"African Queen", Key Largo
Von Key Largo aus sticht das Dampfschiff "African Queen" aus dem gleichnamigen Hollywoodfilm noch heute in See. (Foto © Andy Newman/Florida Keys News Bureau/Visit Florida)
Die Florida Keys sind seit Langem eine beliebte Kulisse für Filmklassiker, TV-Serien und Social-Media-Momente. In Key Largo erinnert die Bar Caribbean Club an den 1948 dort gedrehten Film noir "Gangster in Key Largo" mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall, und auch die legendäre "African Queen" aus dem gleichnamigen Leinwanddrama von 1951, in dem Bogie an der Seite von Katharine Hepburn einen raubeinigen Kapitän mimte, dreht noch immer täglich ihre Runden. In Islamorada wurden große Teile der Netflix-Serie "Bloodline" gedreht. Als Schauplätze dienten etwa die Ferienanlage Moorings Village, Anne’s Beach und das ikonische Hurricane Monument.
Spektakuläre Bilder liefern auch die Middle Keys: Die eindrucksvolle Seven Mile Bridge glänzte in "True Lies" (1994) mit Arnold Schwarzenegger und gehört längst zu den meistfotografierten Orten Floridas. In Key West wiederum verbinden sich Filmgeschichte und Instagram-Romantik – ob bei einem Selfie am Southernmost Point, einem Sundowner am Mallory Square oder einem Spaziergang über die bunten Seitenstraßen der Duval Street, die schon in Serien wie "Bad Monkey" oder dem Bond-Abenteuer "Lizenz zum Töten" (1989) zu sehen waren.
Normalerweise würde wohl kaum jemand damit rechnen, am St. Johns River im Clay County einen originalgetreuen Nachbau eines Space-Shuttle-Treibstofftanks vorzufinden. Doch wer den dortigen Reynolds Industrial Park besucht, kann diese Erfahrung machen. Der Tank wurde zwischen 1977 und 80 im Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville (Alabama) für Struktur- und Belastungstests verwendet. Nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms gelangte er zunächst ins Kennedy Space Center. 2013 übernahm das inzwischen geschlossene Wings of Dreams Aviation Museum in Starke das historische Objekt, stellte jedoch fest, dass sein Transport zu aufwendig war, und ließ es daher an seinem jetzigen Standort zurück. Heute gehört der Tank dem Military Museum of North Florida in Green Cove Springs, das bereits einen Umzug auf sein eigenes Gelände prüft. Bis dahin können Besucher des Clay County weiterhin ein Stück NASA-Geschichte aus nächster Nähe bestaunen – ein echtes Highlight für Weltraumfans und alle, die ein einzigartiges Fotomotiv suchen.
Auch der Daytona International Speedway https://www.daytonainternationalspeedway.com hat schon mehrfach die Kinoleinwand erobert: Tony Scotts Filmklassiker "Tage des Donners" von 1990 mit Tom Cruise, Robert Duvall und Nicole Kidman tauchte hier in die Welt des NASCAR-Rennsports ein, wogegen die Szenen auf dem Speedway für die in diesem Jahr ins Kino gekommene Apple-Produktion "FI" mit Brad Pitt während des 24-Stunden-Rennens "Rolex 24 at Daytona" gedreht wurden.
Wer sich das "World Center of Racing" näher ansehen will, aber keine Karte für ein Rennen bekommt (oder sich diese nicht leisten kann), muss jedoch nicht aufs Kino ausweichen: Auch außerhalb der Events können Besucher bei täglichen Touren den Speedway erkunden, den jüngsten Siegerwagen des NASCAR-Rennens "Daytona 500" bestaunen und die "Motorsports Hall of Fame of America" besuchen.
Zwischen Daytona Beach und Jacksonville gelegen, vereint Florida’s Historic Coast Geschichte, Kultur und rund 68 Kilometer naturbelassene Atlantikküste – ein Paradies für Fotografen und Geschichtsinteressierte gleichermaßen. Hier ist es nahezu unmöglich, ein schlechtes Foto zu machen. Ob für das perfekte Urlaubsbild, ein stimmungsvolles Video oder den nächsten Instagram-Post: St. Augustine, Ponte Vedra und die umliegenden Strände bieten unzählige malerische Motive. Zu den schönsten Kulissen zählen die historische Aviles Street, die älteste Straße der USA mit ihren blühenden Balkonen und charmanten Cafés, das imposante Castillo de San Marcos, das insbesondere bei Sonnenauf- und -untergang beeindruckt, sowie die elegante Bridge of Lions, deren weiße Marmorlöwen zu diesen Tageszeiten in besonders goldenem Licht erstrahlen. Auch das alte Stadttor bietet eine perfekte Fotokulisse.
Mit dem beliebten Roman "A Land Remembered" von Patrick D. Smith wird derzeit ein Stück floridianische Geschichte verfilmt. Die Dreharbeiten finden hauptsächlich in der Tampa-Bay-Region statt, weitere Drehorte im gesamten Bundesstaat sind aber ebenfalls vorgesehen, um die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Sunshine State einzufangen. "Dieser Stoff muss in Florida gedreht werden", erklärte Produzent Todd Wiseman junior. "Nur hier lässt sich die Geschichte so erzählen, wie sie gemeint ist, mit echter Landschaft, echter Geschichte und echten Stimmen." Für die Region der Tampa Bay bedeutet die Produktion nicht nur einen wirtschaftlichen Gewinn, sie ist auch ein kultureller Meilenstein. "‘A Land Remembered’ ist mehr als nur ein Roman, es ist eine Feier des floridianischen Erbes", betont Santiago Corrada, Präsident und CEO der örtlichen Tourismusagentur Visit Tampa Bay. "Diese Produktion zeigt, wie viel Talent, Geschichte und natürliche Schönheit unsere Region zu bieten hat."
Wer sich in Tampa aufhält, sollte auch nicht verpassen, dem historischen Hotel Flor (ehemals Hotel Floridan) einen Besuch abzustatten: Eröffnet 1926 während Tampas Boomära, war es lange das höchste Gebäude des Bundesstaates und zog Stars wie Elvis Presley, Marilyn Monroe und Frank Sinatra an. Noch heute begeistert das Haus mit seinen Bogenfenstern, originalen Fliesen und historischer Beleuchtung Fotografen und Filmemacher gleichermaßen – ein Ort, an dem Floridas Glamour der Vergangenheit spürbar bleibt und der zahlreiche attraktive Fotospots bietet.