Zyklon über den zentralen USA (KI)
Der vom Pazifik kommende Wintersturm, der zunächst über die zentralen USA und dann nach Nordosten zog, führte auch in Florida zu Flugausfällen. (Foto © fotogurme/Adobe Stock, KI)
Hervorgegangen aus einem Zyklon mit einem Kaltluftkern über dem Pazifik, bewegte sich der Sturm zunächst ostwärts durch die zentralen USA, um am 25. Januar Richtung Nordosten abzudrehen und durch die Neuenglandstaaten und New York zu ziehen. Heftige Schneefälle und Eisregen führten dazu, dass zeitweise eine Millionen Haushalte, Betriebe und andere Einrichtungen ohne Strom waren. Bis zum 27. Januar kam es laut Tagesschau.de zu mindestens 29 Todesfällen, die mit dem Sturm in Zusammenhang standen. Wie ABC News berichtet dürfte ein gewaltiges Tiefdrucksystem im Atlantik die Kaltluft nun ostwärts lenken und am Wochenende einen kräftigen Blizzard bringen, mit den stärksten Auswirkungen in den Carolinas. Selbst in Florida bereiten sich Menschen, Tiere und Pflanzen vorsorglich auf ungewöhnliche Winterbedingungen vor.
Nach Angaben von WGCU wurden bis zum vergangenen Montag US-weit über 11.400 Flüge abgesagt. In Florida waren es mehr als 600, darunter mindestens 55 am Southwest Florida International Airport bei Fort Myers, 224 am Flughafen von Miami, 86 am Fort Lauderdale/Hollywood International Airport, 66 am Flughafen von Tampa, 122 in Orlando, 36 in Jacksonville, 23 in Sarasota und 6 in Punta Gorda. Die Zahl der Flugverspätungen in ganz Florida lag gemäß Palm Beach Post bei über 3500. Nach Aussage von Vikrant Vaze, Professor an der Thayer School of Engineering des Dartmouth College in New Hampshire und Spezialist für kommerzielle Fluglogistik, gegenüber WGCU dürfte es nach Ende des Sturms noch mehrere Tage dauern, ehe die betroffenen Airlines und Flughäfen zum regulären Betrieb zurückgekehrt sein werden.
Was das Wetter angeht, erwartet den Sunshine State zwar wohl auch in den nächsten Tagen selbst kein direkter Sturm, mit niedrigen Temperaturen ist laut WESH aber auch am kommenden Wochenende durchaus zu rechnen, und in der Gegend von Orlando könnte es auch Schneegestöber geben. Sollte das Thermometer dort wie vorhergesagt auf -2 Grad fallen, wäre das der geringste dort gemessene Temperaturwert seit 16 Jahren. Die gefühlte Temperatur soll aufgrund des kalten Windes in Orlando sogar auf -8 Grad zurückgehen, in The Villages auf -10 und in Ocala auf -11 Grad. Laut ABC News besteht auch für den Raum Tampa am Wochenende laut Nationalem Wetterdienst eine Chance von 10 bis 20 Prozent auf Schneefall. Ungeachtet dessen sollen die geplanten Großveranstaltungen wie das Gasparilla Pirate Fest und ein NHL-Freiluftspiel planmäßig stattfinden.