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»Gemeinsame Stimme«: Interessengemeinschaft deutscher Grundeigentümer in den USA e. V.

Die »Interessengemeinschaft deutscher Grundeigentümer in den USA e. V.« will deutschen Immobilienbesitzern und Investoren seit Neuestem eine gemeinsame Plattform bieten. Florida Sun sprach mit den Gründern, Thomas Baur aus Miami und dem Hamburger Juristen Henning Schwarzkopf, über die weiteren Ziele des Vereins.

Autor: Dirk Rheker

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FLORIDA SUN: Herr Baur, Herr Schwarzkopf, Sie beide haben soeben die Interessengemeinschaft deutscher Grundeigentümer in den USA e. V. ins Leben gerufen. Ist das angesichts der derzeitigen Immobilienkrise in Amerika nicht der denkbar schlechteste Zeitpunkt für so ein Projekt?

Thomas Baur: Ganz im Gegenteil! Die Krise, von der Sie sprechen, ist zunächst ja mal vor allem eine Kreditkrise, die insbesondere jene Amerikaner getroffen hat, die angelockt durch scheinbar günstige Hypotheken sich bei der Finanzierung ihres Hauses oder Appartements übernommen haben. Angesichts des schieren Volumens hat sich das Ganze dann zu einer Banken- und letztendlich wohl auch Wirtschaftskrise entwickelt.

FLORIDA SUN: Europäische Immobilienkäufer und -besitzer betrifft das nicht?

Henning Schwarzkopf: Natürlich betrifft es sie insofern, als dass der Wert einer in ihrem Besitz befindlichen US-Immobilie in den letzten Monaten vermutlich gefallen ist. Grundsätzlich aber denke ich, dass die meisten Eigenheimbesitzer und Investoren aus Europa, die in den letzten Jahren Immobilien in Amerika erworben haben, dies auf einer solideren Finanzierungsbasis getan haben.

FLORIDA SUN: Die Nachrichten über kollabierende Häuserpreise hat europäische Käufer und Investoren nicht abgeschreckt?

Thomas Baur: Eine Zeit lang schon. Aber wenn Sie sehen, dass Europäer angesichts des günstigen Dollarkurses in vielen Orten Floridas heute Häuser zu Preisen von 1998 erwerben können, ist es kaum verwunderlich, dass das Interesse an Amerika derzeit schon wieder riesengroß ist. Und wenn Anfang kommenden Jahres ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin ins Weiße Haus einziehen wird, werden sich auch die politischen Missstimmungen verziehen, die viele Europäer in den vergangenen Jahren etwas skeptischer gegenüber Amerika gemacht haben.

Henning Schwarzkopf: Allein im Sun-shine State besitzen heute rund 100.000 Deutsche Immobilien. Daran können Sie erkennen, wie beliebt gerade diese Ferienregion bei deutschen Hauskäufern und Investoren ist ...

FLORIDA SUN: ... trotz Alternativen wie Mallorca und seit Neuestem Dubai?

Henning Schwarzkopf: Natürlich besteht eine Konkurrenzsituation mit anderen Destinationen. Aber die Summe der Vorteile des Sunshine States erscheint mir doch überzeugend: Es gibt direkte und bequeme Flugverbindungen, eine große Rechtssicherheit, eine niedrige Kriminalitätsrate und eine bewährte Infrastruktur von deutschen Immobilienmaklern, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Sie wissen, dass Ihr Investment auf mittlere und lange Sicht hervorragende Renditen verspricht. Und wenn Sie mal Appetit auf ein deutsches Schnitzel haben, werden Sie in Cape Coral, Naples, Miami oder anderswo auch bestens bedient!

Thomas Baur: Und denken Sie nur an das Wetter! Einer meiner Mandanten ist gerade von Mallorca nach Florida gezogen – weil er endlich mal im Januar am Strand spazieren gehen wollte!

FLORIDA SUN: Wenn die Vorteile eines Immobilienkaufs in den USA im Allgemeinen und Florida im Besonderen so offensichtlich sind – warum braucht es da überhaupt einen Verein für Grundeigentümer?

Thomas Baur: Weil es für europäische Immobilienkäufer und Investoren nicht immer einfach ist, durch den oft komplizierten amerikanischen Real-Estate-Dschungel zu navigieren.

FLORIDA SUN: Welche Ziele verfolgen Sie konkret?

Henning Schwarzkopf: Es geht uns darum, die Belange gemeinsamen Interesses in rechtlicher, steuerlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zu bündeln und untereinander auszutauschen sowie eine dem Investitionsvolumen entsprechende Beachtung im Gastland zu finden.

FLORIDA SUN: Mit anderen Worten: auch politische Lobbyarbeit zu betreiben.

Henning Schwarzkopf: Ja, durchaus. Wenn es zum Beispiel um visumsrechtliche Fragen geht – wie lange kann ich mich als Ferienhausbesitzer etwa in den USA aufhalten? – oder auch um steuerrechtliche Dinge, ist eine starke gemeinsame Stimme in Zukunft sicher von Vorteil.

FLORIDA SUN: Apropos Vorteil: Welchen konkreten Nutzen bringt eine Mitgliedschaft im Verein?

Thomas Baur: Unsere Mitglieder haben einen kostengünstigen Zugang zu Beratung in allen Bereichen ihres Immobilieneigentums und profitieren von besonderen Konditionen bei Fachveranstaltungen sowie Veröffentlichungen. Das Wichtigste bei Investitionen von der Größenordnung einer Immobilie ist es, richtig informiert zu sein. Und dazu gehört natürlich, sachkundige und vertrauenswürdige Experten an seiner Seite zu wissen.

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Leserkommentare (1 Kommentar)
Peter (05.02.2009 19:50)

Finde ich eine tolle Sache, dass dieser Verein gegründet wurde. Das gibt einem als Immobilienbesitzer einiges an Sicherheit. So findet man auch immer wieder Leute die ebenfalls Grundeigentum in Florida besitzen und kann so zusätzlich auch neue Kontakte knüpfen....