Das Visa-Waiver-Programm ermöglicht es Bürgern der teilnehmenden Staaten, visumfrei durch Nutzung des ESTA die USA zu besuchen.
Die Anmeldung zum ESTA-Verfahren für einen visumfreien Besuch der USA soll deutlich teurer werden. (Foto © Jack_the_sparow/Shutterstock.com)
Wie Travel Weekly berichtet, soll die Gesamtgebühr für den USA-Besuch unter Nutzung des "Electronic System for Travel Authorization" (ESTA), das Bürger von Staaten nutzen können, die am Visa-Waiver-Programm teilnehmen, von 21 auf 40 Dollar steigen. Ein genauer Zeitpunkt dafür wurde noch nicht bekannt gegeben.
Als Grund führt die US-Regierung laut Travel and World Tour eine "umfassende Neugestaltung der Tourismuspolitik" an, durch die unter anderem die Abfertigung der Besucher effizienter gestaltet und "eine Verbesserung des gesamten Reiseerlebnisses" erzielt werden solle. Tatsächlich sieht das Gesetzespaket auch die Bereitstellung von Geldmitteln zur Modernisierung der Luftverkehrskontrolle, einer Erhöhung des Zollpersonals sowie für Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und der Olympischen Spiele 2028 vor. Andererseits werden die jährlichen Mittel für die Organisation Brand USA, die sich der Vermarktung der Vereinigten Staaten als Reiseziel widmet, von 100 Millionen auf 20 Millionen Dollar gekürzt.
Die Reiseindustrielobbyorganisation US Travel Association begrüßte denn auch zwar die vorgesehenen Investitionen, kritisierte aber die ESTA-Gebührenerhöhung und die Streichung der Mittel für Brand USA. Ihr Vorsitzender Geoff Freeman sprach von "klugen Investitionen", die es "umso schwerer" machten, die "törichten neuen Gebühren und Kürzungen bei Brand USA zu schlucken". Er fügte hinzu: "Diese Gebühren werden nicht reinvestiert, um das Reiseerlebnis zu verbessern, und tragen nur dazu bei, von einem Besuch [der USA] abzuschrecken – in einer Zeit, in der Reisende aus dem Ausland ohnehin schon angesichts hoher Preise und der Art, wie sie [dort] empfangen werden, beunruhigt sind."