Viel los in New York City dieser Tage. Log ging es mit dem “Marriage Equality Act”, mit dem nun auch im Bundesstaat New York Homosexuelle heiraten dürfen. Bürgermeister Bloomberg ist ganz angetan (lockt das Gesetz doch eine brandneue Touristengruppe in den Big Apple) und stellte sogar seinen Amtssitz für erste Eheschließungen zur Verfügung.
Der Andrang der Heiratswilligen am ersten Wochenende war so groß, dass die Hochzeitstermine schließlich verlost werden mussten. Durch die Presse ging die Story eines lesbischen Ehepaares, die um 9:02 Uhr zu einen der ersten Hochzeitspärchen zählten. Das bleibende Bild: Connie, 85, steht mit Gehhilfe vor der Standesbeamtin, als sie ihrer langjährigen Liebe Phyllis, 75, unter Tränen das Jawort gibt. Seitdem ist in New York ein regelrechter Hochzeitswahn ausgebrochen. Gleichgeschlechtliche Paare strömen aus ganz USA (ja sogar aus dem Ausland) in die Stadt, die niemals schläft. Dass ihre Hochzeit in anderen US-Bundesstaaten nicht anerkannt wird, ist dabei nebensächlich. Vorerst geht’s ums Zelebrieren!
Am vergangenen Wochenende fand im Central Park eine große Massen-Hochzeitsfeier für Homosexuelle statt. Hut ab denjenigen, die sich in der brütenden Hitze im Freien trauten. Denn noch immer herrscht in New York Hochsommer-Heat. Allerdings ist es längst nicht mehr vergleichbar mit den Temperaturen von vor zwei Wochen. Mit 38 Grad im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit traute sich keiner mehr vor die Tür, wenn er nicht musste. New Yorker nahmen lieber ein klimatisiertes Taxi, als sich in die stickigen U-Bahn-Schächte zu drängen, die bei den Rekordtemperaturen kaum auszuhalten waren. Leute fielen in Ohnmacht. Es gab Stromausfälle. Die städtischen Werke lagen uns ans Herz, nur so viel Strom zu benutzen wie unbedingt nötig. Die Straßencafés waren wie leergefegt, Central Park am Nachmittag menschenleer.
Was schafft Abhilfe bei solchen Temperaturen? Ein kühles Blondes natürlich (it’s the German in me ...). Gut, dass der New Yorker Biergarten-Hype noch immer kein Ende nimmt. Vor kurzem eröffnete die “Beer Hall” ganz in der Nähe vom Grand Central Bahnhof in Midtown Manhattan und etablierte sich in kürzester Zeit zum Hotspot für junge Geschäftsleute. Nach der Arbeit die Krawatte ablegen, den Kragen aufknöpfen und ab zur deutschen Schlagermusik und Hofbräu-Bier in die Happy Hour. Ein witziger Anblick, diese Mischung aus rustikalem Dekor und deutscher Gemütlichkeit und mittendrin ein Haufen amerikanischer Business-Leute in Anzügen. Unbedingt mal reinschauen, wenn ihr selbst in New York seid!

(Foto: © Florida Sun Magazine)
(Foto: © Florida Sun Magazine)





