ESTA-Antrag
Bei der US-Einreise via ESTA müssen bald auch Social-Media-Aktivitäten sowie verschiedene andere Daten offengelegt werden. (Foto © Tunatura/Shutterstock.com)
Neue ESTA-Anforderungen: Social-Media-Angaben der letzten fünf Jahre
Laut CNBC sieht die Vorlage der U. S. Customs and Border Protection vor, dass beim Stellen des ESTA-Einreiseantrags Angaben zu sämtlichen genutzten Social-Media-Accounts der zurückliegenden fünf Jahre zu machen sind, wie es seit 2019 bereits bei der Beantragung eines Einreisevisums Pflicht ist. Außerdem müssen Antragsteller die US-Grenzschutzbehörde über alle von ihnen genutzten E-Mail-Adressen der vergangenen zehn Jahre sowie Telefonnummern der letzten fünf Jahre informieren und auch Auskunft über ihre Familienmitglieder geben. Des Weiteren ist im Laufe des Antrags ein Selfie hochzuladen. Laut der CBP soll dies helfen sicherzustellen, dass die Person, die den Antrag stellt, tatsächlich rechtmäßige Inhaberin der zur Autorisierung eingereichten Dokumente ist.
CBP-Vorlage: 60-tägige Kommentierungsphase für US-Bürger
Der nun erfolgten Veröffentlichung der Vorlage der CBP schließt sich eine 60-tägige Frist an, innerhalb der US-Bürger Stellungnahmen dazu abgeben können. Anschließend können noch Änderungen daran vorgenommen werden, ehe sie möglicherweise in einigen Monaten in Kraft tritt.
Hintergrund der geplanten Anpassungen im ESTA-Verfahren
Ein Hintergrund der geplanten Verschärfung der Überprüfung der ESTA-Antragsteller ist der Ende November erfolgte Angriff eines aus Afghanistan stammenden Mannes auf zwei Nationalgardisten in der Nähe des Weißen Hauses, die dabei durch Schüsse schwer verletzt wurden; eine der beiden starb später im Krankenhaus. In der Folge kündigte die Trump-Administration eine Ausweitung der Gruppe der Länder an, für deren Bürger ein Einreisestopp gilt – von bisher zwölf auf über 30, darunter neben Afghanistan Somalia, der Iran und Haiti. Dazu kommt nun die weitere Verstärkung bereits zuvor ergriffener Maßnahmen mit der Zielsetzung, möglichst genau zu kontrollieren, wer als Tourist in die Vereinigten Staaten kommt.