startet, sondern auch wegen des traumhaften Indian Summers.

Während der Herbst in Deutschland in meiner Erinnerung immer grau und kalt war, herrschen hier im Nordosten weitestgehend milde Temperaturen und perfektes T-Shirt-Wetter. (Heute in New York: Sonnig und 25 Grad.) Die bunt gefärbten Laubwälder paaren sich mit einem meist strahlend-blauen Himmel.

In einigen Wochen steht nun Halloween vor der Tür. Da wollen die eigenen vier Wände natürlich thematisch geschmückt sein. Seit meinem Austauschjahr in Texas ist das Pumpkin-Carving eine meiner liebsten Herbst-Traditionen. Ein selbst ausgehüllter Kürbis mit Grusel-Grimasse darf in keinem US-Haushalt fehlen.

New Yorker kaufen ihren Kürbis in der Regel im Supermarkt, aber am Wochenende haben wir einen Ausflug zu einer echten Pumpkin-Farm unternommen. (Vorsicht, Großstädter, es geht in die Natur!) Für Kids waren Traktorfahrten und ein Strohlabyrinth im Angebot und wir Erwachsene konnten die grell-orangenen Kürbisgewächse in jeglichen Formen und Größen bestaunen. Und natürlich auch das ein oder andere Exemplar mit nach hause nehmen ...

Einfach traumhaft, dieser Herbst!

  
     (Fotos: © Florida Sun Magazine)


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Brooklyn + Berlin = Berlyn

03. Oktober 2011

Am Wochenende ging es hinaus aus Manhattan zu einem Konzert in der Brooklyn Academy of Music (BAM) im Stadtteil Fort Greene. Durch Zufall entdeckten wir dort das Restaurant Berlyn, gleich gegenüber der Konzerthalle.

"A great find", wie man auf Englisch sagen würde, denn das Restaurant brachte mir an diesem Abend unerwarteter Weise ein Stückchen Heimat auf den Dinner-Teller. Berlyn, das steht für einen Hauch Brooklyn mit einem guten Schuss Berlin.

Dieser coole Mix spiegelt sich zu allererst in der Inneneinrichtung wieder. Betritt man das Restaurant, findet man eine hippe Bar (mit leckeren Cocktails!) auf der einen und ein rustikales Restaurant auf der anderen Seite. An den Wänden hängen hölzerne Schnitzereien und zahlreiche Schilder mit deutschen Aufschriften. Schon um 18 Uhr sin die Tische voll besetzt. Unter den Gästen sind hippe, junge Brooklynites aber auch alteingesessene New Yorker. Ein cooler Mix. Berlyn eben.

Wir finden Platz auf der Terrasse, die hier "Biergarten" genannt wird (die Bezeichnung zieht bei den Amerikanern immer) und bestellen Flammkuchen und Schnitzel. Außerdem auf der Karte: Labskaus, Maultaschen, Gulasch und vieles mehr. Zum Nachtisch bestellen wir uns Apfelstrudel, weil der süße Apfelduft zuvor vom Nachbartisch so verlockend herüber zog.

Von der Terrasse aus haben wir einen fantastischen Ausblick auf die untergehende Sonne und die ankommenden Konzertbesucher. Und wir verabschieden uns langsam von Berlyn, zahlen unsere Rechnung bei der deutschsprachigen Bedienung, und kehren zurück ins pure Brooklyn.

(Foto: © Florida Sun Magazine)


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Begegnung mit dem Pfeilschwanzkrebs

21. September 2011

Bei einem Ausflug nach Long Island am Wochenende entdeckte ich am Strand ein lebendes Fossil – den Pfeilschwanzkrebs, dessen Spezies über 400 Millionen Jahre alt ist.

Bis zu 60 Zentimeter lang werden diese "Tierchen". Kein Wunder also, dass ich erstmal einen Schrecken bekam, als ich den ersten Krebs am Strand sah. Es war meine erste Begegnung mit dem Pfeilschwanzkrebs, denn die Art kommt gar nicht in Europa vor. Vorwiegend sind die Krebse an der amerikanischen Atlantikküste und in Südostasien zu finden. Sie leben im flachen Wasser an Sandküsten, was erklärt, warum man sie auch mal am Strand antrifft. Die englischsprachige Bezeichnung ist übrigens "horseshoe crab", weil sie einen etwa hufeisenförmigen Körper haben. Warum wir sie im Deutschen "Pfeilschwanzkrebs" nennen, ist auf den Bildern unverkennbar ...

  (Foto: © Florida Sun Magazine)


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Über mich

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Wer einmal in den Vereinigten Staaten gewesen ist, weiß, dass der American Way of Life ansteckend ist. Immigranten aus aller Welt zog es schon vor Jahrhunderten in die "neue Welt" und auch heute noch ist das Land eines der beliebtesten Auswandererziele. Auch bei mir lief es nicht anders. Nach einem Schüleraustausch in Texas, einem Studium der Amerikanistik mit Auslandssemester in Wisconsin und einem anschließenden Praktikum in Florida lebe ich nun erneut im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In meinem Blog berichte ich aus meiner neuen Heimat - der pulsierenden Metropole New York - und erzähle von meinen alltäglichen Erfahrungen im Großstadtdschungel. Zudem gebe ich all denjenigen Tipps, die gerne eine zeitlang in Amerika leben möchten.

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