USCIS-Gebäude in Santa Clara
Nichteinwanderungsvisa für die USA werden wohl ab Oktober deutlich teurer. (Foto © Tada Images/Shutterstock.com)
Während etwa Deutsche, Österreicher und Schweizer, die Ferien in den USA machen wollen, die Möglichkeit haben, visumfrei via ESTA ins Land einzureisen, gilt dies nicht für Staatsbürger jener Länder, die nicht am sogenannten Visa-Waiver-Programm teilnehmen. Für Letztere steigen die Reisekosten demnächst deutlich: Gemäß einem Bericht des Magazins Forbes wird voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2025 bei der Beantragung eines US-Einreisevisums für Touristen oder Geschäftsleute (B-1/B-2) eine sogenannte "Visa Integrity Fee" von 250 Dollar fällig. Dasselbe gilt allerdings auch für fast alle anderen Visa, die nicht der Einwanderung in die Vereinigten Staaten dienen, wie Studierendenvisa (F/M), Arbeitsvisa (H-1B/H-4) und Visa für Praktikanten und Trainees (J, Austauschvisa). Da neben der neuen weiterhin auch die bereits existierenden Gebühren anfallen ("Machine Readable Visa Fee" (MRV), Ausstellungsgebühr ("reciprocity fee"), Betrugsschutzgebühr), können die Gesamtkosten künftig bei mehreren Hundert Dollar liegen.
Reisenden, die die USA innerhalb des im Visum angegebenen Zeitraums wieder verlassen oder ihren Aufenthaltsstatus unter Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Prozedere ändern, wird die Möglichkeit eingeräumt, sich die "Visa Integrity Fee" wieder zurückzahlen zu lassen. Hintergrund davon ist der Umstand, das laut Daten der US-Regierung jedes Jahr Hunderttausende von Reisenden die in ihrem Visum festgelegte maximale Aufenthaltsdauer überschreiten. Wie genau diese Rückerstattung ablaufen wird, ist aber gegenwärtig noch nicht ganz klar. Wie Forbes ausführt,warnen Immigrationsanwälte, dass sich das Verfahren als bürokratisch und langwierig erweisen und bei der Nichteinhaltung aller Formalitäten die Rückerstattung auch verweigert werden könnte. Da die Gebühr regelmäßig an die Inflation angepasst werden soll, könnte sie sich jedes Jahr erhöhen.