01. 10. 2015
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Reisen

Hang loose: Surfen im Sunshine State

Es muss nicht immer Hawaii oder Kalifornien sein. Auch der Sunshine State Florida eignet sich hervorragend, um das Wellenreiten zu erlernen. Vorausgesetzt, man kennt die Stellen, wo die Wellen in Form einer sogenannten »barrel«, einer Tonne, in Richtung Strand rollen und gleichmäßig brechen. Unsere Autorin Josefine Koehn-Haskins hat sich an den besten Surfplätzen Floridas umgesehen.

Autor: Josefine Joehn-Haskins

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Der Trick liegt im richtigen Winkel. Ein paar Meter hinter dem Punkt, wo sich die Wellen brechen, warten wir auf den perfekten Moment. Dann wird das Brett vom Wasser angehoben, ein Schubs, und los geht’s. Von wegen – schon schlagen die Wellen über mir zusammen. Prustend tauche ich auf, ziehe zum ich weiß nicht wievielten Mal das Brett wieder zu mir und paddle hinaus hinter die Brecher, die hier am South Pointe von Miami Beach nicht allzu hoch sind – aber anstrengend wird es nach einer Weile trotzdem.

Dabei ist es am Strand so einfach, sich aus dem Liegen mit einer schnellen Liegestütze in den Stand hochzukatapultieren. Unser Surflehrer ist auch zufrieden. Nach nur wenigen Versuchen schickt er uns schon raus ins Meer. Ich helfe ihm, meine Mädchen auf den beiden großen Soft-Top-Boards hinaus in den Atlantik zu manövrieren. Das Wasser ist angenehm warm und die Wellen gerade noch niedrig genug, dass wir über sie hinaus hinter den Brechpunkt paddeln können. Unsere großen Anfängerbretter wären zu schwer, um unter den Wellen hindurchzutauchen. Aber je größer das Brett, desto einfacher ist es, Balance darauf zu halten. Meine Mädchen machen das sogar ziemlich gut, zumindest, wenn Surflehrer Brian sie in die Welle schubst. Alle drei reiten gleich beim ersten Versuch für ein paar Sekunden. Sophie, mit acht Jahren die Jüngste, gleitet sogar lässig bis zum Strand, bevor sie vom Brett springt. Das Schwierigste für sie ist, das große Brett wieder hinauszumanövrieren – und ich bin wirklich froh, dass wir Brian dabeihaben, der die Kinder unermüdlich wieder und wieder mit sich hinauszieht. Außerdem zeigt er mir, wie ich das Brett in die Wellen schieben muss, sodass es sich mit den und nicht schräg gegen die mächtigen Wassermassen bewegt und sanft mit der Welle zum Strand hin gleitet. Der Rest passiert dann fast wie von selbst.

Südflorida ist zwar nicht Hawaii, aber die Bedingungen hier sind geradezu ideal, um Surfen zu lernen. Das Wasser ist kristallklar und fast das ganze Jahr über angenehm warm. Die Wellen sind nicht zu groß, aber eben doch hoch genug, um auch geübten Surfern noch genug Anreiz zu bieten. Dank der langen, weichen Sandstrände muss man sich nicht sorgen, bei einem Fall auf scharfen Steinen oder Riffen zu landen. Und bei 1600 Kilometern Strand gibt es jede Menge Auswahl.

Das berühmteste Surfgebiet des Sunshine States ist Cocoa Beach. Bekannt aus der Fernsehserie »Bezaubernde Jeannie« und nur eine Autostunde vom Themenparkmekka Orlando entfernt, bietet der Ort an der Space Coast südlich von Cape Canaveral paradiesische Bedingungen für einen sonnigen Strandurlaub. Über 100 Surfspots mit beständigen Wellen bei Ebbe und Flut bieten beste Voraussetzungen sowohl für Profisurfer als auch für solche, die es werden wollen. Kein Wunder, dass hier Floridas älteste Surfschule zu finden ist: die Ron John Surf School – bekannt durch die professionellen Surflehrer, die größtenteils sogar im US-Surfing-Nationalteam sind und schon einige Meisterschaftstitel gewonnen haben. Auch der wohl erfolgreichste Surfprofi, der elffache Weltmeister im Profisurfen der ASP (Association of Surfing Professionals), Robert Kelly Slater, ist in Cocoa Beach zu Hause.

Weiter südlich an der Ostküste finden Surfbegeisterte in der Bucht des Sebastian Inlets südlich von Melbourne Beach fast perfekte Bedingungen. In Surferkreisen gilt die Brandung hier gleich neben der am North Jetty als die beständigste und stärkste im ganzen Sunshine State. Im Gegensatz zu Cocoa Beach sind die Wellen hier jedoch brandungsabhängig: Am besten surft man bei Ebbe, wenn die Wellen schnell und hohl am 4,5 Kilometer langen Sandstrand brechen.

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01. 10. 2015
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