03. 11. 2015
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Immobilien & Investments

Trotz starkem Dollar: Florida liegt bei internationalen Käufern weiterhin vorne

Wer in den USA kauft, kauft in Florida. Bei internationalen Immobilienkäufern liegt der Sunshine State vor allen anderen US-Staaten an der Spitze – und das, obwohl die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr leicht zurückgingen.

Autor: Josefine Koehn-Haskins

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Schuld am Rückgang der Verkaufszahlen ist nach Einschätzung der Herald Tribune vor allem der erstarkte Dollar. Denn wer weniger Dollar für seine eigene Währung bekommt, der kann auch weniger ausgeben. Lawrence Yun, Chef-Ökonom der National Association of Realtors (NAR) sieht die steigenden Preise für Immobilien als einen weiteren Grund für den Rückgang der Verkaufszahlen.

In einer Studie der NAR gaben dieses Jahr erstmals mehr Befragte die Kosten der Immobilien als Grund dafür an, nicht zugeschlagen zu haben. Bisher hatten die Befragten als Hauptgrund immer angegeben, dass sie ihre Traumimmobilie nicht hatten finden können.

Wie viel teurer aber sind die Immobilien nun tatsächlich? Im vergangenen Jahr stiegen die Durchschnittspreise in Florida um 6 Prozent. Dazu komme die schlechtere Umtauschrate, welche die Kaufkraft der internationalen Käufer weiter schwäche, zitiert die Herald Tribune NAR-Ökonom Yun.

So wurden im vergangenen Jahr 33 Prozent weniger Immobilien an Käufer aus dem Ausland verkauft, als im Rekordjahr 2009-2010, als 66.100 Häuser und Wohnungen von Nicht-US-Amerikanern erworben wurden. Im vergangenen Jahr gingen 44.000 Immobilien in den Besitz internationaler Käufer über.

Immerhin machten die internationalen Transaktionen von Juni 2014 bis Juni 2015 noch 12 Prozent der Gesamtverkäufe von Wohnimmobilien aus. Das sind drei Prozent weniger als noch im Vorjahr, wobei die Verkaufsrate von Wohnimmobilien in Florida 4 Prozent über dem Landes-Durchschnitt liegt.

Wenn man die Gesamteinnahmen aus Immobilienverkäufen an Ausländer betrachtet, sieht es jedoch gar nicht so schlecht aus. Mit einem Verkaufsvolumen von 23,7 Milliarden Dollar, machen die internationalen Verkäufe 24 Prozent der Gesamteinnahmen des Wohnimmobilien-Sektors in Florida aus. Und das ist sogar eine Steigerung von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Grund dafür: Internationale Käufer geben mehr Geld für ihr Traumhaus aus als US-Amerikaner. Nach Angaben von Yun lag der Durchschnittspreis von Immobilien, die an internationale Käufer übergingen, bei 538.699 Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie der typische US-Käufer in Florida in sein Eigenheim investiert, nämlich 258.200 Dollar. Dabei waren Käufer aus Westeuropa und China am kaufkräftigsten. Vor allem in Miami und Miami Beach wurde kräftig zugeschlagen. Hier gingen 36 Prozent aller verkauften Immobilien an internationale Käufer über.

 
  
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