Smallwood Store, Chokoloskee
Der Smallwood Store in Chokoloskee ist seit 1990 ein Museum. (Foto © Jillian Cain Photography/Shutterstock.com)
Der Name Chokoloskee stammt aus dem von der Mehrheit der Seminolen gesprochenen Sprache Maskoki und bedeutet laut News-Press "altes Haus" oder einfach "Zuhause". Die Besiedlung der Europäer lässt sich bis 1974 zurückverfolgen. Doch bereits über 1500 Jahre vor deren Ankunft in der Neuen Welt lebten dort die Vorfahren der letztlich von ihnen ausgerotteten Calusa. Die bekanntesten Relikte dieser Urfloridianer sind ihre im Laufe von Jahrhunderten entstandenen charakteristischen Muschelhaufen, die etwa auch auf Marco Island zu bestaunen sind und die Inseln vor durch Hurrikane hervorgerufenem Hochwasser schützen.
Im Jahr 1955 wurde die Insel über einen Dammweg mit dem Festland verbunden, der 2018 durch die modernsten Standards entsprechende Chokoloskee Bridge ersetzt wurde. In der Anfangszeit der europäischen Besiedlung diente der Ort als Handelszentrum für die Menschen, die auf den umliegenden Inseln lebten. Zu seinen bekanntesten europäischstämmigen Bewohnern zählte Ende des 19. Jahrhunderts der Kaufmann Charles "Ted" Smallwood, damals der größte Landbesitzer auf der Chokoloskee Island. Der 1906 eröffnete Smallwood Store, der auch als Postfiliale diente, war Anlaufstelle selbst für Händler aus dem fernen Key West. Nach seinem Tod 1951 führten seine Töchter den Laden bis 1982 fort. 1974 wurde das Gebäude ins Register of Historic Places aufgenommen, seit 1990 ist es ein Museum, in dem sich in die Geschichte der Insel und der europäischen Besiedlung eintauchen lässt.