27. 02. 2017
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Kunst & Kultur

Kurz notiert: Oscar für Miami-Drama "Moonlight"

Wer am vergangenen Sonntag die Oscar-Verleihung bis zum Schluss verfolgte, rieb sich vermutlich müde und ungläubig die Augen, als es bei der Verkündung des "besten Films" zu einer Verwechslung kam...

Autor: AL

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Offenbar hatten die Laudatoren zunächst ein falsches Kuvert erhalten und kündigten als Gewinner das Filmmusical "La La Land" an. Noch während das "La La Land"-Team seine Dankesreden hielt, wurde der Fehler korrigiert: Tatsächlich hieß der Gewinner "Moonlight" – ein Film, der nicht nur in Miami gedreht, sondern auch von zwei aus Miami stammenden Autoren geschrieben wurde.

Das Drama, das ausschließlich mit afroamerikanischen Darstellern besetzt wurde, dreht sich um die verschiedenen Lebensphasen von Chiron, der in den 80er-Jahren als junger Homosexueller in einem von Armut und Drogen geprägten Viertel Miamis aufwächst.

Für die Darstellung des Juan, der eine Art Vaterrolle für Chiron übernimmt, erhielt Mahershala Ali den Oscar als bester Nebendarsteller. Die Autoren Barry Jenkins und Tarell Alvin McCraney, die beide aus Miamis vornehmlich von Schwarzen geprägten Vorort Liberty City stammen, wurden mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Produziert wurde der Film von Brad Pitts Produktionsfirma Plan B. In Deutschland kommt "Moonlight" am 9. März in die Kinos.

Mithilfe einer interaktiven Karte des Internetportals Curbed Miami können Fans des Films, der auf einem vormals nie aufgeführten Theaterstück basiert, ganz einfach die Drehorte in Miami lokalisieren.

 
  
27. 02. 2017
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