Versicherungsschaden
Der lange kränkelnde floridianische Versicherungsmarkt hat sich in jüngster Zeit wieder etwas erholt. (Foto © DALU11/Shutterstock)
Nachdem die Citizens Property Insurance Corporation 2023 noch 1,4 Millionen Gebäude in Florida versichert hatte, sind es mittlerweile nur noch 900.000. Damit ist das vom Staat unterhaltene Versicherungsunternehmen erstmals seit vor Beginn der Coronapandemie nicht mehr das größte im Sunshine State. Grund dafür ist die massiv vorangetriebene Verlagerung von Versicherungsnehmern zu anderen Versicherungsfirmen, um das finanzielle Risiko zu streuen. Experten sprechen laut News 4 Jax von einer Zäsur in Floridas Versicherungslandschaft, die seit Langem mit Problemen zu kämpfen hat.
Laut einem Citizens-Sprecher wurden von dort allein im vergangenen Oktober rund 199.000 Policen an private Versicherer abgegeben. Versicherungsnehmer können von der staatlichen Versicherung zu einem privaten Anbieter wechseln, wenn die von diesem offerierte Prämie in einem Bereich liegt, in dem sich auch mindestens 20 Prozent der von Citizens erhobenen Raten befinden. In vielen Fällen führt dies laut dem Sprecher zu geringeren Versicherungsprämien. Dies habe auf rund 40 Prozent der im Oktober verlagerten Policen zugetroffen.
Nach Angaben von Mark Friedlander vom Insurance Information Institute sind in jüngster Zeit 17 neue Versicherer auf den floridianischen Markt gekommen, auf dem es dadurch nun so viel Wettbewerb gebe wie lange nicht mehr. Daher brauche man sich nun keine Sorgen mehr darum zu machen, dass eine Hurrikansteuer eingeführt werden müsse, um die Kosten künftiger Sturmschäden, die eher zunehmen dürften, tragen zu können. Gemäß Friedlander geht sein Institut davon aus, dass die Zahl der Anträge auf Ratenänderungen und sowie die der Prämienänderungen in Florida in diesem Jahr im Schnitt nur bei 1 Prozent liegen wird, womit der Bundesstaat zum zweiten Mal in Folge landesweit jener mit den geringsten diesbezüglichen Änderungen sei.