Hurrikan Palmen
Palmen im Wind gehören während der Hurrikansaison in Florida fast zum typischen Küstenbild, auch 2026 beobachten Meteorologen die Entwicklung im Atlantik genau. (Foto © InversedSlayer/AdobeStock)
Die Atlantik-Hurrikansaison beginnt offiziell am 1. Juni und endet am 30. November. Laut der aktuellen Prognose der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) fällt die Saison 2026 voraussichtlich leicht unterdurchschnittlich aus.
NOAA erwartet weniger Hurrikane im Atlantik
Die NOAA prognostiziert für 2026 insgesamt 10 bis 16 benannte Stürme. Davon könnten vier bis acht zu Hurrikanen werden, ein bis vier davon möglicherweise zu schweren Hurrikanen der Kategorien 3 bis 5.
Im langjährigen Durchschnitt entstehen pro Saison etwa 14 benannte Stürme und sieben Hurrikane. Die aktuelle Vorhersage liegt damit leicht unter den üblichen Werten.
Ein wichtiger Faktor ist laut NOAA das erwartete El-Niño-Phänomen im Pazifik. Dieses erzeugt stärkere Höhenwinde über dem Atlantik, die die Bildung tropischer Wirbelstürme erschweren können.
Warum die Gefahr für Florida trotzdem hoch bleibt
Meteorologen betonen jedoch, dass eine ruhigere Saison nicht automatisch weniger Risiko bedeutet. Bereits einzelne starke Hurrikane können erhebliche Schäden verursachen — besonders in küstennahen Regionen Floridas.
Auch die ungewöhnlich warmen Wassertemperaturen im Atlantik bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Sie könnten einzelne Stürme weiterhin schnell verstärken.
Florida zählt deshalb weiterhin zu den am stärksten gefährdeten Bundesstaaten während der Hurrikansaison. Besonders Regionen entlang der Golfküste beobachten Wetterexperten jedes Jahr genau.
Auch künstliche Intelligenz spielt bei Wetterprognosen inzwischen eine größere Rolle. Mehr dazu im Artikel „Hurrikane: Erste Vorhersage durch künstliche Intelligenz“.
Vorbereitung bleibt entscheidend
Trotz der etwas schwächeren Prognose empfehlen Behörden in Florida, Vorbereitungen frühzeitig zu treffen. Dazu gehören Notfallvorräte, überprüfte Versicherungen und ein klarer Evakuierungsplan.
Denn auch unterdurchschnittliche Hurrikansaisons können einzelne schwere Stürme hervorbringen. Die NOAA betont deshalb weiterhin: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Hurrikane — sondern ob einer davon direkt auf bewohnte Küstenregionen trifft.
Fazit: Weniger Stürme bedeuten nicht automatisch weniger Gefahr
Die Prognose für 2026 wirkt zunächst beruhigend. Dennoch bleibt Florida während der gesamten Hurrikansaison besonders aufmerksam. Wetterexperten rechnen zwar mit etwas weniger tropischen Stürmen als üblich, warnen jedoch weiterhin vor einzelnen gefährlichen Hurrikanen mit hohem Schadenspotenzial