Max Krammel
Max Krammels Blog

Max Krammel - lebt im Florida Panhandle

Wieder obenauf…

08. Februar 2017
(Foto: © Max Krammel)

Ich hoffe, niemand von unseren Lesern und Freunden hat eine Vermisstenmeldung aufgegeben.

Max Krammel war gefühlt das ganze Jahr abgetaucht, daß hat jedoch seine Gründe.

 

2016 war ein Jahr, dass wir gerne aus unseren Köpfen radieren würden, aber wie heißt es so schön ?

"Niederschläge sind das Salz des Lebens, wenn man wieder aufsteht "

Der interessierte Lesern fragt sich natürlich, was ist denn da alles passiert ?

Genau hier kommen wir wieder zum Zusammenhang unserer Story und dem Leben in Florida, weit entfernt von der europäischen Bürokratie.

Es gibt dunkle und helle Seiten, es wäre ideal, wenn beide sich die Waage halten würden, leider ist das nicht immer der Fall.

- Im vergangenen Jahr habe ich innerhalb von 2 Monaten, meine beiden Eltern verloren.

- MAXimal Tours hatte einen schweren Unfall in Schottland zu verkraften.

- Auf einem Fußballplatz in Augsburg verstarb plötzlich ein sehr guter Freund (Ich berichtete in einem Blog hier im FSM über Franz und Anneliese).

- Ein langjähriger, amerikanischer MAXimal Tours "Partner" hat sich als eine sehr große Enttäuschung entpuppt.

Wo ist der Zusammenhang zum Blog im Florida Sun Magazine?

- Unzählige mal bin ich von Florida nach Ingolstadt gereist und kenne jeden Flughafenmitarbeiter in Chicago bei Vornamen. Die Arbeitsweise von Airlines, bleibt mir jedoch weiterhin ein komplettes Rätsel. Das ist aber wohl so gewollt.

Der neue Präsident behauptet zwar Journalisten sind die unehrlichsten Zeitgenossen. Ich erhebe da Einspruch, Airlines sind auf meiner Liste ganz oben, wer aber wie wir im Tourismus Business arbeitet, muss lernen damit umzugehen.

- Wir mussten einen MAXimal Tours Teilnehmer aus Florida, notfallmäßig von Schottland zurück transportieren. Hier hat sich gezeigt, wie unerlässlich es ist auf solche Situationen perfekt vorbereitet zu sein, dass kann Menschenleben retten.

- …und dann war da noch der amerikanische Freund, den ich jahrelang unter- bzw. überschätzt habe. Man denkt in meinem Alter und mit meinem Background, alles erlebt zu haben, das Gegenteil zeigt sich immer wieder.

Nun aber wollen wir das Gejammere beenden und nach vorne schauen, es liegen große Aufgaben vor uns.

(Dieser Satz könnte auch von einem meiner hohen Vorgesetzten bei der Luftwaffe stammen)

MAXimal Tours bewegt sich 2017 außerhalb Floridas auf Tour, in Ecuador und in den Alpen.

Wir werden jedoch auch wieder von unseren Motorrad-Abenteuern und Gästen hier in Florida berichten.

Wie sagt man so schön?

Wer wie wir im Paradies lebt, hat das Glückslos gezogen, aber auch große Ozeane zu überwinden.

Fazit: In Notsituationen zeigt sich wie wichtig Familie und Freunde sind. Gern vergisst man das im Alltagsleben.

Gutes Gelingen bei allem, was Ihr 2017 auf der Agenda habt.

Max

 


  

Das Hinterland von Nordwest Florida von Einheimischen geliebt, vom Urlauber unentdeckt … Eine unbekannte, aber unglaublich interessante Gegend.

30. Oktober 2015
Fotos: Max Krammel

Zuerst einmal wollte ich mich entschuldigen, habe lange nichts von mir lesen lassen.

Die Toursaison mit MAXimal Tours raubte mir die Zeit. Nun, da die letzte Reise des Jahres gelaufen ist, finde ich selbst einmal Gelegenheit, unbekannte Straßen zu befahren, das ursprüngliche Florida zu erkunden - meine Lieblingsbeschäftigung.

Dabei erforsche ich ganz dünne Striche auf der Karte, die Backroads, teilweise nicht geteert, “Red Dirt Roads” eben.

Manchmal denke ich mir, wenn ich da unterwegs bin und mich unterhalte, diesen Menschen an der Grenze zu Alabama und Georgia ist komplett egal, wer gerade regiert, oder welche Kardashian sich mit wem vergnügt. Beinahe beginne ich sie zu beneiden.

Ich halte auf diesen Fahrten nur an Hinterhoftankstellen und esse nur in Restaurants, wo mindestens 5 Pickup Trucks vor der Tür stehen. Da kann ich sicher sein, die „Locals” zu treffen und das Neueste aus der Welt des College-Footballs, von der neusten Shot Gun und anderen, extrem wichtigen Highlights zu erfahren.

So kam ich nach Red Bay, ganz im Norden Floridas. Dieser kleine Ort besteht aus ca. 10 Häusern und drei Kirchen. Diese Kirchen stehen alle auf einer Fläche von etwa der Größe eines Fußballfeldes, getrennt durch die Durchgangsstraße, wo außer mir an dem Tag wohl kein Fremder entlang kam.

Ideal für meine Neugier, ein Stopp war unumgänglich! Es war Sonntagmorgen, 11 Uhr, Gottesdienstzeit in christlichen Gemeinden. In jedem der drei Gotteshäuser war Kirche. Ich dachte mir, die brauchen 3 Organisten und 3 Priester und was sonst noch mal drei!

Unglaublich für einen, der im tief katholischen Bayern aufgewachsen ist. Dort findet man nicht mal mehr einen Priester für eine örtliche Kirche, trotz Kirchensteuer.

Ich stellte mein Motorrad vor der Red Bay Baptist Church ab. In dem Moment musste drinnen einer gemerkt haben, dass ein Unbekannter ums Gotteshaus schlich. Ich wurde sofort, wie so oft, als Australier entlarvt. Bei dem Dialekt...

Rasch und sehr ausgiebig kam ich mit dem Mann aus Red Bay ins Gespräch. Irgendwie kam es mir so vor, als ob er recht froh war, die Kirche zu verlassen und nach dem Rechten zu schauen.

Ich fragte, ob es denn nicht sinnvoller wäre bei den paar Einwohnern, jede Woche die Kirche zu wechseln und somit Manpower zu sparen. Da habe ich aber die Rechnung ohne den Baptisten gemacht, denn er lehnte entrüstet ab. Baptisten in die Methodisten-Kirche oder gar zur Presbyterianergemeinde? Das ginge gar nicht!

Er wurde spürbar misstrauisch, obwohl er vorher erstaunt über mein College- Football-Wissen war. Schnell wandte er sich um und ging zurück in seine Kirche mit dem Baptisten-Gott. Wahrscheinlich dachte er sich noch, diese Australier haben sie nicht alle.

So schwang sich der Mann aus Down Under wieder auf sein bayerisches Motorrad, dem nächsten unbekannten Ziel entgegen, eine weitere Geschichte für den nächsten Blog erleben…

Einen schönen Tag noch und immer dran denken: Florida besteht nicht nur aus Miami, Tampa und Orlando.

 


  

Eine lange Saison ist zu Ende, endlich Zeit für Nachdenkliches

27. November 2014
(Fotos: © Max Krammel)

Viele Monate des Jahres 2014 war ich mit meinen MAXimal Tours & Events Gästen in Amerika und Europa unterwegs. Wieder zu Hause stelle ich fest, dass es recht einzigartig ist wo ich lebe.

Es bleibt nun ohne großen Druck Zeit, die Seele entweder am Strand von Pensacola Beach, oder Downtown in einem Café baumeln zu lassen.

Ich höre immer wieder Vorurteile die europäische Urlauber nach Amerika mitbringen und ertappe mich dabei zu testen, ob da was wahres dran ist.

- Sind alle Amerikaner dick ?

- Sind alle Amerikaner Fast Food verrückt ?

- Gibt es keine Kultur und Geschichte in USA ?

…und vor Allem, sind alle Amerikaner so schlechte Autofahrer ?

Einiges geht mir da durch den Kopf, dass ich hier aber nicht wiedergeben kann. Wie so oft liegt die Antwort wohl in der Mitte.

Würde ich jetzt mit der gleichen Freizeit und ausgeruht in meiner Heimatstadt Ingolstadt in einem Café sitzen, könnte ich mir wohl genau dieselben Fragen stellen.

Was wollte ich denn eigentlich ?

Ach so, über die Schönheiten der Region des Florida “Pfannestieles” berichten.

Jetzt wo die Urlauber aus Pensacola weg sind, stelle ich wieder mal fest, dass es keinen schöneren Strand, fast keine schönere US Altstadt und vor allem keine bessere Zeit gibt, das alles zu geniessen.

Viele sagen immer, der Max der hat sein Hobby zum Beruf gemacht und lebt nun in Pensacola umgeben von weissem Sand und blonden Frauen (was soll daran auszusetzen sein?)

Stimmt, aber wir in Bayern nennen das immer "von nix kummt nix".

Gerade habe ich mit meinem Mountainbike die nicht vorhandenen Berge von Pensacola Beach erklommen, jetzt bleibt auch dazu mal Zeit. Während der Fahrt habe ich mir die Häuser und Hotels am Beach betrachtet, so einzigartig und meist noch keine Hochhausburgen. Mir ist aber auch die Situation eingefallen die ich vorfand, als ich 2005 kurz nach Hurricane Ivan hierher kam. Alles war dem Erdboden gleich gemacht. Ist schon erstaunlich was die dicken, Fast Food - Amerikaner alles auf die Beine stellen. Da muss man als Deutscher auch mal aus Respekt den Fahrradhelm ziehen.

Wer das alles mal erleben möchte (natürlich keinen Hurricane) besucht den Panhandle Floridas.

Pensacola ist reich an Kultur und Geschichte und Downtown Pensacola wird derzeit dank der Investitionen eines Einzelnen komplett renoviert. Auch darüber werde ich demnächst berichten.

Einfach mal in meinen Blog hier reinklicken, da gibt es genug Tipps.

 

Schöne Feiertage

Euer

Max Krammel

 


  

And They Always Come Back

03. Juni 2014
(Foto: © Max Krammel)

They never come back ?

Das zählt nicht für unsere Titelhelden.

Die Geschichte handelt von Anneliese und Franz Fahrmeier, gerade wieder nach genau 90 Tagen Florida Urlaub, nach Augsburg zurückgekehrt.

Eigentlich beginnt es viel früher, eine Jahreszahl wollen wir nicht nennen, denn dann merkt jeder wie alt wir alle mittlerweile geworden sind.

Franz ist nämlich ein Fussballfanatiker (Soccer nennt man das wohl hier) und nebenbei einer der besten Amateurspieler, der mir in meinen Jahren als Aktiver und Trainer über den Weg gelaufen ist.

Das war genau im Jahr 1990 als die Fahrmeiers erstmals USA Luft schnupperten und seitdem ohne dieses Nervengas nicht mehr leben können.

“Ich fahr nach der Saison nach Amerika, dort feiert eine Tante von Anneliese ihren 70.Geburtstag. Die wohnt in Biloxi, Mississippi” sagte mir Franz. Damals hatte ich keine Ahnung wo Biloxi ist, mittlereile wohne ich seit 10 Jahren zwei Stunden entfernt.

So schnell ändern sich die Zeiten.

Damals wusste ich auch noch nicht, dass ich 2005 mit der Luftwaffe nach USA kommen und dort für sieben Jahre meinen Dienst in Pensacola verrichten werde, geschweige das wir eine Motorrad-Tour-Unternehmen gründen und mit MAXimal Tours & Events in diesem Jahr erstmals 20 amerikanische Biker nach Europa bringen und mittlerweile schon sehr vielen Deutschen Motorradurlaubern Florida und die gesamte USA zeigen durften.

Zurück zu Franz und Anneliese, unseren Protagonisten.

“Anneliese wie oft wart ihr denn nun schon da ? ”, ist meine Frage bei der Recherche für diesen Blog gewesen. Die Antwort kam wie aus einer Kanone geschossen. 27 USA Reisen seit 1990. Est immer nur paar Wochen wegen Franz’s Berufstätigkeit, aber mittlerweile nutzen wir das Visa Waiver System voll aus, leider nur 90 Tage.

“ Habt ihr denn nie versucht eine Visum zu bekommen und für immer zu bleiben?”

Nein sagt Anneliese, da waren wir immer gespalten, der Franz braucht seinen Fussball und sein König Ludwig Bier, das ersetzt nicht mal die gute USA Luft.

Und so pendeln die beiden weiterhin zwischen den Welten von American Football und “richtigem” Fussball, sowie von Budweiser und König Ludwig Bier hin und her.

Wir wünschen euch das es noch lange so geht.

Die Macher der Immigration Reform sollten für die beiden Augsburger eine Ausnahme mit einbauen, denn wer so oft schon in einem Land war, liebt es und das sollte ausschlaggebend sein.

 

Max Krammel

 


  

Die große Reise eines kleinen Mannes... da wo sein Papa schon mal war.

24. Dezember 2013
(Foto: © Max Krammel)

Diesmal berichte ich nicht von einer MAXimal & Events Motorradreise, sondern von einer ganz anderen Begebenheit.

Der kleine Felix, mit seiner Mama Tanja und Tante Nicki, besuchten uns und den Nordwesten Floridas, sowie Orlando.

Nichts Besonderes möchte man denken, doch es war was ganz Besonderes.

Felix’s Papa Andy kam vor einiger Zeit tragisch ums Leben und nun begab sich sein kleiner Sohn auf die Reise, die schon seinem Vater viel Freude bereitete und die auch uns unvergesslich ist.

Der erste lange Flug im Bauch eines Fliegers, wo er doch sonst nur die fliegende Dinosaurier aus seiner Spielkiste kennt. Eine komplett neue Welt hat sich Felix erschlossen.

Nervös begibt sich das Trio auf die Reise vom beschaulichen Klingsmoos in Bayern, ins weite Amerika. So viele fremde Menschen und dann reden die alle auch noch Englisch, für den cleveren Felix kein Problem.

Pensacola Beach war die erste Anlaufstation, eine Wohnung am Meer hatten wir für die Drei organisiert. Ideal zum Ausspannen, nach doch sehr hektischen und nervenaufreibenden letzten zwei Jahren.

Natürlich versuchten wir soviel Zeit als möglich mit den Drei zu verbringen, die Zeit des Alleinseins hat aber wohl auch sehr gut getan. Ein Mietwagen machte unsere Besucher von uns unabhängig und Felix’s Begleiterinnen waren ziemlich schnell ortskundig, sie sind das ja gewöhnt vom "Stadtverkehr" in Klingsmoos in Bayern.

Zusammen besuchten wir u.a.ein Casino in Biloxi (Felix nur das Kinderparadies). Die Fahrt mit der Fähre über die Mobile Bay war besonders aufregend, mit dem Schiff über den Ozean mit Felix "Spiderman" als Kapitän.

Auch richtige wilde Delfine im Meer konnte Felix treffen, beinahe sprangen sie zu ihm ins Boot.

Leider verging die Zeit in Pensacola viel zu schnell und die kleine Reisegruppe begab sich weiter nach Orlando zu Shamu und Mickey Maus.

Wir hoffen, es war nicht der letzte Besuch des kleinen Felix in Amerika, irgendwann ist er nicht mehr klein und zeigt vielleicht seinem Sohn Amerika… da wo sein Papa schon mal war.

 

 


  

Seite

1  |

2

vorherige Seite »

Über mich

Max Krammel

Meine Geschichte in Florida begann bereits 2001, als ich mit der Luftwaffe in Panama City verweilte. Während dieser Zeit führte mich mein Weg auch nach Pensacola, wo eine kleine deutsche Luftwaffeneinheit beheimatet ist. Zurück in Deutschland waren sich meine Frau Regine und ich einig, eine Bewerbung für Pensacola einzureichen. Erfreulicherweise wurde diese akzeptiert und wir verlegten unseren Lebensmittelpunkt 2005 in den Panhandle Floridas, wo ich meinen Dienst auf der Navy Airbase Pensacola verrichtete. Regine arbeitet auf der Base als Fitness- und Spinningtrainerin. Seit November 2011 bin ich Zivilist und betreibe das Motorradtour- und Veranstaltungsunternehmen Maximal Tours & Events (www.maximaltours.com). Wir organisieren Motorradtouren in ganz USA und versuchen den Urlaubern, die hauptsächlich aus dem deutschen Sprachraum kommen, die USA so zu vermitteln, wie wir es kennengelernt haben: freundlich, interessant und machmal auch etwas seltsam. Wir freuen uns als Blogger tätig zu sein, um Ihnen aus unserer Wahlheimat berichten zu können – oft natürlich als Reisebericht vom Motorrad aus.

Updates via Email

Wollen Sie über neue Artikel informiert werden?
* Plichtfelder = Eingabe erforderlich
 

Blogsuche

Suche nach:

Weitere Florida Sun Blogs

Kontakt

Fragen, Wünsche, Anregungen

Florida Sun Magazine
8815 Conroy Windermere Road #130
Orlando, FL 32835
USA

Tel. +1 (407) 477-2815
Toll-free: +1 (888) 218-9968
Fax: +1 (407) 293-1179

E-Mail