Grüne Leguane, Florida
Baumbewohner, vor denen man sich bei geringen Temperaturen in Florida in Acht nehmen sollte: zwei Grüne Leguane (Foto © jerzy/Adobe Stock)
Einen Kälteeinbruch sieht The Weather Network für Südflorida zwar nicht voraus, gibt aber zu Bedenken, dass selbst Miami, wo die durchschnittliche Tiefsttemperatur Im Januar bei 16,1 Grad liegt, im Laufe der Jahre schon einige Frosteinbrüche erlebt hat. Die bislang geringste in der Region gemessene Temperatur waren demnach –2,7 Grad in West Palm Beach am 20. Januar 1977.
Ganz so kalt muss es für die durch den Menschen in den 1960er-Jahren aus Zentral- und Südamerika nach Florida eingeführten Grünen Leguane, die sich dort seitdem prächtig eingelebt haben und als invasive Art gelten, aber gar nicht werden, damit sie in Kältestarre verfallen: Bereits wenn die Quecksilbersäule unter 4 Grad fällt, fahren die wechselwarmen Echsen ihren Stoffwechsel gezielt herunter, da ihr Körper unter diesen Umständen nicht genügend Wärme produzieren kann, um seine Funktionen normal in Gang zu halten.
Befindet das Tier sich zu diesem Zeitpunkt auf einem Baum, kann es passieren, dass es den Halt verliert und jäh zu Boden fällt, was für das Reptil aber normalerweise glimpflich ausgeht. Für menschliche Flaneure, die sich darunter aufhalten, können die Folgen dagegen weit weniger harmlos sein – schließlich bringen große männliche Leguane bis zu 7 Kilogramm und mehr auf die Waage. Speziell im Großraum Miami gibt es eine relativ groß Population der Echsen. Besucher der Magic City sollten, wenn die Temperatur mal ausnahmsweise steil nach unten geht, daher genau darauf achten, was von oben kommt.