Spitzkrokodil
Ein sich sonnendes Spitzkrokodil am Nine Mile Pond im Everglades-Nationalpark (Foto © Francisco/Adobe Stock)
Mit einer maximalen Körpergröße von 7 Metern stellt das Spitzkrokodil durchaus eine potenzielle Gefahr für Menschen dar. Die Zahl der Zusammentreffen zwischen beiden Arten, bei denen Letztere von einer Echse angegriffen oder gar getötet wurde, ist aber sehr gering, was wohl nicht nur damit zusammenhängt, dass die Anzahl dieser Tiere in Florida trotz der Zunahme ihrer Population in den letzten Jahren bei lediglich rund 2000 liegt; im Unterschied zu anderen Vertretern ihrer Gattung gelten sie nämlich auch als nicht besonders aggressiv.
In einer im November veröffentlichten Presseerklärung weist die Umweltbehörde Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) auf bestimmte Verhaltensweisen von Spitzkrokodilen hin, die von Menschen missinterpretiert werden können. So sind die Echsen mitunter regungslos mit geöffnetem Maul an Land zu beobachten. Dieses als "gaping" ("Klaffen") bezeichnete Verhalten stellt kein Zeichen von Aggression dar, sondern dient den wechselwarmen Tieren, vergleichbar mit den Hecheln von Hunden, der Regulierung ihrer Körpertemperatur. Krokodile, die über Land wandern, suchen dort nicht nach Beute, sondern lediglich nach einem Gewässer, in dem sie sich niederlassen können.
Um auszuschließen, dass eine Begegnung zwischen Menschen und Urzeitechsen einen dramatischen Verlauf nimmt, sollten laut der FWC folgende Verhaltensregeln beachtet werden:
- Sichere Distanz zu den Tieren einhalten.
- Haustiere an Flüssen und Seen an der Leine führen und Kinder insbesondere abends von der Uferkante fernhalten. Haustiere wie Hunde entsprechen in ihrer äußeren Erscheinung sehr den natürlichen Nahrungstieren der Echsen.
- Nur tagsüber in dafür gekennzeichneten Bereichen schwimmen und Haustiere nicht mit ins Wasser nehmen.
- Krokodile niemals füttern – auch keine anderen Wildtiere in Gegenden, in denen Krokodile auftreten können.