23. 01. 2018
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Schauspielerin Rosie O’Donnell verkauft Villa im Palm Beach County an Milliardärssohn

Rosie O’Donnell, bekannt aus Filmen wie "Flintstones" und "Schlaflos in Seattle" und seit Jahren bevorzugte Twitter-Feindin von Donald Trump, trennte sich von ihrer 5-Millionen-Villa in West Palm Beach.

Autor: Patrick Pohlmann

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Käufer des rund 706 Quadratmeter großen Anwesens, das nach Angaben von Curbed Miami und The Real Deal unter anderem über fünf Schlafzimmer, eine separate Gästesuite, einen beheizten Swimmingpool und eine Tiefwasseranlegestelle verfügt, ist der Unternehmer H. Wayne Huizenga jr. Der Präsident der in Fort Lauderdale ansässigen Huizenga Holdings und Geschäftsführer der Rybovich Superyacht Marina in West Palm Beach plant dem Vernehmen nach allerdings nicht, in das 1957 erbaute Haus am North Flager Drive einzuziehen. Nach Angaben des Immobilienmaklers Billy Nash von der Keyes Company soll es abgerissen und das über 4000 Quadratmeter große Grundstück mit der rund 54 Meter langen Uferfront anderweitig genutzt werden. Mit dem erzielten Verkaufspreis von 5 Millionen Dollar konnte Rosie O’Donnell, die das Anwesen 2015 für einen Preis knapp unter dieser Summe erworben hatte, immerhin ihr investiertes Geld in etwa wieder herausholen. Ursprünglich hatte sie die Villa im Dezember 2016 für 6 Millionen Dollar angeboten. Angesichts ausbleibender Kaufinteressenten wurde der Preis in der Folge aber mehrmals herabgesetzt, zuletzt im Juni 2017 um 255.000 Dollar.

H. Wayne Huizenga jr. ist der älteste Sohn der Milliardärs H. Wayne Huizenga, der die Entsorgungsfirma Waste Management mitgründete und insbesondere als zeitweiliger Eigentümer der Baseballmannschaft Miami Marlins, des Eishockeyteams Florida Panthers sowie des American-Football-Vereins Miami Dolphins Bekanntheit erlangte. Rosie O’Donnell, die in den USA auch als Comedian und Moderatorin von Talkshows populär wurde, stand in den vergangenen Jahren auch zunehmend durch ihre Twitter-Fehde mit Donald Trump im Licht der Öffentlichkeit. Angefangen hatte laut CNN alles 2006, als der Immobilienmilliardär und Selbstdarsteller öffentlich verkündete, dass die damalige Siegerin der von ihm mitveranstalteten Miss-USA-Wahl ihren Titel trotz bekannt gewordener Verfehlungen wie Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum im Minderjährigenalter und Indiskretionen im Hinblick auf ihr Sexualleben behalten dürfe. Als Reaktion darauf stellte Rosie O’Donnell in einer öffentlichen Stellungnahme infrage, dass Trump angesichts wiederholter Scheidungen und Affären als "moralischer Kompass für 20-Jährige in Amerika" tauge, und wies darauf hin, dass er ein Bankrotteur sei. Trump sei "kein Selfmademan", sondern ein "Schlangenölverkäufer aus 'Unsere kleine Farm'". In der Folge ließ Donald Trump – der insbesondere auf das Wort "Bankrott" allergisch reagierte – kaum eine Gelegenheit aus, Rosie O’Donnell öffentlich als "Loserin" zu bezeichnen, und richtete im Laufe der Jahre immer wieder mehr oder weniger verächtliche Twitter-Botschaften an sie, die von ihr zumeist auf ebenso wenig subtile Weise beantwortet wurden. Nach seiner Wahl zum US-Präsidenten erhöhte sich der öffentliche Druck auf die Moderatorin: Wie Page Six berichtet, äußerte sie in einem Interview in einer TV-Show, dass sie beim Einkaufen im Supermarkt von Trump-Anhängern rüde beschimpft werde. Ihrer 14-jährigen Adoptivtochter sei an ihrer Schule in New Jersey von Mitschülern sogar in Anspielung auf ein Trump-Zitat angedroht worden: "Tell your mom I’m gonna grab your pussy."

 
  
23. 01. 2018
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