Halloween
Halloween in Florida wird zum Nerventest: Die Horror Nights locken mit neuen Schreckmomenten, bekannten Horrorwelten und jeder Menge Gänsehaut. (Foto © Chatchanan / AdobeExpress)
Halloween beginnt in Floridas großen Themenparks längst vor dem 31. Oktober. Die Halloween Horror Nights in den Universal Studios Florida laufen seit dem 28. August, Howl-O-Scream in Busch Gardens Tampa Bay findet vom 11. September bis 31. Oktober statt. Beide Veranstaltungen sind separat ticketpflichtige Abend-Events und richten sich vor allem an Besucher, die deutlich mehr Nervenkitzel suchen als Kürbisse und „Trick or Treat“.
Universal Orlando: Halloween Horror Nights feiern 35 Jahre
2026 ist für Universal Orlando ein Jubiläumsjahr: Die Halloween Horror Nights (HHN) feiern ihr 35-jähriges Bestehen. Aus dem dreitägigen Event „Fright Nights“ mit nur einem Haunted House im Jahr 1991 ist inzwischen eine der größten Halloween-Veranstaltungen der Themenparkbranche geworden. 2026 läuft HHN an 49 ausgewählten Abenden bis zum 1. November.
Das diesjährige Programm umfasst zehn neue Haunted Houses, vier Scare Zones und zwei Live-Shows. Übergreifendes Thema ist der „Infernal Carnival of Nightmares“, ein düsterer Jahrmarkt, über den die bekannten HHN-Figuren Jack the Clown und Dr. Oddfellow als Ringmaster herrschen.
„Stranger Things“, „Sinners“ und Ozzy Osbourne als Haunted Houses
Fünf der zehn Haunted Houses greifen bekannte Filme, Serien oder Musik auf wie WSB-TV berichtet. In „Stranger Things“ gelangen Besucher in die fünfte und letzte Staffel der Netflix-Serie und treffen unter anderem auf Vecna und Kreaturen aus dem Upside Down. „Sinners“ führt in den Mississippi der 1930er-Jahre und in den Club Juke, dessen Eröffnungsabend durch blutdürstige Vampire außer Kontrolle gerät.
Hinzu kommen „Hellraiser“, basierend auf der ursprünglichen Filmtrilogie, und „Evil Dead Burn“. Einen besonderen Platz im Jubiläumsjahr nimmt außerdem „Ozzy Osbourne: Prince of Darkness“ ein. Das Haunted House führt durch eine düstere, von der Musik und Bildwelt des Heavy-Metal-Stars inspirierte Horrorwelt – einschließlich einer Fahrt im „Crazy Train“.
Wie Travel Weekly berichtet, arbeitete Universal für die Ozzy-Attraktion eng mit Sharon und Jack Osbourne zusammen. Insgesamt habe die kreative Entwicklung der Halloween Horror Nights 2026 rund 18 Monate gedauert.
Fünf eigene Horrorwelten von Universal
Die andere Hälfte der Haunted Houses basiert auf eigenen Universal-Geschichten. In „Jack & Oddfellow: Chaos & Control“ steht die Rivalität der beiden zentralen HHN-Figuren im Mittelpunkt. „INVASION: Alien Abduction“ erzählt von einer abgelegenen Farm und außerirdischen Entführungen, während „MADLANDS: Caged Cannibals“ Besucher in eine postapokalyptische Welt führt.
Mit „Cybergoria“ kommt eine weitere dystopische Horrorwelt hinzu, in der Maschinen menschliche Körper für ihre eigenen Zwecke nutzen. Außerdem kehrt der bei langjährigen HHN-Fans bekannte H.R. Bloodengutz mit „H.R. Bloodengutz Presents: A Halloween Fright-Tacular!“ zurück.
Vier Scare Zones und zwei Live-Shows
Auch außerhalb der Haunted Houses bleibt es ungemütlich. Universal hat vier Scare Zones eingerichtet: „Downtown Clowntown“, „Fortnitemares“, den „Infernal Carnival of Nightmares“ und „Sideshow of Decay“. Zusätzlich ziehen unter anderem Chainsaw Hordes durch den Park.
Zwei große Live-Shows ergänzen das Programm. „Stranger Things: Return to Hawkins“ bringt Szenen und Musik aus der Serie mit Projektionen auf große Wasserflächen, Licht- und Soundeffekten auf die Lagune. „Nightmare Fuel: Blood Noir“ kombiniert Musik mit Stunts in einer von Vampiren beherrschten Großstadt.
Busch Gardens Tampa: Howl-O-Scream vom 11. September bis 31. Oktober
An der Golfküste bietet Busch Gardens Tampa Bay eine eigene große Halloween-Veranstaltung. Howl-O-Scream läuft 2026 an ausgewählten Abenden vom 11. September bis 31. Oktober. Das Event beginnt jeweils um 19 Uhr; mit einem gültigen Howl-O-Scream-Ticket ist der Zutritt zum Park bereits ab 17 Uhr möglich. Das Abendticket beinhaltet keinen regulären Tagesbesuch.
Sechs Haunted Houses: „Anaconda“ ist 2026 neu
Insgesamt gibt es bei Howl-O-Scream sechs Haunted Houses. Neu ist „Anaconda: Fear Has No Escape“. Die Geschichte beginnt auf einem verlassenen Filmset im Amazonasgebiet: Eine Filmcrew wollte dort einen neuen „Anaconda“-Film drehen, verschwand jedoch während der Produktion. Besucher folgen den Spuren der vermissten Crew immer tiefer in den Dschungel.
Zurück sind „Stranglewood Estate: RePossessed“, „Circus of Fear: Killer Encore“, „Shadows of Wonderland: Reign of Madness“, „Raven’s Mill“ und „M.A.R.S.“. Mehrere der bekannten Häuser wurden für 2026 mit neuen Storylines versehen.
Sechs Scare Zones und Achterbahnen bei Nacht
Auch Busch Gardens verteilt den Horror über den gesamten Park. Insgesamt gibt es sechs Scare Zones. Auf der aktuellen Attraktionsseite kennzeichnet Busch Gardens drei davon als neu: „Mr. Gleam’s Auto Spa“, „Rootbound“ und „The Punchline: Riot“.
Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Halloween-Veranstaltungen sind die regulären Thrill Rides: Während Howl-O-Scream bleiben zahlreiche Fahrgeschäfte geöffnet. Busch Gardens wirbt ausdrücklich damit, die Achterbahnen und Attraktionen zwischen den Haunted Houses bei Dunkelheit erleben zu können.
Zum Unterhaltungsprogramm gehören außerdem Live-Shows und zusätzliche Event-Erlebnisse. Dazu zählen Themenbars sowie spezielle Angebote wie „Fright Feast“, das Essen vor Beginn der eigentlichen Horror-Nacht mit weiteren Event-Vorteilen kombiniert.
Universal oder Busch Gardens: Welches Halloween-Event passt besser?
Wer bekannte Horrorfilme, Serien und Popkultur erleben möchte, findet bei Universal 2026 besonders viele große Namen. „Stranger Things“, „Sinners“, „Hellraiser“, „Evil Dead“ und Ozzy Osbourne machen einen großen Teil des Programms aus. Gleichzeitig greift Universal zum 35. Jubiläum Figuren und Geschichten aus der eigenen HHN-Geschichte wieder auf.
Busch Gardens setzt dagegen stärker auf eigene Horrorstorys und verbindet Haunted Houses und Scare Zones mit den großen Achterbahnen des Parks. Für Besucher an Floridas Golfküste kann Tampa zudem die kürzere Anreise bedeuten, während Orlando für Urlauber im Zentrum Floridas näherliegt.
Beide Veranstaltungen richten sich ausdrücklich nicht an kleine Kinder. Universal empfiehlt Halloween Horror Nights nicht für Kinder unter 13 Jahren. Busch Gardens bezeichnet Howl-O-Scream als Event für ein reiferes Publikum und warnt vor intensiven Inhalten wie Gewalt, Blut und Gore. Kostüme sind bei Howl-O-Scream nicht erlaubt.
Tipps für die Halloween Horror Nights in Orlando
Wer möglichst viele der zehn Haunted Houses an einem Abend schaffen möchte, sollte früh beginnen. Universal empfiehlt selbst, zunächst die Häuser im hinteren Bereich des Parks anzusteuern, da sich die Warteschlangen im vorderen Bereich häufig früher füllen. Nach Angaben von Universal ist der September außerdem oft weniger stark besucht als der Oktober.
Hilfreich ist auch die Universal-Orlando-App. Dort lassen sich unter anderem die aktuellen Wartezeiten der Haunted Houses und Showzeiten abrufen. Universal weist zudem darauf hin, dass einzelne HHN-Abende ausverkauft sein können und Parken bei einem Standard-HHN-Ticket nicht automatisch enthalten ist.
Weitere praktische Tipps für einen Besuch der Halloween Horror Nights – etwa zu Planung, Wartezeiten und dem Ablauf eines Abends – hat auch Florida Today zusammengestellt.
Halloween in Florida beginnt lange vor dem 31. Oktober
Universal eröffnet seine Horror-Saison bereits Ende August, Busch Gardens folgt im September. Damit erstrecken sich die großen Halloween-Events in Florida über mehrere Wochen – lange bevor am 31. Oktober der eigentliche Halloween-Abend gefeiert wird.
Mehr über Halloween-Traditionen und die Geistersaison im Sunshine State erfahren Leser bei Florida Sun im Beitrag über Halloween in Florida und die Themenparks.
Wer lieber außerhalb der großen Themenparks auf Geisterjagd geht, findet bei Florida Sun außerdem weitere Halloween-Ziele abseits von Disney und Universal. Da der bestehende Beitrag aus einem früheren Jahr stammt, sollten aktuelle Termine und Preise der dort genannten Veranstaltungen vor einem Besuch direkt beim jeweiligen Anbieter geprüft werden.