Brickell, Miami
Zu den bereits vorhandenen Wolkenkratzern in der Magic City werden in den nächsten Jahren voraussichtlich einige weitere, noch höhere hinzukommen. (Foto © Venu/Adobe Stock)
Laut einem Bericht des Orlando Sentinel wird der 70 Stockwerke umfassende neue Luxuswohnturm, der von der türkischen Okan Group in Downtown Miami errichtet wird, 294 Hotelzimmer, 236 über das Hotel vermietbare Apartments sowie reine 163 Wohnungen umfassen. Bei letzteren, den sogenannten "sky residences" im 51. bis 68. Stock mit Größen von rund 65 bis 193 Quadratmetern, liegt der Einstiegspreis bei 1,25 Millionen Dollar. Die Hotelwohnungen befinden sich im 36. bis 50. Stock, umfassen 42 bis 98 Quadratmeter und kosten ab 750.000 Dollar.
Die Eröffnung des Wohnturms, dessen Tulpenform die Nationalblume der Türkei huldigt, ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Neben dem laut dem Bauherrn größten Dach-Swimmingpool des Landes wird er unter anderem mit einem Fitnesscenter und Yogastudio, einem Spa- und Wellnessbereich samt Sauna und Dampfkabine, einem Weinkeller, einem Spielzimmer für Kinder, einem Theaterraum sowie voll ausgestatteten Businessräumen aufwarten.
Noch höher hinaus wollen die Erbauer des Waldorf Astoria Hotel & Residences Miami, das rund 320 Meter messen und nach Angaben des Nachrichtenmagazins Newsweek voraussichtlich 2028 fertiggestellt wird. Es wird dann das höchste Wohngebäude an der US-Ostküste außerhalb von New York sein.
Doch dies sind nur zwei einer ganzen Reihe von Wolkenkratzern, die sich anschicken, in den kommenden Jahren die Skyline der Stadt zu verändern. Bereits in Planung sind das 888 Brickell by Dolce & Gabbana, das ebenfalls Hotelzimmer und Wohnungen umfassen und 320 Meter hoch werden soll, der Büroturm One Brickell City Centre mit rund 305 Metern Höhe oder auch ein Wohn- und Hotelturm als Neuentwicklung dreier bereits existierender mittelhoher Gebäude an Biscayne Boulevard und Northeast 3rd Avenue, der 291 Meter hoch werden soll.
Die Gründe dafür, dass sich Miami zu einer Art "New York des Südens" entwickelt, liegen laut Newsweek im Zuzug wohlhabender Menschen, die teils aus anderen Bundesstaaten oder dem Ausland stammen und für eine anhaltende Nachfrage nach luxuriösem Wohnraum sorgen, einer Lockerung der örtlichen Zonierungsregeln für Gebäude und dem darauf reagierenden Verhalten von Investoren.