Steuerschnitt für Floridas Wirtschaft
Durch den generellen beziehungsweise zeitweiligen Wegfall der Umsatzsteuer auf Gewerbemieten und verschiedene Produkte soll die floridianische Wirtschaft allein im ersten Jahr rund 1,6 Milliarden Dollar einsparen, in den kommenden Jahren könnte der Betrag noch steigen. (Foto © Shahril KHMD/Shutterstock.com)
Wie das Orlando Business Journal ausführt, handelt es sich bei dem Paket einerseits um die bereits im März angekündigte Abschaffung der Umsatzsteuer auf Mieten von Gewerbeimmobilien ab dem 1. Oktober. Allein dadurch sollen Unternehmen im Sunshine State jährlich 1,146 Milliarden Dollar einsparen können. Überdies wird die Umsatzsteuer auf Produkte, die der Hurrikanvorsorge dienen, wie Akkus, portable Stromgeneratoren und Planen, dauerhaft abgeschafft. Dasselbe gilt für bestimmte Artikel, die für Outdoor-Aktivitäten benötigt werden, wie Schwimmwesten, Fahrradhelme, Sonnen- oder Insektenschutzmittel. Zudem entfällt die Umsatzsteuer auf Silber-, Gold- und Platinbarren mit einem Gesamtwert von unter 500 Dollar; für Transaktionen von über 500 Dollar wurde sie bereits in der Vergangenheit abgeschafft. Auch auf die Eintrittspreise in State Parks sowie die Tickets für die Autorennen der NASCAR Cup Series auf dem Homestead/Miami Speedway fällt seit dem 1. Juli keine Mehrwertsteuer mehr an.
Dazu kommen saisonale Steueraufhebungen für Schulartikel jeweils den gesamten August über sowie für Angel-, Jagd- und Campingbedarf inklusive Schusswaffen und Munition alljährlich vom 8. September bis Ende Dezember. Die durch all diese Maßnahmen bedingte Steuerersparnis für die Unternehmen wird für das erste Jahr auf rund 1,6 Milliarden Dollar geschätzt, in den Folgejahren dürften es laut einer von den Gesetzgebern in Auftrag gegebenen Analyse sogar fast 2 Milliarden Dollar werden. Dazu könnten Mehrumsätze kommen, wenn die Unternehmen zumindest einen Teil der Steuerersparnis an ihre Kunden weiterreichen und dadurch die Nachfrage ankurbeln.