Sarah
Sarahs Blog

Sarah - erzählt vom American Way of Life

Memorial Day – Tag des Gedenkens und Sommerbeginn

23. Mai 2012

Jedes Jahr am letzten Montag im Mai wird in den USA der Memorial Day gefeiert. An dem Feiertag wird den im Krieg Gefallenen gedacht. Zudem gilt der Memorial Day auch landesweit als Beginn der Sommersaison – außer natürlich in Florida, denn dort herrscht ja immer Sommer ...

Der Feiertag wird auf Bundesebene begangen und in allen US-Bundesstaaten zelebriert. Obwohl der Memorial Day nicht verpflichtend arbeitsfrei ist, bleiben viele Unternehmen geschlossen. Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten wird die amerikanische Flagge traditionell bis mittags auf Halbmast gehisst.

In diesem Jahr fällt der Memorial Day übrigens auf den Pfingstmontag. Somit ist es eine der seltenen Ereignisse, bei denen in Deutschland und den USA zeitgleich ein gesetzlicher Feiertag herrscht.

Und wie feiern die Amerikaner? Nun, hauptsächlich im Freien – mit Barbecues und Picknicks. Schließlich wird an diesem Tag der langersehnte Sommer zelebriert. Viele Hotels erhöhen passend dazu auch gleich ihre Preise für die anstehende Sommersaison.

Übrigens darf fortan auch ganz offiziell wieder weiß getragen werden, denn in den USA gibt es ein altes Sprichwort: “No white after Labor Day.” Weiß gilt der Tradition nach als strikte Sommerfarbe und sollte somit nicht zwischen Labor Day (im September) und Memorial Day getragen werden. Ab Montag dürfen wir also wieder unsere blütenweißen Hosen und Röcke aus dem Schrank hervorholen ...

(Foto: © Sascha Burkard)


Anglizismen, die kein Amerikaner versteht

02. Mai 2012

Wir Deutsche lieben ja unsere Anglizismen. Besonders in der Unternehmersprache wimmelt es nur so von "denglischer" Fachsprache. Dass allzu oft nicht mal ein Amerikaner versteht, was mit dem englischen Begriff eigentlich gemeint ist, scheint nebensächlich ...

Fragen Sie doch zum Beispiel mal einen Amerikaner nach seinem "Handy". Er wird sie nur schief anschauen.

Gestern las ich dann einen Bericht in den deutschen Medien, der mit neumoderner Unternehmersprache geradezu vollgestopft war. In dem Bericht ging es ums "Bossing". Dabei handelt es sich, so der Autor, um das Mobbing von Arbeitnehmern durch den Vorgesetzten. Als ich dann einen Amerikaner fragte, ob er von dem Ausdruck schon mal gehört hat, bekam ich ein klares "Nein" zur Antwort. Selbst der Begriff "Mobbing" war ihm nicht geläufig. (Im Englischen heißt es übrigens "harassment" oder "bullying").

Warum nur erfinden wir also Worte, die zwar englisch klingen, die jedoch im englischsprachigen Raum niemand benutzt?

Und dann gibt es natürlich noch solche Anglizismen, die sich bei uns irgendwie eingeschlichen haben, die man aber eigentlich auch wunderbar mit einem deutschen Begriff ersetzen könnte. "Franchising" ist nichts weiter als ein Konzessionsverkauf, ein "Briefing" ist eine Einweisung oder eine Unterrichtung der Mitarbeiter und ein "Top Seller" ist ein Spitzenverkäufer oder bestverkaufendes Produkt.

Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? In einem Land, in dem eines der meistverkauften Männermagazine (quasi ein Top Seller!) für seine Einwohner unaussprechlich ist (= Men's Health), ist scheinbar alles möglich. 

Mein amerikanischer Freund, den ich zu all dem befragte, konnte dazu nur den Kopf schütteln. "Warum macht ihr das?" fragte er mich. Und ich bin in der Situation, die seltsamen Eigenheiten meiner Landsleute erklären zu müssen. Dabei bin ich selbst völlig ratlos. Aber das ist auch egal, denn, Sorry, ich muss jetzt schnell los, mir meinen Coffee to Go holen und dann schnell in ein Meeting ...


Kulinarischer Kurztrip nach Miami

11. April 2012

Was gibt es schönes, als im März – wenn es noch fast überall auf der nördlichen Hemisphäre kalt und grau ist – für ein paar Tage nach Miami zu fliegen? (28 Grad, Sonnenschein und Strand garantiert!) Und wie bei jede Reise läuft bei mir auch in Miami am Ende alles auf die Kulinarik hinaus ...

Es herrschen traumhafte Temperaturen, als wir am Miami International Airport landen. Und was gibt es besseres, als sich nach einem dreistündigen Flug erstmal eine Erfrischung zu gönnen? Für mich bedeutet das, zumindest in Florida, ein Stück limonig-süßer Key Lime Pie im Restaurant "Nine" auf dem Ocean Drive. Wen stört es da schon, dass es bereits nach Mitternacht ist. Hhm, lecker!

Key Lime Pie bei Nacht

Am nächsten Morgen starten wir mit einem frisch gepressten Fruchtsaft ("Smoothie") von Juice & Java. Die fruchtige Kombination aus Ananas, Orange, Möhre, Banane und Ingwer schmeckt nicht nur super, sie stärkt auch für den Tag. Schließlich wollen wir für Sightseeing, Strandausflug und Co. gut gerüstet sind.

Ein weiteres kulinarisches Highlight unserer Reise ist das Lunch im "Dolores but you can call me Lolito" in Miamis Stadtteil Brickell. Unter der schattigen Überdachung genießen wir auf der schicken Terrasse des Restaurants das einzigartige Ambiente dieser sympathischen Großstadt mit Karibikflair.

Die Speisekarte im "Lolita" bietet eine clevere Mischung aus Vorspeise und Hauptgericht zum "Flatrate"-Preis. Die modernen, ausgefallenen und allesamt schmackhaft klingenden Gerichte machen uns die Wahl nicht gerade leicht. Letztendlich entscheide ich mich für einen Rucola-Salat mit Wassermelone und Schafskäse. Für das Entree wähle ich das Wildpilz-Risotto. Während wir uns die sommerlichen Gerichte schmecken lassen, genießen wir die Panoramaaussicht auf die Downtown-Skyline.

Rucola-Salat  Pilz-Risotto

Miami: tolles Wetter UND tolles Essen.

(Fotos: © Florida Sun Magazine)


Bargeldlos gleich sorgenlos?

12. März 2012

In den USA kann man nahezu überall bargeldlos zahlen. Den Kaffee beim Starbucks, die Taxifahrt, ja sogar die antike Uhr auf dem Flohmarkt. Wirklich praktisch, denn so muss man kaum noch Cash bei sich tragen. Doch ist bargeldlos auch immer gleich sorgenlos?

Wenn ich hier in den USA Besuch bekomme und wir etwas unternehmen oder ins Restaurant gehen, höre ich früher oder später eigentlich immer die selbe Frage: "Kann man dort auch mit Karte zahlen"? Für die Deutschen ist das nicht selbstverständlich.

Das habe ich auch während meines letzten Heimaturlaubs wieder gemerkt. Jedes Mal, als ich meine Kreditkarte gezückt habe, hieß es: "Sorry, nur EC-Karte" oder "Sorry, nur Bargeld". Manchmal wurde ich auch nur ganz entsetzt angeschaut, ganz nach dem Motto: "Was haben Sie denn vor?"

Und wenn man doch mal mit Plastik zahlen konnte, brauchte es meist eine ganze Minute, bis das Kreditkartengerät den Vortrag bearbeitet hatte. In den USA dauert das ganze nur wenige Sekunden. Selten wird dabei jedoch die Unterschrift kontrolliert oder nach dem Ausweis gefragt. 

So praktisch das bargeldlose Zahlen in den USA also auch ist, es gibt definitiv Sicherheitsbedenken. Zweimal haben sich Kreditkartenbetrüger schon daran versucht, an meine Daten zu kommen. Zwar ist mir nie ein Schaden entstanden (viele Karten bieten hier einen guten Schutz), aber trotzdem war es eine Unannehmlichkeit, jedes Mal wieder eine neue Karte zu beantragen.


Auslandsnachrichten

15. Februar 2012

Ich bin froh, dass es das Internet gibt. Denn so kann ich mich auch aus den USA über das Weltgeschehen informieren – den Öffentlich-Rechtlichen sei dank! Hier in Amerika gibt es leider nur wenige Medien, die sich intensiv mit Auslandsnachrichten beschäftigen. In Deutschland hingegen haben die "international News" einen höheren Stellenwert. Ihr glaubt, diese Aussage sei oberflächlich und übertrieben? Au contraire! Denn genau das wurde nun auch von einer akademischen Studie bestätigt.

Die Universität Hohenheim erforschte nun zusammen mit Partner aus 18 weiteren Nationen die Auslandsberichterstattung der jeweiligen Länder. Was dabei heraus kam? Über die Supermacht USA wird weltweit am meisten berichtet. Ironischerweise interessieren sich die Amerikaner im Vergleich zu anderen Nationalitäten derweil am wenigsten für das, was im Rest der Welt passiert.

Deutschland hingegen hat laut der Studie ein überdurchschnittlich hohes Interesse am Weltgeschehen. Und weil auch ich wissen möchte, was außerhalb der USA so geschieht, greife ich hier auf Online-Medien aus Deutschland zurück, die mich schnell und kompakt auf den neuesten Stand bringen.

Die USA toppen zwar alles, was Entertainment betrifft (die neuesten Shows, die actionreichsten Blockbuster, die glamourösesten Preisverleihungen), aber manchmal muss man eben das beste aus beiden Welten vereinen, um gut entertained und gut informiert zu sein. :)


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Über mich

Sarah

Wer einmal in den Vereinigten Staaten gewesen ist, weiß, dass der American Way of Life ansteckend ist. Immigranten aus aller Welt zog es schon vor Jahrhunderten in die "neue Welt" und auch heute noch ist das Land eines der beliebtesten Auswandererziele. Auch bei mir lief es nicht anders. Nach einem Schüleraustausch in Texas, einem Studium der Amerikanistik mit Auslandssemester in Wisconsin und einem anschließenden Praktikum in Florida lebe ich nun erneut im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In meinem Blog berichte ich aus meiner neuen Heimat - der pulsierenden Metropole New York - und erzähle von meinen alltäglichen Erfahrungen im Großstadtdschungel. Zudem gebe ich all denjenigen Tipps, die gerne eine zeitlang in Amerika leben möchten.

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