Mit ESTA-Anmeldung reicht für die USA-Reise ein EU-Reisepass.
Die Gebühren für den spätestens nach zwei Jahren erneut fälligen ESTA-Antrag werden sich ab dem 30. September fast verdoppeln. (Foto © Thomas Nuehnen/Shutterstock.com)
Staatsbürger von Ländern, die am sogenannten Visa-Waiver-Programm teilnehmen, können visumfrei in die Vereinigten Staaten reisen. Dazu gehören unter anderem die Bürger sämtlicher EU-Staaten sowie des Vereinigten Königreichs. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich online über das "Electronic System for Travel Authorisation" (ESTA) registrieren. Wie die Nachrichtenplattform Euronews.com berichtet, wird die dafür zu entrichtende Gebühr, die derzeit noch bei 21 Dollar liegt, ab dem 30. September auf insgesamt 40 Dollar steigen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einer Bearbeitungsgebühr von 10 Dollar und der 30 Dollar betragenden Genehmigungsgebühr. Letztere umfasst ihrerseits eine Reiseförderungsgebühr von 17 Dollar und eine Treasury-General-Fund-Gebühr von 13 Dollar, die dem US-Finanzministerium zufließt. Im Fall einer Ablehnung des ESTA-Antrags erhält der Antragsteller lediglich die Genehmigungsgebühr erstattet.
Die Unternehmen der Reiseindustrie vertretende US Travel Association verurteilte die Gebührenerhöhung. Sie kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die USA einen deutlichen Rückgang der internationalen Besucherzahlen erleben: So sank die Zahl der in diesem Jahr aus anderen Ländern in die Vereinigten Staaten gereisten Personen – ausgenommen jene aus den Nachbarländern Kanada und Mexiko – laut Daten des US National Travel and Tourism Office gegenüber 2024 bislang um 1,6 Prozent. Im vergangenen Juli ging die Zahl der ausländischen US-Besucher gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sogar um 3,1 Prozent zurück.