24. 01. 2019
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Hotels & Ferienhäuser

In Ikonen wohnen: Floridas berühmteste Hotels und ihre Geschichten

Wenn in diesen Gebäuden die Wände sprechen könnten, man würde nicht mehr weghören wollen. Denn mit diesen Hotelikonen des Sunshine States verbinden sich interessante Geschichten und Geheimnisse, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Autor: Lieb Management

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Don CeSar, St. Petersburg

Das Don CeSar in St. Petersburg an Floridas Golfküste ist deutlich bekannter unter seinem Spitznamen "The Pink Palace". Zu seinen Gästen zählten unter anderem Zelda und F. Scott Fitzgerald sowie Al Capone, der im Restaurant King Charles seinen Stammtisch hatte. Doch so unwirklich das Gebäude in der heutigen Zeit wirkt, so bewegend ist die Geschichte hinter seiner Entstehung. Der feine, weiße Puderzuckerstrand inspirierte Thomas Rowe, einen Amerikaner irischer Abstammung, hier seiner verlorenen Liebe mit einem Hotelpalast am Strand ein Denkmal zu setzen. Laut der überlieferten Geschichte hatte er in England die spanische Opernsängerin Lucinda kennengelernt und sich unsterblich in sie verliebt. Daraufhin trafen die beiden sich jede Nacht an einem Brunnen. Als jedoch die Familie der Angebeteten von dem Verhältnis erfuhr, musste sie nach Europa zurückkehren. Auf seine Briefe erhielt Thomas Rowe nie eine Antwort. Nur die letzte Nachricht von Lucinda erreichte ihn, als sie bereits im Sterben lag: "Das Leben ist unendlich. Wir treffen uns wieder am Brunnen. Aber nicht in diesem Leben." Später wurde Rowe schwer krank. Sein Arzt empfahl ihm das Klima an der Westküste Floridas, wo er schließlich das Monument seiner verlorenen Liebe errichten ließ. Obwohl dreimal so teuer wie geplant, wurde der "Pink Palace" ein kommerzieller und gesellschaftlicher Erfolg. Nur Rowe wurde nie wieder ganz gesund. 1940 starb er in der Lobby infolge einer Herzattacke vor der Nachbildung des Londoner Liebesbrunnens. Lucinda hatte ihm das Herz gebrochenen.

 

The Vinoy, St. Petersburg

Unweit des Don CeSar befindet sich das ebenfalls in Pink gehaltene The Vinoy, das statt auf den Golf von Mexiko auf die Tampa Bay blickt. Eröffnet wurde das Haus zum Neujahrsfest 1925. Schon damals wusste es durch seine enorme palastähnliche Lobby mit den weißen Stein- und Marmorsäulen, handgefertigten braunen Fliesen und dem riesigen Ballsaal zu beeindrucken. In der Folge wurde es zum Symbol für den Wirtschaftsboom der 20er-Jahre und besonders von Hollywood-Stars wie James Stewart und Politikern wie Herbert Hoover geschätzt. Ähnlich wie viele Hotelikonen in Florida wurde auch das Vinoy während des Zweiten Weltkrieges vom Militär übernommen und zum Teil als Lazarett und Ausbildungsstätte verwendet. Im Anschluss wurden notwendige Renovierungen unterlassen, sodass das Luxusgebäude immer mehr verkam, bis in den frühen 70ern ein Zimmer für sieben Dollar zu haben war und der einst prächtige Ballsaal zum Volleyballplatz umfunktioniert wurde. Erst Anfang der 90er-Jahre erstrahlte das Vinoy nach zwei Jahren Renovierung für 93 Millionen Dollar wieder im alten Glanz. Heute verfügt das inzwischen zur Marriott-Kette gehörende, in Vinoy Renaissance umbenannte Hotel sogar über eine eigene Marina.

 

The Biltmore, Miami/Coral Gables

Im Südwesten der Magic City, genauer gesagt in Coral Gables, gibt es nicht nur unzählige riesige Banyanbäume, hier erhebt sich im wahrsten Sinne des Wortes auch das Hotel The Biltmore mit seinem alles überragenden, 16 Etagen hohen, kupferverkleideten Turm – eine Kopie der Giralda, des Turms der ehemaligen Mosche und heutigen Kathedrale von Sevilla. Die sich über zwei Etagen erstreckende "Everglades Suite" im 13. Stock ist aufgrund der handgemalten Deckenfresken mit Impressionen der tropischen Feuchtgebiete Floridas legendär, aber auch aufgrund eines ihrer Stammgäste berühmt: Der Gangsterboss Al Capone betrieb während der Prohibition in dieser Suite eine illegale Kneipe. Davon zeugen noch heute nicht nur ein privater Aufzug und eine Geheimtreppe, sondern auch Einschusslöcher in Kamin und Wänden. Vom Balkon aus blickt man hinunter auf eine weitere Berühmtheit des Hauses: den rund 2.270.000 Liter Wasser fassenden Swimmingpool – seinerzeit der größte der USA. Johnny Weissmüller, erster Tarzan-Darsteller und US-Olympiaschwimmer, war hier in den 20er-Jahren als Bademeister und Schwimmlehrer tätig. Zu dieser Zeit zogen auch aufwendige Wasseraufführungen mit dem Hollywood-Star Esther Williams die Besucher an. Das Hotel wurde 1996 zum nationalen historischen Wahrzeichen ("National Historic Landmark") ernannt, ein besonderer Titel, der bislang nur gut 2.500 Gebäuden in den USA verliehen wurde.

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24. 01. 2019
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