BBQ Ribs
Mit der Schließung von Smokey Bones verschwindet eine bekannte Adresse für klassische BBQ-Gerichte – ein Beispiel für den Wandel in der US-Gastronomie. (Foto © zukamilov/Adobe Stock)
Die Restaurantkette Smokey Bones hat ihren Betrieb abrupt eingestellt. Laut Berichten von USA Today wurden sämtliche Filialen in den USA geschlossen. Kurz darauf bestätigten auch regionale Medien, dass die letzten Standorte in Florida betroffen sind.
Insolvenz beendet Betrieb landesweit
Die Kette, die 1999 in Florida gegründet wurde, galt lange als feste Größe im Casual-Dining-Segment. Nach Angaben von Florida Today führten wirtschaftliche Schwierigkeiten und ein laufendes Insolvenzverfahren zur vollständigen Schließung.
Auch Patch berichtet, dass die verbleibenden Restaurants im Bundesstaat zuletzt geschlossen wurden. Damit verschwindet eine Marke, die über Jahre hinweg Teil der amerikanischen Restaurantlandschaft war. Die Marke gehört zur FAT Brands, einem internationalen Restaurantkonzern, der unter anderem auch Marken wie Fatburger, Great American Cookies und Round Table Pizza betreibt.
Im Zuge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet sich das Unternehmen im Chapter-11-Insolvenzverfahren, das eine Restrukturierung von mehr als 1 Milliarde US-Dollar Schulden umfasst. Zudem wurde bereits über mögliche Verkäufe von Unternehmensteilen berichtet.
Steigender Druck auf die Gastronomie
Die Entwicklung steht exemplarisch für den zunehmenden Druck auf Restaurantketten in den USA. Steigende Kosten für Personal, Miete und Lebensmittel sowie verändertes Konsumverhalten stellen viele Betreiber vor Herausforderungen. Besonders das Segment der klassischen Casual-Dining-Restaurants verliert zunehmend an Marktanteilen.
Für Gäste bedeutet das vor allem weniger Auswahl bei bekannten Ketten – gleichzeitig gewinnen kleinere, lokale Konzepte an Bedeutung.
Auswirkungen für Florida
In Florida sind die drei Standorte der Restaurantkette Smokey Bones durch die Schließung betroffen: Clearwater (2693 Gulf to Bay Blvd.), Melbourne (1510 W. New Haven Ave.) sowie Orlando (303 N. Alafaya Tr.).
In Florida trifft die Schließung auf eine Gastronomieszene, die sich ohnehin im Wandel befindet. Während nationale Ketten unter Druck geraten, entstehen parallel neue Restaurantkonzepte und regionale Angebote.
Ein Blick auf bestehende Alternativen zeigt, wie vielfältig die Szene bleibt: Southwest Florida – 5 Restaurants mit Kultstatus an Floridas Golfküste bietet einen Überblick über etablierte Adressen, die weiterhin gefragt sind. Auch neue Konzepte entwickeln sich, wie Essen in Florida – Kentucky Fried Chicken-Ableger „Saucy“ eröffnet zeigt.
Entwicklung: Strukturwandel in der Restaurantlandschaft
Die Schließung von Smokey Bones verdeutlicht den aktuellen Wandel in der US-Gastronomie. Selbst etablierte Marken sind nicht vor wirtschaftlichem Druck geschützt. Für Gäste bedeutet das einerseits den Verlust bekannter Konzepte, andererseits aber auch neue Chancen: Die Restaurantlandschaft wird vielfältiger, regionaler und stärker von neuen Ideen geprägt.
Ein Beispiel dafür ist auch die wachsende Bedeutung mobiler und flexibler Gastronomiekonzepte in Florida. In unserer Printausgabe 2/2026 werfen wir einen Blick auf genau diese Entwicklung: Unter dem Titel „Florida im Food Truck Fieber“ zeigen wir, wie sich im Sunshine State eine lebendige Foodtruck-Szene etabliert hat – von Burgern über Tacos bis hin zu kreativen Dessertideen. Entlang der Küsten entstehen so neue kulinarische Hotspots, die das gastronomische Angebot in Florida zusätzlich bereichern.