Goldcard
Wer 1 Million Dollar lockermachen kann, hat neuerdings die Möglichkeit, eine Goldcard zu beantragen und auf diese Weise schneller und unkomplizierter als mit bisherigen Einwanderungsvisa einen permanenten Aufenthaltsstatus in den USA zu erhalten. (Foto © Yakobchuk Olena/Adobe Stock)
Wie Forbes erläutert, ist die Goldcard darauf hin konzipiert, die bisherigen Investoren-Einwanderungsvisa, insbesondere das EB-5-Visum, zu ersetzen oder jedenfalls eine für viele attraktivere Alternative für sie darzustellen. Während im Rahmen des "EB-5 Immigrant Investor Program" 1 Million Dollar in ein US-Unternehmen investiert und mindestens zehn Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, ermöglicht das Goldcard-Programm, gegen die Zahlung von 1 Million Dollar an die US-Regierung schnell und unkompliziert eine "Permanent Resident Card" und in der Folge auch die US-Staatsbürgerschaft zu erhalten, sofern keine Sicherheitsbedenken dagegen sprechen.
Bereits im Februar dieses Jahres hatte Präsident Trump den Ersatz des E-B-5-Programms durch das Goldcard-Programm angekündigt. Damals sprach er von einer Summe von 5 Millionen Dollar, die finanzkräftige Einwanderungswillige zum Erhalt der goldenen Greencard an die US-Regierung zu zahlen hätten. Das E-B-5-Programm besteht indes zumindest einstweilen weiter, und der Preis für die Goldcard wurde bei nur 1 Millionen Dollar angesetzt, um sie als direktes Konkurrenzprodukt zum E-B-5-Visum zu lancieren. Ob in diesem Preis auch ein Ehepartner und Kinder unter 21 Jahren eingeschlossen sind, bleibt laut Forbes allerdings unklar.
Wer bereit und in der Lage ist, doch noch tiefer in die Tasche zu greifen, soll aber schon bald für 5 Millionen Dollar eine Platinumcard erwerben können. Neben dem permanenten Aufenthaltsstatus soll sie ihrem Besitzer noch nicht näher präzisierte Steuererleichterungen bieten. Da der Einführung eines solchen Programms laut Forbes aber aller Wahrscheinlichkeit nach der Kongress zustimmen muss, wird es wohl noch mindestens so lange auf sich warten lassen, bis ein neues Haushaltsgesetz verabschiedet worden ist.