Claudia Hossiep
Claudia Hossieps Blog

Claudia Hossiep – Maklerin und Autorin in Cape Coral

Das Edison Laboratorium: Original oder Replica?

15. Oktober 2014

Einer unserer Lieblingsplätze in Florida sind die Edison & Ford Winter Estates in Fort Myers. Vor allem die beiden Villen, das Laboratorium und der ausgedehnte Garten am River haben es uns angetan. Hier können wir Stunden verbringen, die Seele baumeln lassen und den atemberaubenden Blick auf den Fluss genießen. Das Beste ist, die Jahresmitgliedschaft kostet in etwa dasselbe wie der einmalige Eintritt in Museum und Garten. So suchen wir dieses wunderschöne Fleckchen Erde immer und immer wieder auf. Doch in diesem Sommer mussten wir mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen, dass das erste Laboratorium Edisons gar nicht im idyllischen Fort Myers steht, sondern im weit entfernten Michigan. Wie wir zu dieser Erkenntnis kommen?

Bei der Suche nach einem Wohnwagen – unser altes Wohnmobil gab uns nicht genügend Flexibilität vor Ort – stellten wir fest, dass RVs jeglicher Art im Norden der USA um viele tausend Dollar günstiger zu bekommen waren, als im heimischen Florida. Wir wurden in Michigan fündig. Warum nicht gleich mit einem Urlaubstrip verbinden? In Michigan angekommen, wurden wir nicht nur mit dem gewünschten RV, sondern zugleich mit einer Unmenge an Reisetipps versorgt. Unser hilfsbereiter Verkäufer Tommy erklärte uns, was wir in Michigan alles sehen müssen. Stutzig wurden wir allerdings, als er uns das Wasser der Michigan Lakes als ideal zum Baden anpries, die Temperatur sollte schon auf 73 Grad Fahrenheit gestiegen sein – für uns Wahl-Floridianer nahe der Frostgrenze! Ein idyllischer Campground, geführt von einer waschechten Holländerin, war für einige Tage unser zu Hause. Von hier aus besuchten wir unter anderem das von Henry Ford mit unglaublicher Liebe zum Detail aufgebaute Greenfield Village.

Vermutlich erwarteten wir eine Art Edison & Ford Winter Estates. Weit gefehlt: Allein die Größe wär einen mehrtägigen Besuch wert gewesen. Als Transportmittel dienen eine Dampflok, Pferdekutschen oder die alten Ford A und Fort T Modelle – alleine die Fahrt in einem dieser Originale ist schon ein Erlebnis an sich.

 

Uns erwartete eine Art Museumsstadt unglaublicher Größe und Vielfalt, von ehemaligen Schulhäusern, Supermärkten, Gästehäusern und Wohnhäusern einstiger Erfinder und anderer bedeutender Persönlichkeiten bis hin zu der Fahrradwerkstatt der Gebrüder Wright, die Manufakturen Fords und Firestones, eine Lokomotiv-Werkstatt und ...

 ... das Original Laboratorium des Thomas Edison. Wie kann das sein, die steht doch im beschaulichen Fort Myers! Wir fragen nach...

 

 

Es heißt, als Henry Ford mit dem Aufbau seines Lebenstraumes in Greenfield Village begann, bat er seinen Freund und winterlichen Nachbarn um sein Labor. Er bot ihm an, das Original Fort Myers Laboratorium nach Michigan bringen zu lassen und in Fort Myers ein neues, moderneres Laboratorium zu erbauen. So kommt es, dass wir in Fort Myers zwar nicht das erste, trotz allem aber ein Original Edison Laboratorium haben. Denn Edison experimentierte auch in seinem zweiten, von seinem Freund Ford gestifteten Museum. Hier versuchte er unter anderem, für den gemeinsamen Freund Firestone einen neuen Rohstoff für die Gummiproduktion zu finden. Edison fand zwar eine Goldrutenart, aus der sich tatsächlich Gummi gewinnen ließ, doch inzwischen waren preiswertere Methoden entwickelt worden, um synthetischen Gummi auf der Basis von Erdöl oder Kohle herzustellen…

Ob erstes oder zweites Labor, ob Original oder Replica, fuer uns sind und bleiben die Edison & Ford Winter Estates ein idyllisches Plätzchen, das immer einen Besuch wert i


  

Der Traum vom Leben in Florida...

12. Juli 2014

... endlich ging er in Erfüllung. Kein Problem, wir sprechen ja ganz gut Englisch. Wir kennen die Gegend, haben Freunde und Bekannte und ein eigenes zu Hause. Wir sind gut vorbereitet.

Doch es ist nicht eine andere Sprache, die uns hier erwartet. Es ist ein anderes Leben, das uns hier erwartet: ein Leben in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent, in einer anderen Kultur. Ein Miteinander mit Menschen, die mit ganz anderen Idealen, anderen Werten und einem anderen Bildungssystem aufgewachsen sind.

Es sind die Kleinigkeiten des Alltags, die das Leben zur Herausforderung werden lassen. Es beginnt mit dem hiesigen Führerschein, so bekommen wir einen Discount bei der Autoversicherung. Wir brauchen eine wind mitigation für eine günstigere Hausversicherung. Wir stellen fest, dass Gesundheitssystem und Krankenversicherung in den USA nichts mit dem uns vertrauten deutschen Absicherungsgedanken zu tun hat. Wir finden heraus, was ein credit score ist und warum eine credit history so wichtig ist. Wir beantragen eine homestead exemption. Wir arbeiten uns durch Mobilfunk-Anbieter und deren Angebote durch. Wir lernen, einen Account beim hiesigen Energieversorger anzulegen, Internetzugang und Fernsehen zu bekommen. Und wir lernen die hiesige work ethic kennen, die uns manches Mal fassungslos sein lässt. Wir machen uns mit hiesigen Feiertagen und Traditionen vertraut.

Wir stellen fest, wie anders die Schulsysteme sind. Wie setzen sich die Noten zusammen? Warum gibt es neben den Buchstaben plötzlich auch noch Zahlen und Prozentsätze? Und jetzt noch ein zusätzlicher reading score? Was ist standardized testing? Und dann kommt die größte Herausforderung für uns Eltern: 12 Wochen Sommerferien. 12 Wochen! Haben wir uns wirklich früher über die 6 Wochen Ferien in Deutschland beklagt? Zumal in den USA ganze 2 Wochen Jahresurlaub keine Seltenheit sind. Das Zauberwort heißt Summer Camps, wir werden fündig und die Kinder haben Spaß – doch der Spaß hat seinen Preis.

Das Leben hier ist nicht etwa komplizierter – nein, es ist einfach nur anders. Und diese Andersartigkeit müssen wir kennen (und lieben) lernen. Das fällt gar nicht so schwer, denn die Menschen hier nehmen uns mit einer unglaublichen Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft auf. Wir lernen schnell, dass am Mythos der Oberflächlichkeit wenig Wahres dran ist. Hier wird nicht gedrängelt und geschubst, die Menschen gehen respektvoll und freundlich miteinander um.

Geduldig erklären uns zahlreiche Hotlines immer und immer wieder, was wir noch nicht wissen, oder nicht verstehen wollen. Und Stück für Stück stellen wir fest, dass auch wir gelassener mit einigen (nicht mit allen) Dingen umgehen und dieses Gefühl des „ständigen gehetzt sein“ abgelegt haben. Sonne und Licht sind eben doch Balsam für die Seele. Mit jeder Fahrt über die zahlreichen Brücken genießen wir die Schönheit des Augenblicks, mit jedem Atemzug die vielseitige Natur, die Nähe zum Meer und die vielfältigen Möglichkeiten in und am Wasser.

Heute fragt mich einer meiner Kunden aus der Schweiz, mit dessen Familie ich auf der Suche nach ihrem Traumhaus hier in Cape Coral unterwegs war: „Seid ihr euch eigentlich darüber im Klaren, wie schön es hier ist? Ihr lebt schon im Paradies!“


(Fotos: © Claudia Hossiep)


  

Über mich

Claudia Hossiep

Vor über 10 Jahren haben wir die Westküste Floridas für uns entdeckt. Mit der Entscheidung, in Florida zu leben, haben wir unseren lang gehegten Traum erfüllt. Meine Familie und ich erfreuen uns Tag für Tag an der Freundlichkeit der Menschen, am schönen Wetter, der Nähe zu den Stränden und den nahezu unendlichen Wassersportmöglichkeiten. Wir genießen das Leben am Wasser und den damit verbundenen Lebensstil. Besonders freue ich mich, meine Leidenschaft für Immobilien – insbesondere solche, die am Wasser gelegen sind – zu meinem Beruf machen zu können. Als Immobilien-Maklerin bei Sellstate Priority in Cape Coral und als Autorin für den Florida Sun Newsletter teile ich meine Liebe zu Florida und dem hiesigen Immobilienmarkt mit anderen Florida-Begeisterten.

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