01. 04. 2015
Artikel bewerten
  
Steuern & Geschäft

Steuerkolumne: Obamacare – was ist zu beachten?

Beim Thema »Steuern« ergeben sich für viele in Florida ansässige oder zeitweilig hier lebende Europäer und Investoren immer wieder neue Fragen. Marena Loeffler beantwortet in jeder Ausgabe beispielhafte Fälle unserer Leser.

Autor: Marena Loeffler

Left3-disabled Bild 1 von 1 Right3-enabled

Frage: Meine Familie und ich haben vor einigen Jahren die Greencard gewonnen und sind in die USA gezogen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns entschieden, unsere deutsche Krankenversicherung beizubehalten, da wir uns mit dem deutschen Versicherungsschutz wohler fühlten. Nun haben wir von »Obamacare« gelesen und fragen uns, ob wir eventuell diese »Strafe« bezahlen müssen, die bei Unterversicherung gesetzlich anfällt.

Antwort: Grundsätzlich müssen Sie in den USA die sogenannte »Essential-Minimum-Cover-age« bei Ihrer Krankenversicherung nachweisen. Ihre deutsche Versicherung qualifiziert sich nicht automatisch für diese Deckung, sodass Sie potenziell tatsächlich in die Problematik der Steuerzahlung aufgrund von »Unterversicherung« fallen.

Neben anderen Ausnahmen, die Sie mit einem qualifizierten Steuerberater besprechen sollten, gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten:
.    Sie besorgen sich von Ihrer deutschen Versicherung eine Bescheinigung, dass der Versicherungsschutz »US-Essential-Minimum-Coverage« aufweist. Die Versicherungsgesellschaft muss diese Bescheinigung mit einem relativ großen Aufwand beim »US Department of Health and Human Services« beantragen. Leider haben wir bisher noch keine Versicherungsgesellschaft gesehen, die diesen Prozess erfolgreich abgeschlossen hat.
.    Sie versichern sich in Zukunft bei einer US-Krankenversicherung, die im System mit »Essential Minimum Coverage« anerkannt ist.
.    Sie bezahlen bei der Abgabe Ihrer US-Steuererklärung (erstmalig für das Steuerjahr 2014) das »Individual Mandate«, also die Strafzahlung dafür, dass Sie in den USA nicht den vorgeschriebenen Krankenversicherungsschutz haben. Der Betrag liegt für das Steuerjahr 2014 bei entweder 95 Dollar pro Person (auch Kinder) oder einem Prozent des Haushaltseinkommens, jedoch maximal 2.448 Dollar pro Person (auch Kinder). In den Folgejahren steigt der Betrag erheblich an.

Über die Autorin
Marena Loeffler ist CPA und Inhaberin von Allure Accounting in Bonita Springs.
Telefon (239) 992-3355
E-Mail: mloeffler@allureaccounting.com

Haben auch Sie eine Frage an die Expertin?
Bitte senden Sie diese per E-Mail an redaktion@floridasunmagazine.com oder
Fax (407) 293-1179 an die Florida Sun-Redaktion. Stichwort: »Steuer-Kolumne«.

 
  
01. 04. 2015
Artikel bewerten

florida sun branchen-guide

Kleinanzeigen

Anzeigen - Gesuche - Angebote

Florida Sun Magazine bietet einen kostenlosen Service für Privatanzeigen. Einfach Anzeigenformular ausfüllen.

Kostenloser Newsletter

Umfrage der Woche

Wie groß ist Ihre Florida-Begeisterung?

Ich fahre so oft wie möglich
nach Florida bzw. lebe dort,
weil es keinen Ort gibt, an
dem ich lieber bin.
Ich bin sehr gern in Florida,
besuche aber auch gern andere
Orte.
Ich bin sehr gern in Florida,
mein Lieblingsort ist aber
anderswo.
Florida ist für mich ein
schöner Urlaubsort unter
vielen.
Ich lebe in Florida, das hat
aber vor allem private Gründe.