01. 07. 2011
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Auswandern & Visa

Felix Mehler: Advokat am Barefoot Beach

Nicht unbedingt der Typ »Beach boy«. Aber auch kein zugeknöpfter Jurist. Irgendwo dazwischen. Im besten Sinne. »Florida war in meiner Lebensplanung eigentlich gar nicht vorgesehen«, erzählt uns Felix Mehler an diesem strahlenden Sommertag am Barefoot Beach von Bonita. Und doch: Der gebürtige Münchner ist heute als Anwalt bei der renommierten Kanzlei Cohen & Grigsby in Bonita Springs tätig. Paradies durch Zufall, sozusagen.

Autor: Dirk Rheker

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An der Universität Augsburg legte das aus einer Juristenfamilie stammende Multitalent (»eine berufliche Alternative wäre die klassische Musik gewesen«) 1999 sein juristisches Staatsexamen ab. 2001 folgte die Zulassung als Rechtsanwalt in München. Der »Amerika-Virus« hatte ihn da längst gepackt: In Illinois absolvierte er 1995 ein Praktikum – und lernte bei der Gelegenheit gleich seine heutige Frau Kathy kennen.

Wohnortwechsel? Für Juristen nicht so einfach, die Rechtssysteme sind grundsätzlich verschieden. Mehler entschied sich für den schwierigen Weg. Also: Masters-Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Pittsburgh, anschließend Abschluss als »Juris Doctor«. Natürlich mit »cum laude« – wie so vieles in seinem Leben. In großen Kanzleien in Washington und Pittsburgh sammelte er erste Berufserfahrungen, betreute globale Konzerne, war begehrt wegen seiner internationalen Expertise.

Im Jahr 2008 schloss er sich Cohen & Grigsby an. Einer der Partner dort, Hugh Nevin, suchte für die Florida-Dependance einen Anwalt mit Sachverstand beiderseits des Atlantiks. Felix Mehler, inzwischen zweifacher Familienvater, nahm das Angebot an – und betreut seit seiner Zulassung zur Anwaltskammer Floridas vor allem ausländische Firmen und Privatpersonen, die im Sunshine State investieren oder geschäftlich tätig sind.

Ein Leben im Spannungsfeld zwischen Kanzlei und Beach also? »Leider nicht wirklich«, lacht Mehler – und zieht sich nach dem Fotoshooting am Strand wieder die klassischen schwarzen Schnürschuhe an. »Im Moment haben Arbeit und Mandanten eindeutig Vorrang.«

 
  
01. 07. 2011
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