Hund im Pool
Abkühlung gesucht: Nicht nur Vierbeiner sehnen sich nach Floridas heißem Sommer nach etwas Abkühlung – doch auch im Herbst 2026 dürfte es überdurchschnittlich warm bleiben. (Foto © Kathy images / AdobeExpress)
NOAA erwartet einen überdurchschnittlich warmen Herbst
Wer nach den heißen Sommermonaten auf einen schnellen Temperatursturz im September hofft, muss sich wahrscheinlich noch gedulden wie Florida Today und News Journal Online berichten. In ihrer am 20. August veröffentlichten saisonalen Prognose sieht die NOAA für September, Oktober und November 2026 erhöhte Chancen auf überdurchschnittliche Temperaturen in Florida. Auch für die Küstenregionen des Südostens und entlang des Golfs werden höhere Temperaturen als im langjährigen Mittel begünstigt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Herbsttag ungewöhnlich heiß ausfallen wird. Saisonale Prognosen beziehen sich auf den Durchschnitt eines längeren Zeitraums und sagen keine Temperaturen für einzelne Tage voraus. Kühlere Phasen sind also durchaus möglich – insgesamt stehen die Chancen aber gut, dass Florida einen wärmeren Herbst als üblich erlebt. Die NOAA verwendet dabei den Zeitraum von 1991 bis 2020 als klimatische Referenzperiode.
El Niño wird immer stärker
Eine wichtige Rolle in den aktuellen Aussichten spielt El Niño. Das Klimaphänomen hat sich im Sommer deutlich verstärkt. Nach Angaben des NOAA Climate Prediction Center vom 13. August besteht eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent, dass sich im Herbst und Winter 2026/27 ein sehr starker El Niño entwickelt.
El Niño bezeichnet eine ungewöhnliche Erwärmung des tropischen Pazifiks, die Wettermuster in vielen Teilen der Welt beeinflussen kann. Wie sich ein einzelnes Ereignis konkret auf Florida auswirkt, lässt sich daraus allerdings nicht exakt vorhersagen. Selbst bei einem sehr starken El Niño sind typische Auswirkungen wahrscheinlicher, aber keineswegs garantiert.
El Niño beeinflusst auch Floridas Hurrikansaison
Für Florida hat der starke El Niño noch eine weitere Bedeutung. El Niño führt über dem Atlantik typischerweise zu einer stärkeren vertikalen Windscherung. Dadurch können sich tropische Gewitter schlechter organisieren und zu Hurricanes entwickeln. NOAA erwartet deshalb 2026 eine unterdurchschnittliche Aktivität im Atlantik.
Wer mehr über die diesjährige Sturmsaison wissen möchte, findet bei Florida Sun einen ausführlichen Überblick zur Atlantischen Hurrikansaison 2026.
Eine ruhigere Saison ist allerdings kein Grund, die Vorbereitung zu vernachlässigen. Die Atlantische Hurrikansaison läuft offiziell bis zum 30. November. Zudem weist NOAA ausdrücklich darauf hin, dass ihre Saisonprognose die Aktivität im gesamten Atlantik beschreibt und keine Vorhersage darüber ist, ob oder wo ein Hurricane auf Land treffen wird.
Bei anhaltender Hitze: Trinken, bevor der Durst kommt
Bis es tatsächlich kühler wird, bleibt ausreichendes Trinken wichtig. Nach Angaben von News-Press und der University of Florida IFAS hängt der tägliche Flüssigkeitsbedarf unter anderem von Alter, Geschlecht, Körpergröße und körperlicher Aktivität ab. Als allgemeine Orientierung werden etwa 11 Cups täglich für Frauen und 15 Cups für Männer genannt – wobei darin auch Flüssigkeit aus Lebensmitteln enthalten ist.
Wasserreiche Lebensmittel wie Wassermelone, Gurken, Salat, Tomaten oder Erdbeeren können ebenfalls zur Flüssigkeitsversorgung beitragen. Wer bei großer Hitze arbeitet oder Sport treibt, sollte zudem nicht erst warten, bis starker Durst einsetzt.
Wann wird es in Florida also endlich kühler?
Ein konkretes Datum kann auch die aktuelle Langfristprognose nicht liefern. Klar ist jedoch: Der meteorologische Herbstbeginn am 1. September bedeutet in Florida 2026 noch keinen Abschied vom Sommerwetter. Für September bis November erwartet NOAA weiterhin erhöhte Chancen auf überdurchschnittliche Temperaturen. Einzelne kühlere Tage sind damit keineswegs ausgeschlossen – insgesamt könnte sich der Sunshine State in diesem Jahr aber etwas länger sommerlich anfühlen.