St. Pete Beach
St. Pete Beach muss in den kommenden Jahren einiges in seine Infrastruktur investieren. Geht es nach dem Bürgermeister, sollen dafür vor allem auch Touristen aufkommen. (Foto © Creative Studio 79/Adobe Stock)
Gemäß den Tampa Bay Times äußerte der Bürgermeister seine Idee im Rahmen eines kürzlichen Treffens der City Commission. Durch die Hurrikane Milton und Helene, die im vergangenen Jahr auf der Insel Long Key gewütet und zu starken Überschwemmungen geführt hatten, sei offensichtlich geworden, dass in St. Pete Beach im Hinblick etwa auf Sturmwasserschutz und Abwasserkanalsysteme einiges im Argen liege. Als notwendige Investitionssumme nannte er 200 Millionen Dollar, die für eine so kleine Stadt eine große Herausforderung darstelle. Gleichwohl müssten viele der Dinge, um die es schlecht bestellt sei, sofort angegangen werden.
Die konkrete Höhe einer solchen Maut wurde bei dem Treffen nicht diskutiert. Ausgehend von im Durchschnitt rund 60.000 täglichen Fahrten in die Stadt, von denen weniger als 9000 von Einwohnern unternommen würden, könne man aber bei der Zahlung von 1 Dollar durch jeden mit dem Auto nach St. Pete Beach kommenden Touristen von Einnahmen in Höhe von 11 Millionen Dollar im Jahr ausgehen. Auf welche Weise Einwohner, Gewerbetreibende und ihre Angestellten von dieser Gebühr ausgenommen werden würden, wurde ebenfalls nicht besprochen.
Seiner Ansicht nach sei es jedenfalls besser, so Petrila, Touristen für die Infrastruktur zahlen zu lassen, als die Steuern für die Einwohner zu erhöhen. Unterstützt wurde er von Commissioner Lisa Robinson, die darauf hinwies, dass sich eine in ihrer Heimatgemeinde Treasure Island zeitweilig eingeführte derartige Gebühr in der Vergangenen als vorteilhaft erwiesen habe. Petrila selbst nannte als weiteres positives Beispiel Sanibel Island, wo eine Maut von 6 Dollar für mit einem Transponder ausgestattete Autos und 9 Dollar für Autos ohne eine solche Vorrichtung erhoben wird.
Gegenwind erhielt der Bürgermeister von Vizebürgermeisterin Karen Marriott, die sich besorgt im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen einer Gebühr auf die lokale Geschäftswelt äußerte: Ihrer Ansicht nach könne dies zum Schließen der meisten Geschäfte in St. Pete Beach führen. So sehr dessen Einwohner nicht wollten, dass ihre Steuern angehoben werden, würden sie doch auch nicht wegen jeder Dienstleistung die Insel verlassen wollen.