Auswandern & Visa
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Mike Smerda: Leberkäs unter Palmen

»Ich bin zwar noch nicht da angekommen, wo ich hin will, aber sehr zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe«, sagt Mike Smerda. Wir sitzen in der Mittagssonne vor der gut besuchten Hofbräu Beerhall Miami unter bayrischen Sonnenschirmen, ich esse eine Brezel mit süßem Senf.

Autor: Daniela Boettcher

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Wir plaudern über die Vergangenheit: Bevor er den Sprung über den großen Teich wagte, hatte es der jetzt 36-jährige Augsburger in der Heimat bereits zu einem erfolgreichen TV-Koch gebracht und wurde auf der Straße oft angesprochen.

Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 lernte er dann seine Frau Sandra kennen, und gemeinsam hegten sie den Plan, etwas Abenteuerliches zu versuchen: die Auswanderung nach Amerika. Die Brasilianerin Sandra war eigentlich nur im Urlaub in Deutschland, doch da die zwei sich Hals über Kopf ineinander verliebten, klangen schon bald die Hochzeitsglocken.

Über eine Anzeige fand Mike die Hofbräu Beerhall Miami, wo gerade ein neuer Küchenchef gesucht wurde. Nach Einreichung seiner Bewerbung und der Beschaffung des Arbeitsvisums ging alles sehr schnell: Seit Oktober kocht der talentierte Chef nun auf der populären Lincoln Road mitten in Miamis In-Viertel South Beach Weißwürste, Leberkäs und Schweinshaxn.

Große Pläne für die Zukunft hegt Mike schon jetzt. Sein Leben lang hat er selbst Rezepte entwickelt, Kochbücher geschrieben, sich für internationale, moderne »Fusion Cuisine« begeistert. Die Kreativität, die er als Küchenchef einer Gastronomiekette momentan nicht ausleben kann, fehlt ihm etwas. Außerdem – und das kann man dem charismatischen, telegenen Mike nicht verwehren: ein fester Platz in der Öffentlichkeit.

Sonst noch etwas? »Ja, Quark! Den bekommt man nämlich hier schlecht.« Dann erwähnt er natürlich noch Familie und Freunde in Deutschland und Brasilien, doch »dank Skype und Facebook ist die Welt richtig klein geworden«. Mike sieht wie immer alles positiv: »Ich werde schon noch mein eigenes Ding in Amerika machen. Aber momentan sind wir einfach glücklich hier in Miami – stolz, dass wir den Schritt gewagt haben, und dankbar für alles, was sich uns bisher geboten hat.«

 
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