Frau am Flughafen
Angenehmer Reisen? Die TSA will mit dem Gold+-Programm Innovationen an Sicherheitskontrollen fördern, während die bestehenden Sicherheitsstandards unverändert bleiben. (Foto © Serhii/AdobeStock)
Die Transportation Security Administration (TSA) hat mit TSA Gold+ ein neues Programm angekündigt, das die Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen modernisieren soll. Dabei setzt die Behörde verstärkt auf die Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsunternehmen, die bereits heute an ausgewählten Flughäfen unter Aufsicht der TSA tätig sind.
Nach Angaben der Behörde sollen Innovationen künftig schneller eingeführt und Sicherheitsprozesse effizienter gestaltet werden.
Was ist TSA Gold+?
TSA Gold+ ist eine Erweiterung des bestehenden Screening Partnership Program (SPP). Dieses Modell erlaubt es ausgewählten Flughäfen bereits heute, private Sicherheitsunternehmen für die Durchführung von Passagierkontrollen einzusetzen.
Nach Angaben der TSA nutzen derzeit rund 20 US-Flughäfen private Sicherheitsanbieter im Rahmen des bestehenden Programms. Mit Gold+ erhalten Flughäfen zusätzliche Möglichkeiten, neue Technologien und Betriebsmodelle einzuführen.
Die privaten Anbieter bleiben dabei an die Sicherheitsstandards der TSA gebunden. Die Behörde betont, dass die Verantwortung für die Sicherheitsvorgaben weiterhin bei der TSA liegt. Auch NPR berichtet über die geplante Ausweitung des Programms.
Flüge in den USA: Was ändert sich für Reisende?
Für die meisten Passagiere wird sich zunächst wenig ändern.
Die bekannten Vorschriften für Ausweise, Handgepäck und Sicherheitskontrollen bleiben bestehen. Auch TSA PreCheck und andere bestehende Programme werden durch TSA Gold+ nicht ersetzt.
Nach Angaben der TSA soll das Programm Flughäfen dabei helfen, neue Technologien und effizientere Abläufe schneller einzuführen. Konkrete Änderungen für Reisende wurden bislang jedoch nicht angekündigt.
Warum führt die TSA das Programm ein?
Die TSA verweist auf steigende Passagierzahlen und den wachsenden Bedarf an moderner Sicherheitstechnik an US-Flughäfen.
Darüber hinaus soll das Programm dazu beitragen, Sicherheitskontrollen flexibler zu organisieren und Flughäfen zusätzliche Möglichkeiten beim Einsatz neuer Technologien zu geben. In der öffentlichen Diskussion werden zudem Personalengpässe und die Auswirkungen möglicher Finanzierungsprobleme im öffentlichen Sektor als Gründe genannt, weshalb die TSA langfristig stärker auf Partnerschaften mit privaten Anbietern setzen möchte.
Die Behörde sieht darin eine Möglichkeit, Innovationen künftig schneller zu testen und einzuführen, ohne die bestehenden Sicherheitsstandards zu verändern.
Kritik und offene Fragen
Nicht alle Experten bewerten das neue Programm positiv. Kritiker befürchten, dass unterschiedliche Betreiber langfristig zu abweichenden Abläufen an einzelnen Flughäfen führen könnten.
Die TSA weist diese Bedenken zurück. Nach Angaben der Behörde bleiben sämtliche Sicherheitsstandards bundesweit einheitlich und werden weiterhin von der TSA überwacht. Auch USA Today greift die Diskussion um mögliche Auswirkungen des Programms auf Reisende auf.
Flüge in den USA: Was bedeutet TSA Gold+ für Florida-Reisende?
Bislang wurden keine Flughäfen in Florida offiziell als Teilnehmer des Gold+-Programms angekündigt.
Ob und wann Flughäfen im Sunshine State künftig an TSA Gold+ teilnehmen werden, ist derzeit nicht bekannt. Da Florida zu den Bundesstaaten mit dem höchsten Passagieraufkommen gehört, wird die Entwicklung von vielen Flughafenbetreibern aufmerksam beobachtet.
Florida Sun berichtete bereits im Artikel „Flüge in den USA: Reisende können bei Sicherheitskontrolle Schuhe anlassen“ über Änderungen bei den Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen.
Was Reisende erwarten können
Mit TSA Gold+ startet die US-Sicherheitsbehörde ein neues Programm zur Modernisierung von Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Für Reisende ändern sich die bestehenden Vorschriften zunächst nicht. Ziel des Programms ist es, Flughäfen mehr Flexibilität beim Einsatz neuer Technologien zu geben und Innovationen schneller umzusetzen, während die TSA weiterhin die Sicherheitsstandards überwacht.