Cape Florida Light
Das Cape Florida Light auf Key Biscayne. Nachdem der 1825 errichtete Leuchtturm während des Zweiten Seminolenkriegs 1836 zerstört worden war, wurde er 1846 wieder aufgebaut. Nach dem Bau eines neuen Leuchtturms südöstlich von Cape Florida wurde er 1878 außer Betrieb genommen und erst hundert Jahre später durch den Einbau eines automatischen Lichts zu neuem Leben erweckt. (Foto © kmiragaya/Adobe Stock)
Laut MSN ist die südöstlich vor Miami gelegene Insel Key Biscayne mit ihrem gleichnamigen Ort, die über den Rickenbacker Causeway mit der Nachbarinsel Virginia Key und dem Festland verbunden ist, "ein wahres südfloridianisches Juwel". Wer sie besuche, fühle sich ein wenig wie in der Karibik. Neben Stränden ohne große Menschenmassen und "unglaublichen Ausblicken auf das Wasser" biete sie "reichlich stille Naturerlebnisse" sowie Restaurants, in denen man gut essen könne. Dazu gebe es dort "sogar ein wenig Geschichte zu erkunden".
Tatsächlich reicht die bekannte Geschichte Key Biscaynes 1500 bis 2000 Jahr zurück. Damals bewohnten Angehörige des Indianervolks der Tequesta die Insel, zu denen auch der Stamm der Calusa zählte. Zahlreiche Muschelschalen, Knochen und verschiedene Artefakte, von denen ein großer Teil 1992 durch Hurrikan Andrew aus der Erde ans Tageslicht befördert wurde, legen davon Zeugnis ab. Der erste Europäer, von dem bekannt ist, dass er das Eiland besuchte, war der spanische Konquistador Juan Ponce de León im Jahr 1513, der auch dem umgebenden Küstenstreifen den Namen La Florida gab.
Nachdem das zuvor zu Spanien gehörende Florida 1821 zum US-Territorium geworden war, diente es vor der Sklaverei fliehenden Afroamerikanern als Abfahrtsort Richtung Bahamas, was durch den 1825 erbauten Cape-Florida-Leuchtturm allerdings weitgehend unterbunden wurde. Um diese Zeit widmete man sich auf der Insel zunehmend dem Anbau von Kokospalmen; die ausgesäten Kokosnüsse stammten aus Mexiko und der Karibik. Erst 1991 erlangte der Ort Key Biscayne nach einem positiv ausgefallenen Referendum den Status einer kommunalen Körperschaft.