Ania Lenzholzer
Ania Lenzholzers Blog

Ania Lenzholzer – lebt und arbeitet in Miami

Wunderland im Süden Miamis: Ein Besuch in den Pinecrest Gardens

19. Dezember 2014

Einer der Orte in Florida, die ich besonders mag und regelmäßig besuche, sind die Pinecrest Gardens. Einst befand sich auf dem Areal die Touristenattraktion "Parrot Jungle". Nachdem aber die Papageien, und mit ihnen ein Großteil der Touristen, vor rund 10 Jahren nach Watson Island umgezogen sind, ist es dort ruhig geworden. Und mit "ruhig" meine ich nicht "langweilig"!

Denn tatsächlich kann man in dem botanischen Garten erstaunlich viel entdecken. Bei einem Spaziergang durch den dschungelartigen Teil des Parks findet man, neben zahlreichen Schildkröten in den Teichen, viele tolle, teils kuriose, exotische Pflanzen. Wie zum Beispiel die Lauterbach-Fan-Palme!

 (Licuala lauterbachii: Wer hätte gedacht, dass es die gibt!?)

Derzeit sind in den Gardens darüber hinaus die skurrilen Skulpturen des kalifornischen Künstlers Phillip Haas ausgestellt. Die vier riesigen Fiberglas-Köpfe repräsentieren die vier Jahrezeiten und wurden tragen daher den passenden Namen "The Four Seasons".

(Hier im Bild zu sehen sind die Herren Sommer und Frühling.)

Wem die Köpfe übrigens irgendwie bekannt vorkommen, der liegt nicht falsch: Haas hat sich hier von den berühmten Gemälden des alten italienischen Meisters Guiseppe Arcimboldo inspirieren lassen.

Wer mit Kids kommt, der ist auf dem Abenteuerspielplatz oder (im Sommer) auf dem Wasserspielplatz am richtigen Ort. In der höher gelegenen Picknick Area am See kann man die Aussicht genießen und die Seele baumeln lassen.


In der Weihnachtszeit erhellen während den "Night of Lights" dutzende weihnachtliche Lichtdisplays den Nachthimmel, was einen Besuch nach Einbruch der Dunkelheit besonders lohnenswert macht. 

(Platz da, alter Weihnachtsschlitten! Hier kommt Santa natürlich auf dem Alligator angeritten.)

Die "Nights of Lights" finden, an ausgewählten Abenden, bis zum 3. Januar 2015 statt, Phillip Haas' spektakulären "Gemüsekopfe" sind sogar noch bis zum 6. April 2015 zu bestaunen. Der Eintritt in die Pinerest Gardens ist mit 5 Dollar pro Person sogar durchaus erschwinglich. Kinder unter 2 sind frei, Senioren über 65 zahlen nur 3 Dollar.

 

(Fotos: © Ania Lenzholzer)


  

Die Tree Guys: Auf der Hut vor dem Sturm

11. Juni 2014

Der Sommer in Südflorida ist immer auch ein Stück weit Herausforderung für seine Bewohner. Nicht nur, dass Hitze und Luftfeuchtigkeit zumindest das für Mitteleuropäer als angenehm empfundene Maß durchaus überschreiten können. Darüber hinaus beginnt Anfang Juni auch offiziell die Hurricane-Season, was bedeutet, dass man jederzeit auf einen Sturm vorbereitet sein muss.

Also werden im Frühsommer die Vorräte an Wasser und nicht verderblichen Lebensmittel aufgestockt, die Generatoren überprüft und die Hausapotheken auf Vollständigkeit überprüft. Denn während eines schweren Sturms (oder in den Tagen danach) kann es durchaus vorkommen, dass die "normale Infrastruktur" eben nicht normal funktioniert.

Darüber hinaus sollte man in Südflorida einmal im Jahr die Bäume beschneiden lassen. In der Regel wird das eben vor Beginn der Saison gemacht, da die ausgedünnten Bäume weniger Angriffsfläche für Wind bieten und somit nicht beim ersten Tropensturm umkippen und/oder größeren Schaden anrichten.

Für uns war es also höchste Zeit, die Baumbeschneider zu bestellen, schließlich hat die Hurricane-Season bereits begonnen. Allerdings haben wir in diesem Jahr auf eine Empfehlung von Nachbarn zurückgegriffen und nicht, wie in den Jahren zuvor, einen Service mit Leiterwagen beauftragt, sondern die "Tree Guys" angeheuert.

Die kommen ohne schweres Gerät – dafür mit sehr langen Leitern und ohne jedes Schwindelgefühl. So könnnen sie nicht nur die Bäume in der Nähe der Straße beschneiden, sondern auch die abgelegeneren Winkel, wo man mit dem Leiterwagen eben sonst nicht hinkommen würde. Mit fast artistischer Leichtigkeit turnten die Jungs auf über 15 Metern Höhe in unseren Baumkronen herum – mit Motorsäge in der Hand!

Einen ganzen Tag lang kletterten und sägten zwei der "Tree Guys" in den Baumspitzen (natürlich immer mit einem Seil gesichert!), während die anderen beiden die abgeschnittenen Äste wegschleppen mussten: eine ganz schöne Menge Grünzeug, auch wenn maximal 25% einer Baumkrone abgeschnitten werden dürfen (so scheiben es die City Codes von Miami vor). Aber die Jungs waren dabei bester Laune, es wurde gesungen, gepfiffen und rumgealbert. Und letztlich gutes Geld verdient. Vermutlich würden sie ihren Baumjob für keinen Bürojob der Welt hergeben.

Der erste Sommersturm kann also jetzt kommen!

Lieber nicht.

 

(Foto: © A. Lenzholzer; weitere Fotos gibt es auf Instagram unter aniamiami)


  

Ein Abend in St. Petersburg

20. Januar 2014

Einer meiner Lieblingsorte in Florida ist Saint Petersburg. Ich mag den relaxten Charme der Stadt mit den vielen schönen Parks, Straßencafes und Restaurants an der Bay und die sanften "Hügel" von Old North East mit den hübschen alten Häusern und den roten Pflasterstraßen, die an Holland erinnern.

In St. Petersburg ist das Leben weniger hektisch als in Miami, aber es gibt genug zu tun, um sich dort nicht zu langweilen. Grund genug, immer mal wieder dort vorbei zu schauen. Die Fahrt von Miami dauert etwa 4 Stunden, aber wir haben uns diesmal viel Zeit gelassen und ein paar Zwischenstopps eingelegt, sodass wir erst am späten Nachmittag dort ankamen.

Um so nahe wie möglich am quirligen Leben der Innenstadt zu sein, haben wir uns gleich in einem Donwtown-Hotel einquartiert. Von dort aus ließen sich die wichtigsten Punkte in wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Zunächst stand ein Spaziergang an der Uferpromenade an. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf die Tampa Bay mit Ihren kleinen Yachthäfen und dem Pier auf der einen, und den Straub-Park mit der "Skyline" auf der anderen Seite.

Der Pier, beziehungsweise der hintere Teil mit dem Gebäude, ist seit vergangenen Sommer leider geschlossen. Was genau mit der eigenwilligen, 1973 erbauten, umgedrehten Pyramide passieren wird, ist der derzeit nicht ganz klar. Es gab bereits konkrete Pläne für einen Abriss und die Neugestaltung des Piers, aber die Einwohner von St. Petersburg hatten sich im August per Volksentscheid gegen die neuen Pläne entschieden. Was nun mit dem Landmark, das an Werke von Piet Mondriaan erinnert, geschehen wird, bleibt also abzuwarten.

Als es dunkel wurde schlenderten wir durch die Straßen von Downtown, auf der Suche nach einem netten Restaurant zum Abendessen. Viele Lokale dort sind sehr einladend und mit Außengastronomie, aber für uns kam es dann anders als erwartet. Wir entdeckten plötzlich einen kleinen Laden, der unsere Herzen höher schlagen ließ: "Dööners" war dort in großen roten Lettern zu lesen! Für Deutsche mag das nichts besonderes sein, denn im "Homeland" gibt es schließlich an so ziemlich jeder Ecke einen Dönerladen. Aber für Florida-Deutsche mit jahrelanger Dönerabstinenz war diese Entdeckung so etwas wie Weihnachten und Geburtstags zusammen! Wer braucht schon ein schickes Restaurant, wenn man "Dööner" haben kann? Also rein in den Laden.

Wir wurden dort breit grinsend von einem jungen Mann mit langen blonden Dreadlocks begrüßt: "Seid Ihr auch aus Deutschland?" Er hatte unsere glänzenden Augen wohl schon beim Betreten des Restaurants bemerkt. Er selbst war Student in St. Petersburg und war vor einigen Jahren mit seinen Eltern nach Florida ausgewandert. Die Besitzer des Dönerladens wiederum seien Deutsch-Afghanen, so erklärte er uns.

Wärend wir noch unseren deutsch-afghanisch-türkischen Florida-Döner im Straßencafe verputzten, startete plötzlich irgendwo Live-Musik. Unglaublich laute Bässe fuhren uns in den Magen. Wir spülten also unseren Döner mit einem guten alten "Becks" runter (was allerdings in Florida in fast jedem Supermarkt zu bekommen ist) und begaben uns auf die Suche nach dem Ursprung des "Lärms".

Schnell würden wir fündig: nur einen Block entfernt im "Jannus", einer Art cooler Openair-Hinterhof-Konzertbühne mitten in der Stadt. Hier spielten an diesem Abend diverse funkige Rockbands auf. Der Eintritt war frei, die Bands erstaunlich gut. Leider haben wir verpasst, das Lineup im Nachhinein online zu recherchieren.


Nach einigen Songs im "Jannus" ließen wir den Abend schließlich in der "Canopy" Rooftop-Bar ausklingen. Auf der Dachterrasse des Birchwood-Hotels genießt man traditionell einen Cocktail und die Aussicht auf die Bay. Zeit, zu entspannen und Pläne für den nächsten Tag zu schmieden!

(Foto: © A. Lenzholzer; weitere Fotos gibt es auf Instagram unter aniamiami)


  

Und Action! Dreharbeiten in Südflorida

09. Mai 2013

Mein letztes kleines Abenteuer hatte weder mit Alligatoren zu tun, noch mit Hausrenovierung… sondern es handelte sich um einen Arbeits-Ausflug in die 'schöne bunte Fernseh-Welt'.

Bevor ich in die USA gezogen bin, habe ich als Fernseh-Redakteurin gearbeitet, also wusste ich in etwa, worauf ich mich einlassen würde. Das Konzept der Sendung stand bereits, nun galt es also ein geeignetes Haus und weitere Drehorte zu finden, sowie tausend Dinge zu organisieren. Der Großteil des ca. 40-köpfigen Teams wurde dann zu den Dreharbeiten eigens aus Deutschland eingeflogen.

Die Sendung, die hier produziert wurde, trägt den vielversprechenden Namen "Gewinne ein neues Leben - Die Auswanderer Show" und wird bei VOX ausgestrahlt. Dort sind Auswanderer ja schon lange gute Quotenbringer, z.B. bei Goodbye Deutschland oder Auf und davon.


Nun gibt es also ein neues Fernweh-Format. Die Idee der Show ist eine Art Wettbewerb, bei dem 4 Paare 5 Tage lang gegeneinander antreten und mit verschiedenen Aufgaben ihre "Auswanderfähigkeiten" unter Beweis stellen müssen. Jeden Tag muss ein Pärchen, natürlich das mit dem schlechtesten Ergebnis, mit dem Flieger zurück nach Deutschland. Dem Gewinnerpaar winkt ein Jahr lang mietfrei wohnen in einem schicken Haus am Wasser, ein Auto und ein Startkapital als Grundlage für die Auswanderung nach Florida.


Wer würde nicht gerne morgens seinen Kaffee auf dieser Terrasse genießen?

Ein guter Ansporn also für die Kandidaten, alles zu geben. Da mussten dann nicht nur die Beine, sondern auch die Koffer in die Hand genommen werden. Glücklich, wer mit leichtem Gepäck angereist ist!


Und auch mit der örtlichen Polizei gab es bereits erste Begegnungen...


Natürlich habe ich alle 4 Pärchen kennengelernt: alles tolle Leute, die sich nichts mehr wünschen als ein Leben unter Palmen und die dafür ihr Leben in Deutschland sofort zurücklassen würden.

Moderator Jochen Schropp hat zwar keine Auswanderungspläne, war aber während der Dreharbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit gut gelaunt und camera-ready.


Die Show wird derzeit in Köln fertiggestellt und am Dienstag, den 14. Mai um 20h15 bei VOX ausgestrahlt.

Für alle, die sich im Ausland befinden und VOX nicht empfangen können, wird die Sendung auch über voxnow.de (7 Tage kostenfrei) abrufbar sein. Ich bin schon super gespannt!

(Fotos: Stefan Menne für VOX)


  

Ein neuer Garten muss her!

08. April 2013

Das nächste Großprojekt unserer Hausrenovierung hieß: Garten. Auch wenn es im Haus selbst noch einige "offene Baustellen" gibt, haben wir uns entschlossen, zuerst das "Garten-Make-Over" anzugehen. Schließlich sind wir in Florida und halten uns gern und viel draußen auf.

Ein schöner Garten ist uns durchaus wichtig und hat auch beim Kauf des Hauses eine entscheidende Rolle gespielt. Besser gesagt: das Potential, was wir darin sahen. Denn als wir das Haus übernommen haben, war der Garten in desolatem Zustand. Aber uns gefiel die Größe des Grundstücks, der Pool und der alte Baumbestand, der für unseren Stadtteil Coconut Grove so charakeristisch ist. Um den Rest mussten wir uns eben kümmern...

 

... und so rückten eines schönen Tages Arbeiter mit schwerem Gerät in unserer kleinen Straße an. Zunächst wurde nur "aufgeräumt" - mit einem Bagger - denn es musste einiges an Wildwuchs, Steinen und sonstigem Gerümpel entfernt werden. Danach wurde ein neues Sprinklersystem verlegt und der Eingangsbereich neu gepflastert. Erst dann konnte die wirkliche Gartenarbeit beginnen.

Den Arbeiten vorausgegangen war monatelange Planung mit intensivem Wälzen von Büchern über tropische Pflanzen, Besuchen bei diversen Gärtnereien, sowie ungezählten Besprechungen mit unserem Landschaftsgärtner. Zwar haben wir die Gestaltung im Wesentlichen selbst übernommen, aber natürlich brauchten wir immer wieder den Rat eines Fachmanns, denn mit exotischen Gewächsen und deren Bedürfnissen hatten wir keinerlei Erfahrung. Welche Pflanzen benötigen Licht, welche bevorzugen Schatten? Welche sind anfällig für Krankheiten oder Schädlinge?

(vorher : nachher)

Da wir die Struktur und Bäume prinzipiell behalten wollten (und auch mussten, denn die Gesetze zur Abholzung sind streng in Miami!) haben wir uns an den bereits vorhandenen Pflanzen orientiert und diese ergänzt, mit verschiedenen Arten von Palmen, Elefantenohr und Monstera. Für farbliche Akzente sorgen u.a. Ingwer, Helikonien und Hibiscus.

(Ingwer - oben rechts - macht sich nicht nur im Wok gut!)

Erst als alle Bewässerungsrohre und Pflanzen verbuddelt und das neue Natursteinpflaster verlegt war, kam der Rasen an die Reihe. In Florida kommt der Rasen nicht als Rolle, sondern als Fliese und die Gärtner waren einige Tage damit beschäftigt die Grasmatten zu legen. Insgesamt haben die gesamte Arbeiten knapp vier Wochen gedauert, aber die Mühe hat sich gelohnt, denn nun erfreuen wir uns jeden Tag daran!

Nach soviel Arbeit, Lärm und Schmutz (leider nicht nur im Garten!) brauchen wir nun erstmal eine kleine Verschaufpause... Als nächstes werden wir uns dann der Küche widmen!

(Fotos: Ania Lenzholzer)

 


  

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Über mich

Ania Lenzholzer

Ich stamme ursprünglich aus Köln, wo ich viele Jahre als Redakteurin und Produzentin fürs Fernsehen tätig war. Seit 2006 lebe ich mit meinem Mann in den USA. Zunächst ging es für eine Weile nach Kalifornien – seit einigen Jahren sind wir nun glückliche Wahl-Floridianer. Wir genießen das vielseitige Leben in und um Miami, wo es immer etwas Neues zu tun und zu entdecken gibt. Bei Florida Sun betreue ich die Onlineredaktion und gelegentlich arbeite ich mit deutschen TV-Produktionen, die in Florida drehen, bei der Locationsuche oder Produktionsvorbereitung. Nebenbei sind wir damit beschäftigt, ein altes Haus in Coconut Grove zu renovieren. Ein echtes Abenteuer!

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